Archive for Oktober, 2009

Das Wesen der Verschwendung

Freitag, Oktober 16th, 2009

In Zeiten der Wirtschaftskrise müssen die Unternehmen sparen. Das zumindest hören wir alle immer wieder. Das ist interessant. Denn schließlich bedeutet es nichts anderes, als dass die gleichen Unternehmern vorher Geld verschwendet haben.

Als Schwabe habe ich ein einfaches Bild davon, was Verschwendung ist. Immer dann, wenn ich mich für eine Alternative entscheide, die nicht zu meinem Bedarf passt, verschwende ich Arbeit, Zeit, Nerven und Geld.

Zu groß

iStock_000005767775SmallZum Beispiel braucht ein Buchhändler einen neuen Mitarbeiter für seine Kinderbuchabteilung. Die Wirtschaftskrise macht es möglich, dass ein Bewerber uns mit seinem Altgriechisch beeindruckt. Er kann die Ilyas von Homer rezitieren und spricht darüber hinaus Russisch, Französisch, Italienisch, Polnisch und Englisch.

Wow! Das braucht zwar keiner in der Kinderbuch-Abteilung, aber schaden wird es auch nicht. Und wer weiß? Vielleicht fällt dem Buchhändler später noch einmal ein, wofür es gut ist?

Die Qualifikation des Bewerbers mag zwar beeindrucken, aber damit ist er überqualifiziert. Die Vermutung liegt also nahe, dass wir für  etwas zahlen, was wir gar nicht brauchen.

Zu klein

iStock_000002826153SmallNatürlich gibt es auch Bewerber, die bereit sind, für einen sehr niedrigen Lohn zu arbeiten. Das schont das Budget, oder? Dummerweise hat derjenige gar keine Ahnung von Kinderbüchern. :-o

Nun ja, zumindest haben wir dann einen Mitarbeiter mehr, auch wenn unsere kleinsten Kunden von ihm nicht sonderlich gut beraten werden.

Alles beides zusammen

Na gut! Bei Verschwendung dimensionieren wir unsere Lösungen also entweder zu groß oder zu klein, oder? Man mag es nicht glauben, aber tatsächlich finden wir bei den meisten Verschwendern sogar beide Aspekte in einer Lösung!

Wie soll das gehen?

Zum Beispiel könnte der Multiphilologe in Bezug auf Kinderbücher ahnungslos sein.

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Das macht ja auch nichts. Schließlich werden wir dadurch mit seinen sprachlichen Fähigkeiten entschädigt.

Dumm nur, dass ein Teil unsers Bedarfs ungedeckt bleibt. Wir werden uns dem Problem also bald wieder widmen müssen. Dabei besteht dann wieder die Gefahr einer weiteren Verschwendung. :shock:

Der Hammer

Unternehmen, die heute sparen haben dieses Bild allerdings nicht vor Augen. Sie begrenzen einfach ihre Ausgaben durch enge Budgets. Es gehört kein Genie dazu, um zu erkennen, dass dies zu weiterer ungewollter Verschwendung führt.

Was denken Sie?

Nur ein Hauch mehr – Die Wurzel des Erfolgs

Mittwoch, Oktober 14th, 2009

Feder

Oft sind kleine Entscheidungen alles, was Erfolg und Misserfolg trennt.

Das beste Beispiel für die Bedeutung von kleinen Entscheidungen erleben wir beim Thema Ernährung und Gesundheit.

Da gibt es die einen, die jeden Tag gesund leben, nicht zu viel und ausgewogen essen, die Alkohol und Zigaretten meiden und ein gesundes Maß an Fitness (Treppen steigen) in ihrem Leben haben.

Und es gibt andere, die sich gerne etwas “gönnen” und das Gegenmodell leben, also rauchen und trinken, vielleicht auch übermäßige Anstrengungen meiden. In ihrer Wahrnehmung leben sie auch gesund. Vielleicht werden hin und wieder Diäten eingeschoben und für ein halbes Jahr ein Fitness-Studio besucht. Das Leben ist schön!

