clip_image001Wahrscheinlich lesen Sie derzeit viel über den Euro und sein mögliches Schicksal. Manche se­hen das Ganze eher ökonomisch, an­dere eher politisch.

Große Währungsräume werden immer Probleme haben. Das wusste man auch schon lange vor der Einführung des Euro. So gibt es ja auch in den USA große regionale Unterschiede in der Wirtschaftskraft.

Als wir noch die D-Mark hatten und die Griechen ihre Drachme, haben sich die Unterschiede zwischen den beiden Ländern in ihrem Wäh­rungsverhältnis niedergeschlagen. Um es auf den Punkt zu bringen, Urlaub in Griechenland war billig, weil der Wechselkurs günstig war.

Die schützende Hand

Unter dem Schutz des flexiblen Wechselkurses blieben Arbeitsplätze erhalten, selbst wenn ihre Produktivität mit der unseren nicht mithal­ten konnte.

Der Verschuldung des Griechischen Staates waren natürliche Gren­zen gesetzt. Da die Drachme ein Zuviel an Geldschöpfung mit einem Absturz quittierte und die Zinsen unbezahlbar wurden. Das Gleiche galt für alle anderen Euro­länder.

Die geballte Faust

Die Amerikaner hatten schon früh ihren gesamten Wirtschaftsraum mit einer gemeinsamen Währung verbunden. Wenn also Kalifornien eine höhere Produktivität hatte als z.B. Montana musste die Wirt­schaft einen anderen Weg nutzen, um diese Ungleichgewichte zu stemmen.

Die Lösung: alle nicht konkurrenzfähigen Arbeitsplätze in Montana gin­gen verloren. Für uns klingt das nicht nach einer Lösung, sondern nach einem Desaster. Denn Arbeitslose sind ja auch eine Art von Un­gleichgewicht.

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image Es ist eine alte Geschichte, die mir immer wieder begegnet. Die meisten Trainer und Refe­renten haben tatsächlich ir­gendwann einmal in ihrer Kar­riere ein Stimmtraining bei ei­nem Gesangslehrer, Schau­spiel­trainer oder sogar einem Stimm­trainer gemacht.

Ich habe das selbst auch gemacht und halte es für eine der besten Investitionen in Coaching, die ein Trainer, Coach oder Redner machen kann.

Wissen allein ist wertlos

Doch so ein einmaliges Stimmtraining bringt natürlich genauso viel, wie der einmalige Besuch eines Fitnessstudios. Das Wissen, wie man Muskeln aufbaut, verändert an dem Muskel nichts. Es reicht auch nicht, warme Gedenken zu denken, um unsere Muskeln aufzuwärmen. 😮

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Farbdruck ist teuer. Daher kommen die meis­ten Fachbücher im schmucklosen schwarz­weiß daher. Es kommt ja schließlich auf den Inhalt an, könnte man meinen.

Bei einem Buch über besseres Präsentieren sind da vielleicht Zweifel angesagt. Daher sind die Bücher von Nancy Duarte, die unter an­derem Al Gore mit seiner Nobelpreis ab­räumenden Präsentation versorgt hat auf hoch­wertigem Papier in Farbe gedruckt.

Zeit für Begeisterung

Für »resonate« hat sich Duarte offensichtlich viel Zeit genommen. Denn das Buch überzeugt in vielen Details.

Ist die Optik schon überragend, so muss ich zugeben, dass der Inhalt eine echte Offenbarung ist. Ich kenne bisher kein Buch, das sich so kompetent mit der Inszenierung einer Präsentation beschäftigt.

Inhalte präsentieren – das können wir Dank PowerPoint heute alle. Doch wer kann von sich schon behaupten, dass er das Publikum an seinen Lippen kleben hat?

Wer »resonate« liest, könnte solche Momente in Zukunft häufiger er­leben.

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image Haben Sie schon einmal etwas aufgeschoben? Natürlich haben Sie das! Jeder tut es und keiner spricht gerne darüber.

Der oft gebrauchte Begriff »Aufschieberitis« im Deutschen klingt wie eine Krankheit und das soll es wohl auch.

Unsere englischen Nachbarn verbrämen es mit Latein. Bei Ihnen heißt es »procrastination«, was im wesentlichen »auf morgen verschieben« heißt von »pro« = für und »crastinus« = morgen.

Egal wie wir es nennen, im Ergebnis gehen wir unsere Aufgaben nicht gleich an, sondern warten damit, bis wir gar nicht anders können.

