Die Essenz unserer Entscheidungen

image Mahatma Gandhi ist für viele von uns ein Vorbild. Denn er hat die Weltmacht Großbritannien allein durch passiven Widerstand in die Knie gezwungen.

Nur wenige wissen, dass Gandhi lange Jahre unter extremer Schüchternheit litt. So bekam er als junger Anwalt vor Gericht kein Wort über die Lippen.

Gandhis Familie hatte sich verschuldet, damit er in England Rechtswissenschaften studieren konnte. Seine Schüchternheit machte es ihm unmöglich, die Kredite zurückzuzahlen oder gar seine Familie zu unterstützen.

Seinen Lebensunterhalt verdiente er mehr schlecht als recht durch Hilfsarbeiten für andere Anwälte.

Etwas fehlt

Geht es nicht vielen uns genauso? Bringen wir nicht auch oft unsere Talente nicht richtig zum Vorschein, weil wir uns selbst in Ketten gelegt haben? Oft fehlt uns der Mut, auf den Vorstandsvorsitzenden unseres Unternehmens zuzugehen und ihm unsere Idee zu unterbreiten oder wir bleiben bei der Kundenpräsentation weit unter unseren Möglichkeiten, weil wir so nervös sind.

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Blickweite

imageWer ein Bild seiner Zukunft hat, gewinnt diese für sich. Wem es fehlt, stolpert  in sie hinein.

Das ist nicht neu. Schon in den 50er Jahre des letzten Jahrhunderts begannen Langfrist-Studien.

Deren Ergebnisse sind eindeutig. So zeigt eine 1953 initiierte Studie mit Yale-Absolventen, dass lediglich eine Minderheit von 3 Prozent  seine Ziele fixierte.

Zwanzig Jahre später stellte sich heraus, dass diese kleine Minderheit  finanziell erfolgreicher abgeschnitten hatte als die restlichen 97 Prozent der Absolventen zusammengenommen. 😮 Auch bei den nichtmessbaren Faktoren, wie subjektiv wahrgenommenem Glück stand die Minderheit an der Spitze.

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Feedback – Danke statt Blues

image Wollen wir voran kommen, brauchen wir das Feedback anderer Menschen. Denn gerade der Part “Unterstützung schaffen” entscheidet häufig über Erfolg oder Misserfolg der Umsetzung unserer Entscheidungen.

Allerdings geht beim Feedback oft einiges schief. Vielen von uns ist es schon passiert, dass wir eine ehrliche Rückmeldung geben wollten. Doch kaum haben wir etwas Kritisches angemerkt, beginnt der Rechtfertigungsblues.

Die Kernaussage: Wir haben etwas falsch verstanden oder kennen die Hintergründe nicht. Unserem Gegenüber geht es also gar nicht um sein eigenes Handeln, sondern um unseren Eindruck über ihn. Letzteren möchte er durch seine Rechtfertigungen verändern.

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Heikle Investition ins Familienglück

image Anders als viele Entscheidungs-methoden vorgeben, machen wir uns im Alltag meist nur wenige Gedanken über Risiken, die wir mit unseren Entscheidungen ein-gehen.

Das erklärt sich  an einem ganz einfachen Faktum: Wir rechnen nicht von Natur aus mit genauen Wahrscheinlichkeiten.

Ein Schwiegersohn mit Geld

Ronald Kleinmann* überlegt, ob er in die Unternehmung seines Schwiegervaters investiert und in einigen Jahren die Nachfolge übernimmt.

Das Unternehmen warf vor der Wirtschafts- und Finanzkrise eine ordentliche Eigenkapitalrendite von 11 Prozent ab. Allerdings beruht diese auf der Hebelwirkung durch hohe Fremdkapitalanteile. Seit 2008 fährt das Unternehmen Verluste ein. So schrumpfte auch das Verhältnis Eigenkapital zu Fremdkapital. Jetzt droht die Überschuldung. Weiterlesen

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Zwei Gewinner

image Lieferant: “Zwanzig Euro pro Stück, unter diesen Preis kann ich nicht gehen! Wenn wir an Ihrem Auftrag Pleite gehen, ist Ihnen damit auch nicht gedient!” Kunde:“Ich verstehe Sie ja, aber mit diesem Preis kann ich nicht nicht leben. Die Konkurrenz ist gnadenlos …”

Ein typisches Jahresgespräch zwischen Kunde und Lieferant. Scheinbar geht hier nichts mehr. Denn für beidesteht die Existenz auf dem Spiel.

Am Geld scheitern lassen

Jeder Entscheider hat andere Ziele und damit auch andere Vorstellungen, was für ihn einen Nutzen darstellt. In Verhandlungssituation erleben wir immer wieder, wie zwei Menschen mit unterschiedlichen Interessen eine gemeinsam Entscheidung (Vertrag) treffen sollen. Die meisten Verhandlungen scheitern dabei an einem einzigen Thema: Geld.

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Zeitmangel – Frech in die Tasche gelogen

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“Zeit ist Mangelware. Wir können kaum Aufgaben delegieren, da niemand mehr da ist, der sie machen könnte. Ich kann mir den Luxus nicht leisten, Zeit für meine Entscheidungen zu nehmen.”

