Archive for the 'Meine Meinung' Category

Rezension – Touchpoints: Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute

Montag, April 16th, 2012

Als 1999 die Amerikaner Rick Levine, Christopher Locke, David Weinberger und Doc Searls das Cluetrain-Manifesto  veröffentlichten, begann die Reformation des Internets. »Markets are Conversations« war jetzt das neue Credo der Marketingexperten.

Bis dahin hatte Corporate Amerika hunderte von Millionen Dollar in seine Internetauftritte investiert, ohne eine echtes Publikum zu finden. All die tollen Hochglanzwebseiten waren gnadenlos gescheitert. Denn bis dahin hatten nur wenige verstanden, dass Kommunikation keine Einbahnstraße ist. Das Internet war keine Litfaßsäule, sondern bot zahlreiche Begegnungsstätten – Touchpoints – mit dem Kunden.

Jahre später hat sich das Bild gewandelt. Das Internet hat technologisch nachgelegt. Heute sind wir alle vernetzt und Teil des Web 2.0. Viele Unternehmen haben auf diese Veränderungen noch nicht die richtigen Antworten gefunden.

Ganz nah am Kunden

Mit Ihrem Buch »Touchpoints: Auf Touchfühlung mit dem Kunden von heute« legt Anne M. Schüller jetzt eine umfassende Anleitung vor, wie Unternehmen endlich profitabel mit der neuen Herausforderung umgehen können.

Eine Leisetreterin ist Frau Schüller nicht. Sie legt die Finger in zahlreiche Wunden. So spricht sie oft von »selbstzentrierten Chefs« und »den Herren in der Teppichetage«.

Aber »if you can’t stand the heat, get out of the kitchen«, sagt ein englisches Sprichwort. Gestandene Chefs sollten das aushalten können.

Tiefe Einblicke

Im Gegenzug erklärt die »Expertin für kundenfokussiertes Management« die schöne neue Onlinewelt. Gerade wer sich noch nicht so intensiv mit sozialen Netzwerken und ihren Auswirkungen auf den Unternehmensalltag beschäftigt hat, bekommt einen guten Einblick in die Mechanismen und die Dynamik dahinter.

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Niemand braucht einen Coach

Mittwoch, April 11th, 2012

imageIn Deutschland gibt es rund 60.000 Coachs. Tendenz stei­gend. Es gibt Coachs für das Business, für die richtige Posi­tio­nie­rung, für die Partner­schaft, für Glück im Leben, für Zie­le, für Umsetzung, für Erfolg und sogar für Entscheidungen. ;-)

Angesichts dieser großen Zahl müsste man denken, dass Coaching ein einträgliches Geschäft ist. Allerdings kann nur eine schmale Elite von rund 2.000 wirklich von den Einnahmen leben.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Denn auch wenn die meisten Coachs gegenteiliges behaupten. Niemand von uns braucht einen Coach. Wir können alle unser Leben einfach weiter führen und darauf hoffen, dass sich mit etwas Glück unserer Business, unsere Partnerschaft, unser Glück und unser Erfolg eines Tages dramatisch zum Besseren wendet.

Eine Entscheidung

Nein, wir können auch ohne Coachs leben. Das ist nicht der Punkt. Stattdessen dürfen wir uns entscheiden. Machen wir so weiter mit den bereits bekannten Ergebnissen? Oder sind wir und unser Leben es uns wert, mehr daraus zu machen?

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Zeig’s der Kanzlerin – Keine Alternativlosigkeit

Montag, Februar 13th, 2012

Fünf vor Zwölf GestaltungsspielraumAchtung! Verlosung! Gewinnen Sie mit Ihren Vorschlägen eine Entscheider-Bibel oder ein Entscheider-Buch.

Ein Land steht am Abgrund und ein Volk leidet. Die griechische Schuldenmisere ist gleichzeitig auch eine humanitäre Katastro­phe.

Ganze Familien hungern, Rent­ner werden obdachlos, junge Men­schen finden keine Arbeit. Eine ganze Gesellschaft befindet sich im Ausnahmezustand.

Dabei sind die meisten der beschlossenen Sparmaßnahmen des griechischen Haushalts nicht einmal umgesetzt. Denn die Beamtenschaft verweigert sich ihrem Dienstherrn.

Können wir eine solche Not mitten in der Währungsunion zulassen? Das ist eine Frage, mit der sich die Parteien im Bundestag auseinander setzen müssen.

Labile Wirtschaft

Neben der humanitären Katastrophe eines Landes beschäftigt uns im Tandem damit die wirtschaftliche Dimension dieser Frage. Denn das Geld, das der Griechische Staat derzeit ausgibt, nimmt er nicht ein. Stattdessen hat er es sich von vielen privaten Banken geliehen.

Wie bei der Lehmann-Brothers Pleite kann niemand abschätzen, welche Banken dem Griechischen Staat folgen müssten, erklärte er seinen Bankrott.

Denn angeblich würde ein Griechenlandbankrott viele weitere Euro-Südländer in Schwierigkeiten bringen. Pessimisten fürchten ein Do­minoszenario. Eine weitere weltweite Finanzkrise droht.

Die entscheidende Frage

Der Griechische Staat braucht Geld, um seine Bürger zu alimentieren. Sollen wir es ihm geben? Das ist die Entscheidungssituation.

Entscheidungen geben unserem Handeln eine Richtung. So wie es derzeit aussieht, bekommt der Griechische Staat weiterhin Milliarden “geliehen”, um jedes Mal aufs Neue ein paar Monate länger durchhal­ten zu können.

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Menschen wie Du und Ich

Dienstag, Februar 7th, 2012

image“Sie schreiben ja nur für Entscheider”, erklärte mir Maria. “Ich bin aber einfach nur ein normaler Mensch”.

Ich: Sie entscheiden also nicht?

Maria: Nein, jedenfalls nichts Weltbe­wegendes.

Ich: Ich verstehe. Was entscheiden Sie denn dann?

Maria: Na ja, das Übliche eben. Mit wem ich mich unterhalte, wohin ich in den Urlaub fahre, ob  ich meinen Job wechseln soll. Welches Auto ich kaufe, usw.

Ich: Welche Bedeutung haben diese Entscheidungen für Sie?

Maria: Mir sind sie wichtig.

Ich: Sie treffen also Entscheidungen, die wichtig für Sie sind?

Maria (kämpft, ein Grinsen zu unterdrücken): Ja! Das habe ich gesagt.

Ich: Und sie halten sich nicht für eine Entscheiderin?

Maria: Na gut! Überzeugt! Aber trotzdem interessiert die meisten Leute nicht, was ich entscheide.

Ich: Warum sollte es wichtig sein, ob andere Leute sich für Ihre Entscheidungen interessieren?

Maria: :-)

Jeder Mensch ist ein Entscheider. Es ist völlig egal, was wir entscheiden. Uns ist es wichtig.

Kein Wunder! Schließlich geben unsere Entscheidungen unserem Handeln eine Richtung. Für uns persönlich gibt es nichts Wichtigeres als unsere Entscheidungen.

Auch wenn ich hier im Blog immer von Entscheidern spreche, meine ich doch immer Menschen wie du und ich.

Manche dieser Menschen haben Unternehmen, andere nicht.

Was spielt das für eine Rolle?

Geistreiche Weihnachten

Dienstag, Dezember 20th, 2011

Bei den Aufnahmen meines Weihnachtsgrußes kam ungelegener Besuch. Die Kamera lief weiter …


 
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