Das Ergebnis

Beide fühlen sich damit wohl. Die Unterschiede entstehen erst spät, meistens wenn sich beide Gruppen dem Rentenalter nähern. Dann ist die erste Gruppe noch fit und wird es auf absehbare Zeit auch bleiben, während die zweite Gruppe dazu neigt, das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen zu stellen.

Für ein Umsteuern ist es dann zu spät, weil der Schaden schon entstanden ist.

Die täglichen kleinen Entscheidungen

Nicht viel anders ist es mit allen unseren Entscheidungen. Ich kann heute problemlos die eine oder andere Sache aufschieben. Das hat jetzt bestimmt keine Auswirkung auf mich. Später hole ich alles mit intensiver Arbeit unter Druck nach. Was ist schon das Problem dabei, wenn ich meine Zusagen einhalten kann?

Das Problem könnte zum Beispiel darin liegen, dass ich unter Druck andere Menschen nicht mehr in meine Arbeit einbeziehen kann, dass ich mit etwas mehr Zeit kreativer und schlauer vorgehen könnte. Vielleicht sind diese Unterschiede nur klein.

Wenn ich diese kleine Differenz allerdings in jeder meiner Arbeiten habe, dann hat das Folgen.

Denn die Unterschiede zwischen einer guten, einer exzellenten oder einer überragenden Arbeit sind marginal. Jeder erwartet von uns heute eine gute Arbeit. Daher gibt es für eine gute Arbeit auch nichts mehr. Wer exzellent arbeitet, gehört dann schon zu Leuten, die man zumindest wahrnimmt.

Ein Hauch mehr

Und dann gibt es noch diejenigen, die einen Hauch mehr leisten, ein kleines Quäntchen nur. Sie fallen uns ins Auge. Sie sind diejenigen, die ständig die Extrameile gehen. Sie fallen deshalb auf, weil es so wenige von ihnen gibt.

Dabei ist es nicht weiter schwer, zu dieser Gruppe zu gehören. Wir müssten nur jeden Tag in den kleinen Entscheidungen unsere Richtung einhalten, diszipliniert sein.

Anders als im Falle von Gesundheit und Fitness müssen wir nicht 30 oder 40 Jahre warten, um ein Ergebnis zu sehen. Meist reicht dafür bereits ein Jahr. Wie wäre es? Genehmigen wir uns doch einfach mal ein solches Jahr.

Was beinhaltet diese kleine Extrameile? Das wissen wir ganz genau. Denn es gibt so viele Dinge, die wir eigentlich besser wissen, aber nicht für uns anwenden. Wie war das noch einmal mit Mentaltraining? Wie war das noch mit den drei Schlüsselelementen guter Entscheidungen? Wie war das noch einmal mit dem Tagebuch führen? Wie war das noch einmal mit der persönlichen Mission und Vision? All das, was Sie problemlos machen könnten, aber heute nicht tun, fällt unter diese Kategorie.

Wann fangen Sie damit an?

Vielleicht fangen wir erst einmal mit zehn Tagen an. Gelingt es uns, zehn Tage diszipliniert jeden Tag die Extrameile zu gehen? Wenn ja, dann können wir danach entscheiden, ob wir daraus nicht einen Monat machen. Nach einem Monat machen wir vielleicht ein Vierteljahr daraus. Oder ein halbes Jahr? Leben wir tatsächlich ein Jahr lang die Extrameile, ist der entsprechende Erfolg unausweichlich.

Ein kleiner Tipp: Führen Sie täglich (morgens und abends) Tagebuch. Damit klappt es dann schon viel besser.

Die Macht der unscheinbaren Entscheidungen

Freitag, Oktober 9th, 2009

VergangenesundUnbekanntes Wir haben endlich einen Entschluss gefasst. Er wird unser ganzes Leben ändern. Neuer Job, neue Stadt, neue Einstellung – ab jetzt wird alles gut.

