Auf Dich kommt es an.

kleiner MannEin Blick in die Nachrichten ge­nügt. Was da alles in der Welt passiert bringt uns oft nur zum Kopfschütteln. Es ist wahr. Wir haben wenig Einfluss darauf.

Manche von uns ziehen es da­her vor, auf Ereignisse zu rea­gieren, anstatt sie zu ge­stal­ten.

Das mag für Vieles, was wir in den Nachrichten sehen so sein. Allerdings sehen wir dabei auch immer nur einen Ausschnitt der Reali­tät.

Die Realität der Medien

Medien müssen sich verkaufen. Daher konzentrieren sie sich oft auf das Negative. Denn das weckt unsere Neugierde. Es bewegt uns. Jüngstes Beispiel: Die EHEC-Infektion. Wer möchte nicht wissen, woher sie kommt und ob wir uns Sorgen machten sollten? Dabei essen gleichzeitig Millionen Menschen Salat und infizieren sich nicht.

Wir glauben daher, dass wir keinen großen Einfluss auf unsere Welt haben. Doch diese Einschätzung ist pauschal und falsch. Es stimmt, wir haben keinen Einfluss auf die Ereignisse in Afghanistan oder Fuku­shima und auch nicht auf die Infektionen in Norddeutschland.

Unsere Realität

Wir haben allerdings großen Einfluss auf unser Leben. Das können wir gestalten und wir können das Bestmögliche daraus machen. Men­schen, die das erfolgreich tun, beschäftigten sich für gewöhnlich eher sporadisch mit Nachrichten. Denn ihre Welt ist die, die sie erleben.

Konzentrieren wir uns auf uns selbst, merken wir deutlich, welche Ge­staltungskraft in uns steckt. Dabei geht es nicht um Kontrolle. Wir können nicht kontrollieren, ob ein Kunde pleite geht oder unserem Chef eine Laus über die Leber läuft.

Allerdings können wir bestimmen, wie wir darauf reagieren. Sehen wir uns als ein Opfer der Umstände, dann sorgen wir uns über die Zu­kunft oder ärgern uns vielleicht.

Mit halbem Einsatz

Wenn wir glauben, es kommt nicht darauf an, was wir machen, dann werden wir uns auch nur halbherzig für unsere Ziele und Inte­ressen einsetzen. So behalten wir am Ende Recht und sind Opfer. Allerdings nicht Opfer der Ereignisse sondern Opfer unserer Überzeugung.

Sehen wir uns dagegen als Gestalter, die wir sind. Dann akzeptieren wir die Fakten und bauschen sie nicht durch unsere negative Interpre­tation noch künstlich auf. Wir brauchen auch keine Nachrichten, die uns in hunderten von Variation immer wieder dieselben Geschichten erzählen.

Mit vollem Einsatz

Wir sollten stattdessen immer davon ausgehen, dass es auf unseren eigenen Einsatz ankommt. Unsere kleine Welt ist alles, was wirklich zählt und wir bestimmen was in ihr passiert. Wenn es auf uns an­kommt, dann lohnt es sich auch, 100% zu geben.

Je erfolgreicher wir unsere dann eigene kleine Welt gestalten, desto größer wird sie. Ein Selbständiger mag nur sein Umfeld gestalten. Hat er dagegen ein kleines Unternehmen mit 20 Mitarbeitern aufgebaut, wächst auch seine Gestaltungsmacht.

Gerechte Welt

Ein spannender Mechanismus: Menschen, die davon überzeugt sind, dass es auf ihren Einsatz ankommt, bekommen über die Zeit immer mehr Gestaltungsmacht. Und das ergibt auch einen Sinn. Denn alle anderen wüssten damit ja nichts anzufangen. 🙂

1 Antwort
  1. Ralf Hiltmann
    Ralf Hiltmann says:

    Lieber Kai, wie wahr, wie wahr 🙂

    Es gibt da dieses nette kleine Wortspiel, bei dem lediglich ein Buchstabe vertauscht werden muss, und aus REAKTION wird KREATION. So werden wir durch eine Veränderung unserer Perspektive, unseres Standpunktes, vom Opfer (dem die Dinge zuzustoßen scheinen) zum Schöpfer, der sein Leben – im Rahmen seiner Möglichkeiten (die zunehmend wachsen werden) – selbstbestimmt im Einklang mit seinen tiefsten Werten gestaltet.

    Und mit jedem noch so kleinen Steinchen, das wir in den großen Teich des Lebens werfen, dehnen sich die Kreise (unser Einfluß) immer weiter aus: Ausdruck der wechselwirkenden Beziehung aller Menschen, Dinge, Ereignisse im Leben – was wir tun (oder lassen), beeinflußt alles andere; was wir geben (oder zurückhalten), kommt zu uns zurück – oftmals mit Zins und Zinseszins 🙂

    Schöne Grüße, Ralf

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