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Weihnachtsmütze

Heute strahlen wieder Kinder­augen. Denn während der War­terei auf Weihnachten hat die Tradition einen letzten Tankstel­len-Stop gesetzt: Nikolaus.

In meiner Kindheit, habe ich den Nikolausmorgen immer etwas schemenhaft wahrgenommen. Denn er war davon geprägt, dass ich Geschenke bekam, bevor ich überhaupt richtig wach wurde.

So hatte ich immer das Gefühl, sie im Traum zu bekommen. Wider Erwarten waren sie allerdings noch da, nachdem ich dann richtig wach war. Was für ein Wunder! 😮

Wunder können wir selbst vollbringen

Das Wunder haben damals meine Eltern vollbracht. Heute sind wir es, die kleine Wunder vollbringen können. Allerdings ist die Aufgabe nicht ganz trivial. Sonst wären es ja auch keine Wunder! Denn an Nikolaus geht es ja um Kleinigkeiten, die trotzdem die Augen der Be­schenkten zum Leuchten bringen.

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Reden und Präsentieren ist überlebenswichtig für jeden Selbstän­di­gen.

Das Publikum ist verwöhnt und möchte unterhalten werden. Mittelmäßige Redner haben heute keine Chance mehr. Die Vorstellung, dass man einfach auftritt, um ein wenig Wissen mit der Werbung für sein Unternehmen zu verknüpfen ist naiv. Denn welches Publikum möchte seine Zeit schon dafür opfern?

Wer präsentiert muss daher zwangsläufig so gut sein, dass er Geld dafür verlangen könnte. Letztlich geschieht das ja auch über die Auf­träge, die aus den Auftritten mittelfristig entstehen.

Würfeln reicht nicht

Einfach eine PowerPoint-Präsentation zusammengewürfelt und mit et­was Mut vor das Publikum gestellt reicht daher heute nicht aus. Wer Erfolg haben will, muss sich professionell vorbereiten.

Die Trainerin Anita Hermann-Ruess hat genau für diesen Zweck ein phantastisches Buch veröffentlicht. »Wirkungsvoll präsentieren – Das Buch voller Ideen

Überzeugend

Der Titel ist Programm. Frau Hermann-Ruess Buch basiert auf den ak­tuellen Erkenntnissen der Gehirnforschung. So wissen wir, dass in unserem Publikum Menschen mit unterschiedlichem Kommunikationsstil sitzen können.

  1. Logisch (blaue Typen)
    Kurz, knapp, präzise, logisch, faktenbasiert, technische Details
  2. Strukturiert (grüne Typen)
    vorsichtig, absichernd, sparsam, achtet auf Formalitäten, Details sind sehr wichtig
  3. Gefühlvoll (rote Typen)
    Einfühlsam, empfänglich für Geschichten, will emotional bewegt werden
  4. Experimentell (gelbe Typen)
    Phantasievoll, assoziativ, kreativ, spielerisch, Überblick – wenige Details

Jeder  dieser Typen hat eigene Anforderungen an die Präsentation. Daher kann eine Veranstaltung vor Marketing-Verantwortlichen (gelbe Typen) ein großer Erfolg sein, während die gleiche Präsentation vor Geschäftsführern (tendenziell blaue Typen) in die Hose geht.

Gehirngerecht

Frau Hermann-Ruess beherzigt die eigenen Lehren und so ist ihr Buch selbst ein Beispiel dafür, wie man sein Publikum gehirngerecht abholt. Ich jedenfalls konnte es kaum aus der Hand legen. Allerdings muss man es nicht von Deckel zu Deckel durchlesen.

Denn »Wirkungsvoll Präsentieren« ist das was der Untertitel schon aussagt, ein Buch voller Ideen. Sind wir beispielsweise auf der Suche nach wirkungsvollen Formulierungen werden wir darin genauso fündig, wie auch nach der Vorgehensweise, wie wir unsere Präsentation sinn­vollerweise aufbauen.

Denn das Buch ist im Grunde genommen eine Sammlung der  häufig­sten Probleme und Lösungen dazu, mit denen wir uns als Redner und Präsentatoren konfrontiert sehen.

Jedes Kapitel nimmt sich eines dieser Probleme an und zeigt in zahlreichen konkreten Beispielen, wie wir es in Hinblick auf die unter­schiedlichen Kommunikationstypen lösen können.

