Archive for Dezember, 2009

Verwalter sind schlechte Entscheider

Mittwoch, Dezember 16th, 2009

Auf der Welle der Veränderung surfen Felix Schlosshaus* ist seit einigen Jahren Geschäftsführer einer mittelständischen Werbeagentur. Seit er das Zepter schwingt, entwickelt sich allerdings nicht mehr viel voran. Einige Kunden gehen, andere kommen. Die Agentur hat sich seit er sie von seinem Vorgänger übernommen hat wenig verändert.

Der Verwalter

Solange Schlosshaus seine Zahlen bringt, wird man in der übergeordneten Holding auch nicht zu kritisch mit ihm umgehen. Daher wird sich auf absehbare Zeit nichts verändern.

Das schlägt sich auch auf die Mitarbeiter nieder. Die hungrigen, aktiven Leistungsträger sind längst nicht mehr da. Sei es, dass sie internen Intrigen zum Opfer gefallen sind. Sei es, dass sie aufgrund der Umstände das Weite gesucht haben.

So wie Schlosshaus gibt es unzählige Geschäftsführer, die sich als Verwalter des Unternehmens sehen und selbst wenig Ehrgeiz verspüren, das Ganze voran zu bringen. (weiterlesen…)

Die Büroalltagsbibel von Jochen Mai

Dienstag, Dezember 15th, 2009

Jochen Mai veröffentlicht gerade sein zweites Buch:
Die Büroalltagsbibel. Seine Karrierebibel hat sich in den vergangenen zwei Jahren verkauft wie geschnitten Brot.

Auch diesem Mal hat sich der Leiter des Ressorts “Management + Erfolg” bei der Wirtschaftswoche nicht mit einfachen Kapiteln abgegeben. Aber sehen Sie selbst:

 

Mein besonderer Respekt gilt diesem Video. Denn wer es schafft, als Autor sein Buch über 59 Sekunden zu beschreiben, muss schon sehr abgeklärt sein.

Ich habe deswegen schon zahllose Male vor einem Objektiv gesessen und es schließlich aufgeben.

Für mein aktuelles Buch wird es eine Serie von fünf Videos geben. Nummer eins und Nummer zwei sind schon bei Youtube zu sehen.

Souverän Entscheiden

Dienstag, Dezember 15th, 2009

image Gestern bekomme ich einen Brief unter dem Signé “co.de”. Laut diesem Schreiben sollen kommerzielle Adressen bei uns bald mit einem co vor dem .de versehen werden.

Solche Adressen seien ja auch zum Beispiel bei unseren englischen Nachbarn üblich.

Es stimmt zwar, dass Geschäfte in UK unter “”co.uk” laufen, aber das ist dort eine offizielle Festlegung. Wenn ein privater Anbieter uns hier in good old Germany die Eintragung als co.de anbietet, dann hat das keine besondere Bedeutung.

Allerdings ist der Brief geschickt gemacht. In seinm Betreff  geht es um die “Rechtliche Klärung” meiner Domain und ich fühle mich gebauchpinselt, wenn “entscheiderblog.de” als “eine der wichtigsten Seiten im deutschen Markt” bezeichnet wird.

Der Brief ist sehr vorsichtig formuliert, so dass der Leser selbst einige Annahmen trifft. Man kann dem Unternehmen daher nichts rechtlich Verwertbares vorwerfen.

Der Brief lässt seinen Lesern dem Sachverhalt selbst eine Bedeutung geben. So wie es jeder gute Verkäufer macht. Auf der anderen Seite sitzen wir als Entscheider und haben die Macht das zuzulassen und die Bedeutung unabhängig einzuschätzen oder nicht.

Entscheidungen folgen der Bedeutung

Eines ist sicher. Messen wir einer Sache eine größere Bedeutung bei als ihren Kosten, dann kaufen wir sie.

Es liegt an uns, dies souverän und unbeeinflusst zu tun.

Jeder Adressat des Briefes kann beispielsweise beim DENIC feststellen, wer die “co” Adresse privatwirtschaftlich auf den Namen seiner Firma hat registrieren lassen.

In diesem Fall sollen wir übrigens knapp hundert Euro für die kleine Zusatzendung pro Jahr bezahlen. Hätte ich ein Buch geschrieben, dessen Titel mit “Da Vinci” anfängt, würde ich das vielleicht sogar. ;-)

Wir sind die Architekten unserer Zukunft

Montag, Dezember 14th, 2009

image Manche Menschen verzichten darauf, sich ein langfristiges Bild ihrer Zukunft zu machen, weil es Ihnen eines Tages nicht mehr gefallen könnte.

Tatsächlich glauben viele, dass Sie gar kein Bild von ihrer Zukunft hätten. Das stimmt allerdings nicht. Denn in unserer Gesellschaft sind die Lebenswege zum großen Teil standardisiert.

Unser Standardweg

Mit drei Jahren geht es in den Kindergarten, mit sechs Jahren in die Grundschule, danach folgt Haupt, Real oder Gymnasium oder alles auf einmal in der Gesamtschule. Einige mache Abitur und studieren, andere machen eine Lehre.

In jedem Fall steigen wir alle früher oder später in die Arbeitswelt ein und machen entweder Karriere oder richten und in unserer Arbeit ein.

Im kleinen Rahmen kann das abweichen. Aber das ist der Einheitsweg.

image Wer sich also kein differenziertes Bild seiner Zukunft macht, der entscheidet sich für diesen Einheitsweg. Obwohl wir immer wieder von einer hohen Individualisierung unserer Gesellschaft sprechen, verfolgt die große Mehrheit genau diesen Weg.

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Sprengfalle für Gestaltungsspielräume

Freitag, Dezember 11th, 2009

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“Was ich brauche, sind Aufträge, Geld und Freunde”, so die kürzlich gescheiterte Unternehmerin Karla Blockhaus*.

Die weitaus meisten Menschen, die am Ende ihrer Gestaltungsspielräume angelangt sind, verantworten dies selbst.

Viele der Kontakte und Freunde zu denen sie die Brücken über einen langen Zeitraum abgebrochen hat, könnten ihr heute aus der Notlage heraushelfen. Sie stehen aber nicht mehr zur Verfügung.

Dynamit für die Brückensprengung

Meist sind es kleine Dinge, wo der andere sich unbedacht geäußert hat und damit bei uns eine heftige Reaktion hervorruft. “Ich kann das nicht nicht persönlich nehmen”, denken wir dann vielleicht. (weiterlesen…)


 
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