Archive for Juli, 2008

Neue Perspektiven erleben

Montag, Juli 14th, 2008

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Ich bin gerade frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt. Da stellt mir ein Kunde eine interessante Frage: “Warum brauchen Sie eigentlich Urlaub? Sie machen doch auch nur das, was Sie wollen!”

Das stimmt! Warum brauche ich Urlaub, wenn ich in meiner Arbeit meinen Traum lebe? Die Antwort ist für mich ganz einfach: Damit meine Träume oder vielmehr meine Vision wachsen kann.

Ich halte es hin und wieder für ganz gut, den eigenen Lebensentwurf mit etwas Abstand zu betrachten. Denn dabei ergeben sich plötzlich neue Einsichten, an die wir vorher gar nicht gedacht haben.

Unsere Ziele und Wünsche spiegeln immer das wieder, was wir sehen. Daher fällt es vielen Menschen auch so schwer, eine Vision für die nächsten zehn Jahre zu entwickeln. In zehn Jahren haben sie sich selbst weiter entwickelt, verfügen über bessere Kontakte und Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen bewegen sich möglicherweise in einem Bereich, den Sie sich gar nicht vorstellen können.

Ein Urlaub in einer anderen Umgebung kann uns helfen, neue Bilder für unsere ganz persönliche Zukunftsvision zu entwickeln. Mich beispielsweise haben an der Amalfiküste die vielen Villen inspiriert, die in die steilen Klippen gebaut wurden. Von einigen führen kleine Treppen zu ansonsten unerreichbaren Privatstränden. Das ist wirklich beeindruckend, denn deren Bewohner haben nicht nur eine einmalige, unverbaubare Aussicht aufs Meer, nein sie genießen auch noch die Vorteile eines Hauses am Strand! Wer dann noch die schmale Küstenstrasse meiden möchte, der hat einen Bootsanleger mit der privaten Segel- oder Motorjacht.

“So etwas könnte ich mir auch gefallen lassen!”, dachte ich mir versonnen, auf dem Aussichtsbalkon unseres Hotels sitzend. Und dann dachte ich mir: “Warum eigentlich nicht?”

Der Entscheidercoach in der Wirtschaftswoche

Montag, Juli 7th, 2008

Jens Tönnesmann hat mich vor kurzem interviewt. Was sich daraus entwickelte war auch für mich hochspannend. Nach zwei Stunden wunderten wir uns, wo die Zeit geblieben ist.

In der aktuellen Wirtschaftswoche können sie nachlesen, was Herr Tönnesmann über Entscheidungen unter Zeitdruck recherchiert hat.

Unbedingt lesenswert, nicht nur, weil ich auch erwähnt werde, sondern weil das jeden Entscheider immer wieder betrifft. In der Karrierebibel reißt Jochen Mai das Thema ebenfalls an.

Der Entscheidercoach in der Karrierebibel

Montag, Juli 7th, 2008

Jochen Mai hat mich gebeten, einen Gastbeitrag für die Karrierebibel zu schreiben. So etwas machen ich natürlich gerne. Hier ist das Ergebnis.

Capri: Scheinbar sinnlose Entscheidungen

Montag, Juli 7th, 2008

Amalfi20080707 066 Zur Zeit mache ich an der Amalfi-Küste in Italien Urlaub. Auf meinem heutigen Tagesausflug nach Capri wunderte mich das Angebot der dortigen Läden.

Wie jeder Deutsche weiß, ist Capri eine wunderschöne Insel. Neben der legendären blauen Grotte, der Villa Jovis des römischen Kaisers Tiberius, den Faraglioni und dem Arco Naturale gibt es eine stattliche Anzahl von Luxusgeschäften á la Prada, etc.

Ein Blick auf die täglich 14.000 Besucher macht deutlich, dass es ganz normale Menschen sind.

Keiner davon kommt mit Louis Vuitton Tasche oder Prada Robe auf der Insel an, um den lieben langen Tag bei hohen Temperaturen zu schwitzen. Ins Schwitzen kommt der normale Besucher nicht nur des Wetters wegen, sondern auch wegen der üppigen Preise in den Restaurants an der Piazetta Umberto.

Als Bad Homburger bin nicht so leicht zu schocken. Aber 5 Euro für eine Cola aus der Dose, ließ doch einen leicht überaschten Eindruck bei mir zurück. Neben den Luxusgeschäften gibt es eine Vielzahl von Andenkengeschäften, die wie überall üblich, lokalen Kitsch anbieten.

Karl Popper sagt, dass langfristig beobachtbares Verhalten rational sein muss. Daher finden also auch die Luxusgeschäfte ihre Käufer. Ein zweiter Blick enthüllt: In Capri ist die Dichte an hochklassigen und hochpreisigen Hotels kaum zu überbieten. Mein naheliegernder Schluss: Dort wohnt die Zielgruppe.

Allerdings bleibt doch eine Frage offen. Angenommen, Sie haben das nötige Kleingeld, um zwischen 500 und 3.000 Euro pro Nacht hinzublättern. Würden Sie dafür auf eine Insel gehen, die täglich unter dem Besucheransturm von 14.000 Menschen fast zusammenbricht?

Die Puzzleteile liegen auf dem Tisch. Aber sie scheinen nicht zusammen zu passen. Wer kann hier Ordnung in das Entscheidungsgefüge bringen? :-)


 
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