Archive for Juni, 2007

Wenn einem der Wind mit voller Wucht ins Gesicht bläst…

Dienstag, Juni 26th, 2007

Copyright Istockphoto.comDurch Zufall bin gestern auf eine sog. Reality Show gestoßen. Bei “Cheaters” können mißtrauische Partner ihre vermeintlich treuen Gegenstücke überwachen lassen. So weit so gut. Kommt dabei heraus, dass die große Liebe auf Sand gebaut wurde und die Auftraggeber von ihren Partnern nach Strich und Faden betrogen werden, wird es rustikal. :-P

Denn die Macher der Show konfrontieren den Auftraggeber mit den Beweisen und lassen ihn dann nur wenige Minuten später mit dem untreuen Partner und dessen Liaison aufeinander treffen. Da fliegen dann natürlich die Fetzen! Gut für den Zuschauer - sonst wäre die Sache wohl gar zu langweilig - schlecht für den Betrogenen. Denn in dieser Situation werden bereits die Voraussetzungen für Entscheidungen geschaffen, die dann später, nachdem angeblich Ruhe eingekehrt ist, getroffen werden.

Diese künstliche Situation erinnert mich an viele andere Gelegenheiten, wo Entscheider, denen der Wind mit voller Wucht ins Gesicht bläst plötzlich ihre Entscheidungen treffen. Meist hat ein Mitarbeiter oder Geschäftspartner ihr Vertrauen mißbraucht oder ein Lieferant hat sich nicht an Absprachen gehalten. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Mein Eindruck ist dabei, dass die meisten sich damit beschäftigen, den anderen spüren zu lassen, wie enttäuscht man doch ist. Gelingt das und der andere kriecht zu Kreuze oder ist ebenfalls tief verletzt, dann stellen wir fest, damit ist nichts besser geworden. Im Gegenteil, meistens schaden uns die Entscheidungen, die bei der Gelegenheit gleich zu Tatsachen werden ungeheuer.

Ich behaupte, die wenigsten wissen in der Situation genau, was Sie langfristig wollen, sie werden sich auch nicht nach attraktiven Alternativen umsehen und dass ich mir dabei im Vorfeld die Unterstützung von Mitstreitern gesichert habe, ist so wahrscheinlich, wie vom Blitz getroffen zu werden. :shock:

Ich halte es daher mit den preussischen Tugenden. Dort musste man erst einmal eine Nacht darüber schlafen, bis man sich über einen anderen beschweren durfte. Beschwerden helfen uns als Entscheider zwar nicht weiter, aber die Zeit, um darüber zu schlafen schon. Denn wir entscheiden wesentlich besser, wenn wir emotional  zurechnungsfähig sind. :cool:

Ja, der Herr Lietz trägt mal wieder Eulen nach Athen, das wissen Sie doch alles. Denn der gesunde Menschenverstand steht uns immer dann zur Verfügung, wenn wir entspannt einen Blogbeitrag lesen. Aber wie ist es, wenn uns jemand bis aufs Messer gereizt hat? Und das aus heiterem Himmel? Wappnen wir uns dagegen, denn es passiert jeden Tag. :-o

Zwischenstand: Summer Citation Contest

Montag, Juni 25th, 2007

Summer Citation Contest 2007Noch ist es ein Weilchen hin bis zum 31.08.2007. Ich will dennoch einen kleinen Zwischenstand zum Summer Citation Contest 2007 geben.

Das sind die bisher beigesteuerten Zitate:

Konfuzius sagt: “Wer das Ziel kennt, kann entscheiden; wer entscheidet, findet Ruhe; wer Ruhe findet, ist sicher; wer sicher ist, kann überlegen; wer überlegt, kann verbessern.
Beigesteuert von Alexandra Graßler

Alexandra Graßler sagt: “Auf dem Weg zur richtigen Entscheidung, kann man viel Spaß mit der falschen haben….
Beigesteuert von Alexandra Graßler.

