Archive for Januar, 2008

Die Linkspartei: Größter Verbündeter der CDU?

Mittwoch, Januar 30th, 2008

Pinselflagge.jpgWahlen sind offensichtlich wie Fußballspiele. Es gibt “Fans”, die sich bei der Diskussion über die “bessere Mannschaft” fast die Köpfe einhauen und die Depression nach dem verlorenen “Spiel” geht meistens tief.

Taktische Lage nach der Hessenwahl

So gesehen, ist das Wahlergebnis in Hessen für alle schmerzlos ausgegangen. Zwar hat Frau Ypsilanti ihrer Partei wertvolle Sitze in Wiesbaden dazu gewonnen, aber die CDU-Anhänger freuen sich doch, dass die CDU immer noch stärkste Partei ist. Hätte die Linkspartei den Sprung über die 5%-Hürde verfehlt, hätten wir sogar eine schwarz-gelbe Koalition erlebt.

So aber ist die Situation weitgehend unklar. Denn SPD und Grüne lehnen Gespräche mit der CDU ab und die FDP kann sich für einen One-Night-Stand mit dem rot-grünen Projekt nicht prostituieren.

Sollte sich diese Situation als stabil erweisen, wird Roland Koch auf unbestimmte Zeit im Amt bleiben können und mit seinem derzeitigen Kabinett die Politik in Hessen bestimmen.

Teile und herrsche!

So weit also die taktische Lage. Strategisch sieht es ganz anders aus. Denn das Aufkommen der Links-Partei auch in West-Deutschland ist für die CDU eine gute Nachricht, auch wenn sie immer anderes beteuern wird.

Gemäß dem alten machiavellistischen Leitsatz “Teile und herrsche” ist das soziale Lager mittlerweile auf drei Parteien aufgeteilt worden. Die SPD hat damit soviel Konkurrenz, dass sie langsam um den Status einer Volkspartei fürchten muss. Dies ist ja auch der Grund, warum sie ihren Kurs in der Post-Schröder-Ära wieder deutlich links der Mitte setzt. Jede andere Strategie wäre wohl auch zu riskant.

Nachdem die Genossen die Positionen der bürgerlichen Mitte räumen, bleibt jetzt viel Platz für die CDU.

Was wird sie damit anfangen?

Diese Frage ist wirklich spannend. Denn tatsächlich gibt es ja Tendenzen, die SPD links anzugreifen. Diese Strategie würde der CDU allerdings schlecht bekommen. Denn bei der eigenen Stammwählerschaft gibt es dafür wohl kein Verständnis.

Die Alternative wäre wohl die Positionierung der CDU als Partei des deutschen Mittelstands. Noch bindet die SPD Teile dieser Klientel. Aber je länger und glaubwürdiger sich die SPD nach links bewegt, desto mehr Wähler brauchen eine neue politische Heimat.

Ob das die FDP oder die CDU sein wird, ist eigentlich fast irrelevant. Denn diese beiden Parteien sind zumindest für die nächsten Jahre natürliche Koalitionspartner.

In der Tat, gäbe es die Linkspartei nicht bereits, die CDU müßte sie erfinden. :-o

Sneak Preview: Die neue Domain of Excellence Website

Freitag, Januar 25th, 2008

imageNachdem mein Blog sich eigentlich ganz gut macht, stelle ich immer mal wieder fest, dass meine geschäftliche Heimat gerne mal veraltet. Zum Glück gibt es aufmerksame Zeitgenossen, die mich dann darauf aufmerksam machen. Allerdings schnell mal einen Text ändern, wie das hier im Blog möglich ist? Fehlanzeige! :-(

Der Umgang mit einem HTML-Editor (mag er noch so What you see is what you get sein) ist aufgrund der langen Pausen dazwischen immer wieder eine Herausforderung. :-o

Das wurde mir irgendwann einfach zuviel. Daher habe ich mit der freundlichen Hilfe eines Kunden ein Content-Management-System (Joomla)aufgesetzt und die letzten Wochen fleißig mit Text gefüllt. Noch ist nicht alles fertig, so muss der Designer noch ein paar Kleinigkeiten beheben, aber es reicht, um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Hier die neue Domain of Excellence-Site und hier zum Vergleich die alte Präsenz.

Welche Site gefällt Ihnen persönlich besser?

Tücken des Experiments

Donnerstag, Januar 24th, 2008

Wenn Sie heute morgen versucht haben, auf meinen Blog zu gehen, haben Sie wahrscheinlich neben einem halb geladenen Layout noch eine Fehlermeldung bekommen. Die genaue Ursache dafür kenne ich leider noch nicht. Ganz offensichtlich hat mein Google-Kalender, über den ich meine Seminartermine einblende Schaden genommen, an dem ich vielleicht nicht ganz unschuldig bin. Denn ich habe gestern mit einem Werkzeug gespielt, mit dem sich solche Ical-Kalender (auf dem eigenen Server) ändern lassen sollen. Merkwürdig, dass stattdessen der Google-Kalender zerschossen wurde. :-(

Sollte Ihnen so etwas passieren: Lamentieren nutzt hier nichts, Sie müssen den Kalender dann völlig neu eingeben. :-o

Gesträubte Haare

Dienstag, Januar 22nd, 2008

Fotolia_4396178_S Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit Ihrem 16 Jahre alten, total durchgerosteten Daihatsu Cuore zu einem Autohändler mit Vertragswerkstatt und fragen ihn, was Sie wohl an dem Auto direkt tun können, damit es sich besser anfühlt. Der Rat des Händlers wird wohl lauten, neue Scheibenwischer aufzubringen, denn Durchblick hat noch niemandem geschadet. :-)

“Was kann ich direkt tun, um bessere Entscheidungen zu treffen?” Das ist eine Frage, die mir in letzter Zeit sehr oft gestellt wird.

Die Frage zeigt, dass der Fragesteller zu zu den wenigen Menschen gehört, die bewusst an ihrem Entscheidungsverhalten arbeiten, weil sie dessen Bedeutung für sich erkannt haben. Daher verdient sie auch eine respektvolle Antwort.

Anders als bei einem Kleinwagen, der den nächsten TÜV nicht übersteht, haben wir die Chance, durch Erfahrung klug zu werden. Mit anderen Worten, die Voraussetzungen meiner Gesprächspartner sind oft sehr unterschiedlich.

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Schnell mal umgesetzt

Montag, Januar 21st, 2008

Fotolia_98425_S © Anette Linnea Rasmussen - Fotolia.com “ich kann’s oder ich kann’s nicht…” Entscheidungen sind richtungsgetriebenes Handeln. Wenn die Richtung schon einmal stimmt, da kann doch gar nicht mehr viel schief gehen oder?

Um es mit Radio Eriwan zu sagen, es kommt darauf an. Egal, ob wir unsere Entscheidungen selbst umsetzen oder wir sie delegieren, der Macher muss es letztlich umsetzen können oder wir hätten uns das Ganze sparen können.

Ein redlicher Versuch?

Das allerdings ist nicht selbstverständlich, was sich bereits im privaten Umfeld zeigen kann.

Ein junger Mann hat gerade einen schmutzigen Scheidungskrieg mit der ehemals Angebeteten zuende gebracht. Die Unterhaltszahlungen stehen fest und auch das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn.

Gerade das letztere Produkt der nun verschmähten Gemeinsamkeit lässt die Erkenntnis reifen, es gibt wohl doch noch eine gemeinsame Zukunft, wenn auch nur jeweils beim artigen Gruß, bzw. der Verabschiedung an der Haustür. (mehr…)


 
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