Ob Hochkonjunktur, Wirtschaftskrise oder Erholungsphase, diese Aussage können wir überall in der Republik täglich hören.

Spannend finde ich dabei den Bezug von Zeit und Entscheidungen. Denn diejenigen die so sprechen, sind sich oftmals nicht bewusst, was sie da sagen.

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Neustart

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Vielleicht geht es Ihnen auch so. Nach einem Jahr macht mich meine eigene Website (nicht dieser Blog) unruhig. Die Zeiten ändern sich. Aber das Design bleibt immer das Gleiche. Jetzt gehöre ich nicht zu den Menschen, die sofort loslaufen und einer Laune nachgeben. Denn seit dem letzten Redesign habe ich ein CMS – ein Content Management System dahinter. Änderungen kann ich pfeilschnell vornehmen. Aber die Texte fand ich zum großen Teil sehr gut.

Was mich störte war der Mangel an Präsentationsmöglichkeiten. Immerhin habe ich inzwischen drei Bücher veröffentlicht, den Entscheidungskompass und mit Manager Magazin und Harvard Business Manager jeweils einen Online-Test am Laufen.

Dafür war das alte Design nicht ausgelegt. Zudem hat der CMS-Anbieter inzwischen ein ganz neues System herausgebracht. Das von mir verwendete ist daher veraltet und nicht mehr sicher. 😯

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Gefährliche Brandung der Konsequenzen

image Als Entscheider sind wir der Kapitän des Schiffs unseres Schicksals. Haben wir nicht weit vorausgedacht, steuern wir vielleicht ein gefährliches Riff an. Ragen dann die mordgierigen Felszähne vor uns aus dem Wasser während von hinten die Brandung schiebt. Wird es schnell hektisch.

Ausguck: Riffe voraus, kommen mit 15 Knoten schnell näher!

Kapitän: Mist! Ich Armleuchter! Ich habe den falschen Kurs gesetzt. Steuermann, drehen Sie mal wild am Steuer!

Steuermann: Was soll das denn für ein Kurs sein?

Kapitän: Na gut! Dann eben hart Backbord! Volle Fahrt zurück!

Ausguck: Wir sind jetzt im Riff!

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Ausguck: Wir sind durch die Riffe durch! Wir haben ernsthafte Schäden! An eine Weiterfahrt ist nicht zu denken.

Kapitän: Ich wusste doch, dass es geht! Ich habe nie daran gezweifelt. Setzt das Schiff auf Grund. Wir bleiben erst einmal hier! Das war ja mein Ziel!

Steuermann: Wirklich? Hier? Was gibt’s hier denn?

Kapitän: Nichts! Aber wenn es so schwer war, hier her zu kommen, dann ist das ein Erfolg. Und ich wüsste nicht, wo wir sonst sein sollten. Also ist es hier so gut wie sonst wo.

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Bahnhof der Alternativen

image “Was denn? Sie haben schon einen neuen Auftrag angenommen und können mich wirklich nicht mehr dazwischen schieben? Da kann man nichts machen! Ich hätte mich wohl schneller entscheiden müssen.”

Ist ihnen auch schon einmal die beste Alternativen vor der Nase davon gefahren? Das kann den Besten passieren.

Denn anders als es viele Entscheidungsmodelle gerne suggerieren, stehen nicht immer alle unsere Handlungsalternativen gleichzeitig zur Verfügung.

Wie treffen wir trotzdem gute Entscheidungen?

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Die Erfolgsgeschichte einer Verlegenheitslösung

Die Entwicklung der Sternstunde für Unternehmer

image “Was würden Sie uns denn zahlen, wenn Sie Ihren Vortrag bei uns halten?” Mit dieser Frage war ich 2005 konfrontiert, als ich einen meiner Vorträge in einer kleinen Gemeinde nahe Mainz platzieren wollte.

Der Fragesteller war Wirtschaftsförderer und aus seiner Sicht machte sie Sinn. Denn er hätte seine Unternehmer und Selbständigen in den Gemeindesaal einladen müssen und das Gebäude an dem Abend länger offen halten müssen. Zu seinen Aufgaben gehörte es, das örtliche Gewerbegebiet zu vermarkten, aber Vorträge für die örtliche Wirtschaft hatte er nicht in seinem Programm. Die Kosten sollte daher der Referent tragen.

Aller Anfang ist schwer

2005 hatte ich mich gerade vor einem Jahr selbständig gemacht und hatte weder diesen Blog noch Bücher veröffentlicht. Auch wenn ich für meine Vorträge kein Geld verlangte, waren sie schwer zu platzieren.

Ich war zu unbekannt und die Veranstalter konnten nicht kalkulieren, wie gut meine Veranstaltungen besucht sein würden. Tatsächlich waren sie immer proppenvoll mit einer einzigen Ausnahme.

Einmal hielt ich meinen Vortrag “Entscheiden ohne Reue” vor 3 Gründern im TGZ Karlsruhe. Der Veranstalter hatte lediglich einen Aushang gemacht. Das reicht in der Regel nicht, um Massen anzuziehen. 😮

Selbst mit meinen wachsenden guten Referenzen blieb es schwer, Vorträge halten zu dürfen. Ohne Buch und Blog war ich allerdings auf Vorträge angewiesen, um mich bekannt zu machen.

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