Archive for August, 2009

Wenn Erfahrung nutzlos wird

Dienstag, August 25th, 2009

Hahn Ein Hahn, das jeden Tag Futter bekommt, geht davon aus, dass dies immer so sein wird. Doch eines Tages kommt der Bauer und schlachtet ihn.

Als Bertrand Russel 1912 diese Idee in seinem Buch “Problems of Philosophy” beschrieb, machte er damit deutlich, dass uns Erfahrungen meistens nichts nutzen.

Erfahrung des Normalen ist nutzlos

Wenn wir jahrelang nur Erfolg im Beruf haben, wird eine ökonomische Krise uns z.B. völlig unerwartet treffen, auch wenn es Menschen gegeben hat, die uns davor warnten.

Denn Kassandra-Rufer gab es zu allen Zeiten. Die Mehrheit hat sie immer ignoriert, weil sie sich mit ihrer eigenen Erfahrung sicher fühlte. Das Thema Klimaerwärmung gehört dazu, genauso wie das Thema Wasserknappheit und der Kampf um landwirtschaftliche Flächen in der Dritten Welt.

Wir picken lieber unser Futter und freuen uns über eine einfache Welt.

Gute Entscheider sichern sich ab

Entscheidungen sind richtungsgetriebenes Handeln. Kurzfristig wirkende Ereignisse, wie eine Wirtschaftskrise fordern lediglich unsere Flexibilität. Unsere Ziele verändern sich dadurch nicht. Allerdings verändert zum Beispiel die Klima-Erwärmung unsere Welt dauerhaft.

Daher sollten wir deren Auswirkungen immer auch ein Stück mit einplanen. Möchten wir eines Tages ein großes Anwesen besitzen, dann sollte das beispielsweise so gelegen sein, dass es vor Überschwemmungen und andere Katastrophen sicher ist.

Absicherung ist hier das Stichwort. Wir müssen unsere Ziele nicht ändern, sondern lediglich weiter detaillieren.

Gute Entscheider hören zu

Akzeptieren Sie auch einmal die unpopuläre Meinung eines Außenseiters. Das macht große Entscheider aus.

Ansonsten können wir uns gerne weiter auf den Besuch des Bauers freuen, schließlich will er nur unser Bestes und bringt jeden Tag das Futter… :-P

So finden Sie aus der Sackgasse heraus!

Montag, August 24th, 2009

Uturn erlaubt Jeder Mensch ist kreativ. Auch wenn es sich nicht alle eingestehen. Gleichzeitig sind wir alle denkfaul, auch wenn wir uns das nicht immer eingestehen möchten.

Schon einmal bewährte Lösungen nutzen wir deshalb immer wieder. Jeder Gedanke, jede Idee ist eine in unserem Gehirn angelegte neuronale Verbindung. Mit jeder Benutzung wird so ein neuronaler Strang immer stärker und es fällt uns leichter, genau diesen Gedanken zu denken.

So erklären sich Gewohnheiten, die wir nicht mehr ablegen können. In unserem Gehirn haben wir zu diesem Verhalten eine vierspurige Autobahn gebaut, während alternative Verhaltensweise bestenfalls einem beschwerlichen Bergpfad gleichen.

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Leben Ahoy, Kapitän!

Dienstag, August 18th, 2009

Captain, crew, weekend

90 Prozent aller Menschen wissen nicht, was sie wirklich wollen. Sie glauben, dass sie viel zu verlieren haben und sind doch nicht glücklich. Wenn ich wegen eines Entscheidungsproblems angesprochen werde, könnte ich quasi blind sagen: “Ihr Problem ist, Sie wissen nicht, wo Sie in zehn Jahren stehen wollen” und hätte meistens recht damit.

Wer des Teufels Advokat spielen will, könnte einwenden: Aber diese Leute haben doch ein ganz erfolgreiches Leben geführt, sie haben einiges erreicht!

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Entscheider brauchen ein offenes Visier

Montag, August 17th, 2009

Visier Mit jeder Entscheidung können wir beabsichtigt oder unbeabsichtigt Streit auslösen. Andere haben vielleicht Erwartungen an uns und wir erfüllen sie nicht oder wir erscheinen ihnen als ungerecht.

Ein Dienstleister reißt sich über Jahre ein Bein für uns aus und doch geben wir einem anderen den Vorzug.

“Wie unfair! Wie ungerecht!” Wird sich ersterer vielleicht denken. Aus seiner Sicht mag das sogar stimmen.

Gute Gründe oder Schlamperei

In solchen Fällen sollte der Entscheider natürlich gute Gründe haben, die Loyalität eines langjährigen Lieferanten zu enttäuschen. Allerdings wundert es mich auch immer wieder, wie wenig Beachtung der Unterlegene zuvor den Wünschen oder Entscheidungskriterien seines Auftraggebers geschenkt hat.

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Machen Sie Ihr Glück!

Freitag, August 14th, 2009

Marionette Es ist erstaunlich, wie viele Menschen die Dinge einfach laufen lassen. Hin und wieder stehen sie dann vor Entscheidungen, die Homer wohl euphemistisch als “zwischen Scylla und Charybdis” bezeichnet hätte. :-)

Heutige Entscheider nennen das einfach nur “unfair” und wundern sich, warum das immer gerade ihnen passieren muss.

Der Seitenblick auf den Kollegen, dem anscheinend alle guten Dinge im Leben nur so zufliegen, mag dieses Gefühl verstärken.

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