Entscheidungen lügen nicht

schwindeln»Der Partner ist der richtige. Nur die Umstände sind es nicht!«

Vor zwei Jahren hatten sich Markus und sein bester Freund Hannes mit einer innovativen Geschäftsidee selbständig gemacht. Doch während Markus gleich gekündigt hatte, ging es bei Hannes nicht ganz so schnell. Erst musste ein passender Nachfolger für ihn gefunden werden. Dann wollte er noch ein wichtiges Projekt für seinen Chef zu Ende bringen und dann war da noch der Wasserschaden im Hannes Haus. Jetzt braucht er sein festes Gehalt, um die Renovierungskosten zu bezahlen.

Markus arbeitet also ganz allein an dem gemeinsamen Geschäft. Hannes gibt nur »gute Ratschläge«, das war es auch schon. Inzwischen hat das kleine Unternehmen Aufträge und die Mitarbeit des Partners ist dringend erforderlich.

Ich: »Wie denken Sie über Ihren Partner?«

Markus: »Sie meinen, ob ich mir nicht den falschen Partner ausgesucht haben?«

Ich: »Das ist doch die Frage, die Sie sich selbst stellen, oder?«

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Genius und Geniestreich

Elisbeth Gilbert: Ein neuer Weg, wie wir Kreativität verstehen könnten.

Geht Ihnen das auch manchmal so? Sie schauen sich eine Ihrer früheren Arbeiten an und sind überrascht, wie gut Sie damals waren. Vielleicht fragen Sie sich sogar: Habe ich das wirklich selbst gemacht?

Mir geht es häufig so, wenn ich eines meiner Bücher aufschlage, einen alten Blogbeitrag lese oder ein Video meiner Vorträge sehe.

Der nächste Gedanke ist entscheidend. Einige von uns denken dann: »Ja, das war ich!« Viele andere dagegen machen vielleicht günstige Umstände dafür verantwortlich. »Ich habe Glück gehabt!«

Die Selbstwertfrage

Laut Martin Seligman, dem Begründer der positiven Psychologie, dürfen wir uns mit letzterer Einstellung den Pessimisten zuordnen. Das mag stimmen, allerdings ist es sicherlich auch eine Frage des  Selbstwerts.

Ich frage mich beispielsweise manchmal, ob ich noch einmal etwas so Gutes schreiben werde. Rational gesehen ist das lächerlich. Denn aufgrund von Übung und Erfahrung werden wir zwangsläufig immer besser.

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Die Erfahrung

Aufgeben weißer König Seit Jahren kennt Robert nichts anderes als lange Arbeitstage. Doch sein Unternehmen kommt nicht vom Fleck. Die Konkurrenz ist hart und der Durchbruch ist nicht näher als letztes Jahr.

Robert: »Soll ich aufgeben?«

Ich überlegte einen Moment. Denn auf diese Frage gibt es von meiner Seite keine gute Antwort. Stattdessen frage ich ihn: »Was wollen Sie denn mit dem Aufgeben erreichen?«

Robert: »Ich will der Sinnlosigkeit ein Ende bereiten. Es gibt andere, die es besser machen als ich. Warum sollte ich mich weiter abmühen?«

Ich: »Sagen Sie es mir«

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