Psychologie:“Jede Entscheidung ist besser als keine Entscheidung.
Beigesteuert von Frank Doerr.

Walter Scheel sagt: “Nichts geschieht ohne Risiko, aber ohne Risiko geschieht auch nichts.
Beigesteuert von Robert Hartl

Wayne Gretzky sagt: “Gehe nicht dahin, wo der Puck ist. Gehe dahin wo der Puck sein wird.
Beigesteuert von Robert Hartl

Charles de Gaulle sagt: “Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als ständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird.
Beigesteuert von Monika Meurer.

Cyril Northcote Parkinson sagt: „Das Telefon kann einen Geistesblitz töten oder auch eine wichtige Entscheidung, die in diesem Moment heranreift.
Beigesteuert von Monika Meurer.

Das ist doch schon eine ganz gute Sammlung spannender Zitate und Sinnsprüche zum Thema “Entscheiden”. Allen bisherigen Teilnehmern sage ich erst einmal DANKE!

Allerdings hoffe ich noch auf eine höhere Teilnehmerquote. Schön wäre es auch, wenn Ihr in Euren Blogs auf den Wettbewerb aufmerksam machen könntet. Ist das nicht Teil des Bloggens, sich vernetzen und die Botschaft aufnehmen und weiter tragen? :-)

Ich freue mich jedenfalls auf weitere tolle Zitate und Sinnsprüche!

Endlich - eine Deutsche Plattform für Blog-Karnevals

Dienstag, Juni 19th, 2007

Im Herbst letzten Jahres habe ich mich am Blog-Karneval von Elke Fleing zum Thema Vertrieb beteiligt. Die Themenwahl war glücklich, denn jeder Unternehmer muss verkaufen und unter den Business-Bloggern gibt es viele Selbständige und Unternehmer. :-)

Elke musste damals die Ochsentour machen und alle wichtigen Blogger persönlich kontaktieren (mehr…)

Europa soll erfolgreich sein

Dienstag, Juni 19th, 2007

Copyright Istockphoto.comSeit den Tagen der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) gibt, wird darüber gestritten, wie gemeinsame Beschlüsse erwirkt werden. Über die Entwicklung zur EG bis hin zur EU mit einem gemeinsamen Währungsraum und dem Euro wurde auch viel für eine politische Einheit getan.

Eine der Grundvoraussetzungen für die Teilnahme an dem großen Projekt war immer das Bekenntnis zur Demokratie. Um so erstaunlicher, dass die Abstimmungsmodalitäten nichts mit jenen demokratischen Prinzipien zu tun haben, zu denen sich jedes Mitgliedsland bekennen muss.

In der Geschichte der EU gibt es viele Trauerfälle für die Demokratie. Solange Einstimmigkeit für die Beschlüsse eine Voraussetzung war, wurde geschachert, was das Zeug hielt. So darf z.B. Großbritannien heute immer noch einen Milliarden-Rabbatt in Anspruch nehmen, den seinerzeit die eiserne Lady Margret Thatcher für die Zustimmung ihres Landes ausgehandelt hatte.

Demokratie bedeutet, die Stimme eines jeden Bürgers hat gleich viel Gewicht. Doch im Zusammenspiel der europäischen Staaten ist meine Stimme vollkommen vernachlässigbar gegenüber der eines Belgiers oder eines Luxemburgers.

Die aktuelle Diskussion um einen Änderungsvertrag, der die Ratspräsidentschaft unserer BK Angela Merkel krönen soll, zeigt wieder aufs Neue, wie hier geschachert wird, was das Zeug hält.

Demokratie ist offensichtlich der falsche Ansatz

Die Vergangenheit zeigt, wer hier mit Demokratie argumentiert versucht ein Feigenblättchen über einen großen Puff zu hängen. In der EU wird die Liebe und Zustimmung untereinander gekauft. Warum auch nicht? Es ging in der EU immer um die Wirtschaft und ihr Wachstum und natürlich um viel Geld für diejenigen, die wenig davon hatten.