Problemorientiert

Die zwanzig häufigsten Probleme, der sich die Autorin angenommen hat sind:

  1. Einstieg in eine Präsentation
  2. Inszenierung der Kernbotschaften
  3. Lösungen wertvoll verkaufen
  4. Abschlusstechniken
  5. Überzeugungsmittel für jeden Denkstil
  6. Inhalte klare und präzise gliedern
  7. Rhetorische Wirkfiguren
  8. Das treffende Wort für jeden Denkstil
  9. Welchen limbischen Denkstil hat der Präsentator?
  10. Wie können wir empathisch in unserer Präsentation sein?
  11. Wie erreiche ich alle Teilnehmer? Multilevel Präsentation
  12. Visualisierungen für jeden Denkstil
  13. Alternativen zu PowerPoint
  14. Mit Lampenfieber umgehen
  15. Körpersprache richtig einsetzen
  16. Wirkungsvolle Gesten
  17. Mit der Stimme arbeiten
  18. Wertschätzend mit den Beiträgen und Einwänden des Publikums umgehen.
  19. Sympathische Durchsetzungsstrategien
  20. Nachbereitung und persönlicher Trainingsplan

Empfehlenswert

Natürlich ist nicht alles neu, was wir auf ca. 450 Seiten lesen. Aber mir hat die praktische Herangehensweise der Autorin gefallen. Wir können uns zwar systematisch einlesen, aber wir finden auch schnelle, praktische Hilfe im Stress vor einer Präsentation.

Wer sein Publikum heute professionell gewinnen und überzeugen will, sollte dieses Buch in sein Bücherregal aufnehmen.

Profis finden in »Wirkungsvoll präsentieren« viele gute Anregungen, um noch besser zu werden. Wer dagegen gerade anfängt, kann viele peinliche Momente vor einem unbarmherzigen Publikum vermeiden.

Wie wichtig das ist, kann jeder für sich selbst entscheiden.

Immer wieder bieten mir Verlage Bücher zur Rezension an. Da ich ein leidenschaftlicher Leser bin, mache ich das auch gerne. Bücher, die mir nicht gefallen rezensiere ich allerdings auch nicht. Daher schreibe ich im Entscheiderblog nur über Bücher, die es auch wert sind.

image Die meisten von uns sehen gerne Filme, lesen spannende Bücher und auch dem Theater sind wir nicht abgeneigt.

Vielleicht wird der eine oder andere sich dabei schon gesagt haben: »Ich hätte auch gerne ein spannendes Leben« oder »so etwas würde ich auch gerne erleben.«

Doch wenn wir tatsächlich Mittelpunkt einer unglücklichen Liebe oder gar einer Tragödie sind, wissen wir es nicht mehr zu schätzen. Denn natürlich soll unsere Geschichte ausschließlich positiv sein.

Eine Geschichte

Aber wie unterhaltend ist die folgende Geschichte? Unser Held X tritt ins Arbeitsleben ein, ist fleißig, intelligent und fehlerlos. Daher arbei­tet er sich jedes Jahr Stück für Stück die Karriereleiter hoch. Zuhause gibt es den perfekten Partner und das perfekte Familienleben.

Geht es Ihnen wie mir? Diesen Film muss ich unbedingt sehen! 😮 Zumindest, wenn ich mal nachts nicht einschlafen kann. Diese Ge­schichte taugt allenfalls, um unseren Helden einzuführen.

Mit Helden und Kontrast

Jeder Regisseur, der etwas auf sich hält, würde diese Idylle so schnell wie möglich und so gründlich wie möglich zerstören. Denn gute Ge­schichten leben vom Kontrast.

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image Heinz Mielke* hat vor kurzem seinen vierten Anlauf zum Un­ternehmer abgebrochen. Er ar­beitet jetzt wieder als Diplom-Ingenieur in einem großen Un­ternehmen.

Glücklich ist er damit nicht. Denn ähnliche Stellen hatte er zuvor auch zu­gunsten seiner Grün­dungen ohne Reue aufgege­ben.

Kein Ziel – kein Selbstwertgefühl

»Aber was soll ich tun? Ich weiß doch gar nicht, was ich will und kann mich nicht so motivieren, wie es für einen Start-Up wichtig wäre.«

Mielkes Selbstbewusstsein ist am Boden. Er traut sich nichts mehr zu. Kun­denbesuche verkamen zur Bettelei um einen Auftrag. Augenhöhe ist etwas für die Erfolgreichen, die wissen, wie es geht.

Sein Problem: Während viele andere sich keine großen Gedanken da­rum machen, ob ihr Weg sie in eine sinnvolle Richtung führt, kreisen sei­ne Gedanken ständig darum. Sie lähmen ihn und sorgen dafür, dass er einen Misserfolg nach dem anderen erlebt.

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