Ähnliche Situationen erleben wir alle. Vielleicht haben wir die Entscheidung schon sehr lange mit uns herumgetragen. Vielleicht entscheiden wir aufgrund des Problemdrucks, vielleicht haben wir einfach eine neue Chance vor uns. Das ist unwichtig. Denn wir stehen vor einer großen Veränderung unseres Lebens.

Wirklich?

Verantwortung

Eine Veränderung wird durch eine einzelne Entscheidung eingeleitet. Sicher gestellt wird sie dadurch nicht. Denn was immer es ist, was uns an der vorherigen Situation nicht gefiel. Die Gründe dafür liegen in uns und nicht in der Situation und ihrer Umgebung.

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Das Leben ist jetzt – So setzen Sie Standards

Mittwoch, Oktober 7th, 2009

 Fotolia_8258901_S_Aus der Reihe tanzen

Nicht erst seit Benjamin Franklin bewundern wir Menschen, die offensichtlich so viel mehr in ihrer Lebenszeit machen, als Lieschen und Hänschen Müller. Jedem ist klar, dass solche Erfolgsvorbilder ihre Abende nicht vor dem Fernseher verbringen.

“Das mache ich auch so, wenn ich es erst geschafft habe”, höre ich von vielen, die sich mehr vom Leben erhoffen.

Voll da sein, wenn es darauf ankommt

Zum Beispiel beim Thema Mentaltraining. Unser Erfolg ist direkt an die Momente gekoppelt, auf die es ankommt.

Wenn wir  nach monatelanger Arbeit endlich das Treffen mit dem wichtigen potentiellen Kunden bekommen und wir dann nicht so gut sind, wie wir es eigentlich könnten, war alles umsonst. Nicht ganz: So haben  wir wenigstens etwas, worüber wir uns ärgern können. :-o

Dabei hilft  Mentaltraining nachweislich, weil  wir uns wie ein Sportler auf seinen Wettkampf vorbereiten, um zum richtigen Zeitpunkt unsere beste Leistung abzurufen.

Aber Mentaltraining kostet Zeit. Stattdessen machen wir uns lieber wochenlang vorher schon Sorgen, dass wir vielleicht nicht überzeugend genug sein könnten. Das ist auch Mentaltraining, nur so, dass wir versagen müssen. :-(

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Unzulängliche Versuche

Montag, Oktober 5th, 2009

Die Spannung wächst. Wofür wird der Proband sich entscheiden? Man kann sehen, er schwankt zwischen der Alternative “neuer Job und Umzug” und “Beförderung in einem Jahr bei gleichem Wohnhort”. Auf der Stirn des Versuchsleiters bilden sich Schweißperlen. Denn der Proband hat inzwischen sämtliche Brötchen vertilgt und allen Kaffee weggetrunken. Eine Entscheidung hat er aber dennoch nicht getroffen.

Schließlich kommt der Proband aus dem Versuchslabor und meint: “Danke für den Kaffe und die Brötchen, aber ihr Experiment ist lächerlich.”

Versuchsleiter: “Wieso?”

Proband: “Die Frage ist doch vielmehr, warum ich mich in eines solche Lage bringen sollte. Wenn ich eine bessere Position will, ohne dafür umziehen zu müssen und ohne darauf warten zu müssen, dann sorge ich dafür.”

Versuchsleiter: “Angenommen, Sie müssten sich entscheiden …”

Proband: “Vielleicht brauchen Sie ein Ergebnis, aber ich muss nichts entscheiden.”

Psychologen und Gehirnforscher versuchen dieser Tage dem Geheimnis unserer Entscheidungen auf die Spur zu kommen. Die Ergebnisse aus diesen Forschungen sind – interessant. Die Einen meinen, dass wir gar nicht entscheiden können. Andere meinen, dass die Entscheidung feststeht, bevor wir darüber nachdenken. :shock:

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