Wenn wir das zum Maßstab machen, sollte sich auch ein Abstimmungsmodus finden lassen, der zwar nicht demokratisch ist, aber zielorientiert.

Ich denke, das Gewicht eines Landes in der EU sollte direkt proportional sein zu seiner wirtschaftlichen Entwicklung. Wer das meiste Wirtschaftswachstum im Verhältnis zu einer ausgeglichenen Ökoblilanz aufweisen kann, soll auch beenflussen können, wo es lang geht. Demnach wären die letzten Jahre stark von dem Mitgliedsland Irland geprägt worden. Aufgrund herrlich niedriger Steuern und einer verantwortlichen Wirtschaftspolitik konnten wir dort das größte Wirtschaftswachstum beobachten. Da dieses Wachstum vorwiegend im Dienstleistungsbereich statt fand, dürfte die Ökobilanz ausgesprochen positiv ausgefallen sein :-)

Wir Deutschen dagegen hätten in den letzten Jahren nicht all zuviel zu sagen gehabt. :-( Allerdings wissen wir ja seit dem Grandprix d’Eurovision, dass Europa das hätte verschmerzen können ;-)

Also: Hören wir doch auf mit der Heuchelei über Demokratie. Es geht um den wirtschaftlichen Erfolg! Warum sollte ein Land, das selbst wirtschaftlich nichts auf die Reihe bekommt, anderen, erfolgreicheren Ländern sagen können, wo es lang geht? Wäre es nicht ein sinnvolles Korrektiv für Politikversagen, wenn zumindest die wirtschaftlich erfolgreichsten Länder auf europäischer Ebene für eine sinnvolle Politik sorgen?

via BasicThinking

Respekt für die eigenen Werte

Montag, Juni 18th, 2007

Copyright Istockphoto.comVor ein paar Tagen habe ich mit einem Freund über interessante Seminare gesprochen. Natürlich durfte Tony Robbins nicht fehlen. Während ich es bei einem UPW (unleash the power within) in Frankfurt bewenden ließ, hatte mein Gesprächspartner noch einige Seminare mehr in den USA wahrgenommen.

In der Rückschau fand er es auffallend, dass viele Robbins-Jünger sich eine Vision und Mission im Seminar erarbeiten, die viele Elemente des Meisters himself enthält. Denn ganz am Anfang stellt Robbins seine eigene Vision und Mission als leuchtendes Beispiel vor. Diese Vision ist natürlich perfekt, sie ist groß und sie ist beeindruckend.

Es ist klar, dass die Teilnehmer sich dem kaum entziehen können. So bekomme ich natürlich eine Lebensvision und -Mission, die sich gewaschen hat. Nur leider ist es die Vision und die Mission eines anderen. Auffallend häufig wollen die Teilnehmer von Tony Robbins Seminaren deshalb Coaches und Trainer werden, auch wenn sie vorher Bauunternehmer oder Wirtschaftsprüfer waren. :-)

Mir hat das Seminar bei Tony Robbins viel gegeben und es ist immer wieder eine gute Geschichte, wie ich über die heißen Kohlen gelaufen bin. :cool: Aber meine unternehmerische Vision und insbesondere was meine Mission ist, habe ich mir selbst erarbeitet. Denn ich will mir nicht von anderen Menschen sagen lassen, was ich anzustreben habe und wofür ich im Leben zu stehen habe. Das würde mich nicht glücklich machen, egal wie viel Geld ich mit den fremden Zielen vielleicht verdiene. Wobei das Letztere eher unwahrscheinlich ist, denn für fremde Ziele setze ich mich bestimmt nicht so entschlossen ein, wie für meine eigenen. :-o

Vielleicht sind Ihre Ziele kleiner, vielleicht sind sie weniger benevolent, aber es sind Ihre Ziele und Sie dürfen sich dazu bekennen. Mit anderen Worten: Respektieren Sie sich selbst und lassen Sie sich nicht von einem Coach oder Trainer über den Ziele-Tisch ziehen. Egal wie gut der das auch meint. :-)


 
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