Geradeausdenken ist auch ganz gut
Mittwoch, Mai 9th, 2012Bei all der Querdenkerei ist es gut, wenn auch einer noch geradeaus denken kann
Kai-Jürgen Lietz


15 Entscheidungsfallen und wie man sie vermeidet
 
 

Mit Alltagsentscheidungen gewinnen
Bei all der Querdenkerei ist es gut, wenn auch einer noch geradeaus denken kann
Kai-Jürgen Lietz
In Deutschland gibt es rund 60.000 Coachs. Tendenz steigend. Es gibt Coachs für das Business, für die richtige Positionierung, für die Partnerschaft, für Glück im Leben, für Ziele, für Umsetzung, für Erfolg und sogar für Entscheidungen.
Angesichts dieser großen Zahl müsste man denken, dass Coaching ein einträgliches Geschäft ist. Allerdings kann nur eine schmale Elite von rund 2.000 wirklich von den Einnahmen leben.
Denn auch wenn die meisten Coachs gegenteiliges behaupten. Niemand von uns braucht einen Coach. Wir können alle unser Leben einfach weiter führen und darauf hoffen, dass sich mit etwas Glück unserer Business, unsere Partnerschaft, unser Glück und unser Erfolg eines Tages dramatisch zum Besseren wendet.
Nein, wir können auch ohne Coachs leben. Das ist nicht der Punkt. Stattdessen dürfen wir uns entscheiden. Machen wir so weiter mit den bereits bekannten Ergebnissen? Oder sind wir und unser Leben es uns wert, mehr daraus zu machen?
“Sie schreiben ja nur für Entscheider”, erklärte mir Maria. “Ich bin aber einfach nur ein normaler Mensch”.
Ich: Sie entscheiden also nicht?
Maria: Nein, jedenfalls nichts Weltbewegendes.
Ich: Ich verstehe. Was entscheiden Sie denn dann?
Maria: Na ja, das Übliche eben. Mit wem ich mich unterhalte, wohin ich in den Urlaub fahre, ob ich meinen Job wechseln soll. Welches Auto ich kaufe, usw.
Ich: Welche Bedeutung haben diese Entscheidungen für Sie?
Maria: Mir sind sie wichtig.
Ich: Sie treffen also Entscheidungen, die wichtig für Sie sind?
Maria (kämpft, ein Grinsen zu unterdrücken): Ja! Das habe ich gesagt.
Ich: Und sie halten sich nicht für eine Entscheiderin?
Maria: Na gut! Überzeugt! Aber trotzdem interessiert die meisten Leute nicht, was ich entscheide.
Ich: Warum sollte es wichtig sein, ob andere Leute sich für Ihre Entscheidungen interessieren?
Maria:
Jeder Mensch ist ein Entscheider. Es ist völlig egal, was wir entscheiden. Uns ist es wichtig.
Kein Wunder! Schließlich geben unsere Entscheidungen unserem Handeln eine Richtung. Für uns persönlich gibt es nichts Wichtigeres als unsere Entscheidungen.
Auch wenn ich hier im Blog immer von Entscheidern spreche, meine ich doch immer Menschen wie du und ich.
Manche dieser Menschen haben Unternehmen, andere nicht.
Was spielt das für eine Rolle?
Lesen Sie, wie mich mein neuer Vortrag an den Rand des Erträglichen gebracht hat.
Die letzten Tage waren hektisch. Denn die Premiere meines neuen Vortrags stand bevor. Die IHK Offenbach hatte sein Mittelstandsforum zur Sternstunde für Unternehmer eingeladen.
Das wäre nichts besonderes gewesen. Denn Sternstunden geben wir ständig. Ich hatte mich aber zum neuen Jahr aus dem Fenster gelehnt und einen neuen Vortrag angekündigt.
Mir blieb auch wenig anderes übrig. Denn es gibt Veranstalter, die mich und meine Vorträge mögen. Sie laden mich jedes Jahr wieder ein. Da kann ich schlecht das Gleiche wie beim letzten Mal erzählen.
Mein Thema ist allerdings so weitläufig, dass ich bestimmt niemals in Verlegenheit geraten werde. Die Versionen meiner Vorträge ab 30 Minuten aufwärts sind daher auch nie ein Problem.
In unserer Sternstunde für Unternehmer treten immer sechs Referenten á 10 Minuten auf. Das ist für die Referenten und die Zuschauer sehr intensiv. Die Sternstunde ist gefragt. Wir tingeln daher mit unseren Vorträgen durchs ganze Rhein-Main-Gebiet und feiern demnächst die 69. Sternstunde für Unternehmer.
Die 10-Minuten Version des Vortrags ist allerdings eine besondere Herausforderung.
Es gibt Referenten, die versucht haben, einfach schneller zu sprechen. Aber Speedy Gonzales mit der Stimme von Mickey Mouse hinterlässt eher gemischte Gefühle.
Mit Google Search Stories kann man in Minuten ein tolles Video über seine Suche nach der Wahrheit erstellen. ![]()