Einzigartigkeit ist ein Argument, dass nicht immer überzeugen mag. Der Aufwand ist hoch. Sonst würde es jeder machen und eine steile Lernkurve schreckt (hoffentlich andere) ab. Letztere steht allerdings auch der eigenen Einzigartigkeit im Weg.

Bevor Sie weiterlesen: Sie werden in diesem kurzen Artikel gute Fragen zu einer Investition in Einzigartigkeit finden. Aber eine generelle Antwort finden Sie nicht. Stattdessen schreibe ich über eine Erfahrung, die bei weitem noch nicht abgeschlossen ist.

Als meine Frau und ich im Sommerurlaub mein #Storytellity-Projekt entwickelten, ging es erst nur um den Inhalt.

#Storytellity beinhaltet 30 kleine Tipps, wie jeder seine Geschichten lebendig werden lässt. Bezüglich der Präsentation steht in der Projektskizze nur „einheitliche Bildsprache“. Die Inhalte waren schnell geschrieben. Als Fachbuchautor geht das schnell. Die Sache mit der Bildsprache dauerte dann schon länger. Sollte ich meine Fotos von Statuen nehmen? Oder Einfach schöne Blumenbilder? Statuen vielleicht, aber Blumen? Nein, keine Chance! Der Termin für den Start von #Storytellity rückte näher und Ideen blieben erst einmal aus. In meiner Projektskizze steht dazu: »Die Bilder verkaufen den Inhalt. Kompetenz allein hat heute nicht mehr den Stellenwert, wie vor einigen Jahren.«

Eines morgens hatte ich die Lösung: „Wie wäre es, wenn ich jeweils eine bekannte Geschichte in Form eines Fotos eines Papier-Dioramas erzähle?“

Meine Frau und ich hatten vor einiger Zeit eine Ausstellung über Dioramen in Frankfurt besucht, damit ich lernen konnte, wie so etwas funktioniert. Die Eintrittskarte dafür hängt bei uns noch immer am Kühlschrank. Sie war meine Inspiration.

Mein Hauptargument für den von mir leider stark unterschätzten Aufwand: Einzigartigkeit. So etwas gibt es bisher noch nicht.

Erster Versuch einer Skyline Kulisse

Test meiner ersten Papier-Kulisse er Hochhaus-Skyline mit Playmobil Männchen als Requisite für die Requisite

Mein erstes Diorama war eine Hochhaus-Skyline und mehr oder weniger ein „proof of concept“. Ja, es funktioniert. Doch der Aufwand ist hoch. Wie bei allem Neuen ist die Lernkurve ziemlich steil und die Ergebnisse machen mich nicht unbedingt stolz. Malen ist das eine, aber ich muss zusätzlich mit dem Bastelmesser oder besser mit dem Skalpell zeichnen.

Aber ich lerne. Anstatt einfach einzelne Kulissen anzufertigen, die später irgendwie zusammenpassen sollen, skizziere ich inzwischen mein Bild vorab und überlege, welche Kulissen ich aus dem Bestand nutzen kann und was ich noch anfertigen muss.

Positiver Nebeneffekt: Die Bilder sind weniger voll. Dioramen leben zwar von unterschiedlichen Bildebenen, aber eine vollgestellte Kulisse ist in erster Linie nur vollgestellt.

Bild, wie Hänsel und Gretel nach überstandenem Märchen den Wald verlassen

Meine erstes Produktivszenario. Der Märchenwald von Hänsel und Gretel

Ein gutes Beispiel dafür ist mein erstes Produktivszenario. Der Wald, aus dem Hänsel und Gretel nach bestandenem Abenteuer zurückkehren, mag in der Natur unendlich viele Bildebenen haben. Aber für meine Bildgeschichte reichten die wesentlichen Elemente.

Inzwischen würde ich die jeweiligen Dioramen anders anordnen und schlanker ausstatten. Trotzdem habe ich die ersten Szenarien nicht neu inszeniert. Ich lasse meine Leser an meinem Lernprozess teilnehmen. Das ist untypisch für mich. Die meiste Zeit in meinem Leben wollte ich immer perfekt sein. Doch Perfektion macht selten sympathisch. Teure Fehler wie diesen, muss ich nicht mehr als hundert Mal wiederholen. 😉

Außerdem würde ich andernfalls Angesichts meines immer noch intensiven Lernprozesses jeden Tag wieder neu anfangen müssen.

Als Hobbyfotograf liebe ich es, neue Sichtachsen zu entdecken. Im normalen Leben kann es allerdings gut sein, dass ein Strommast im Weg steht oder ein hässliches Auto. Dioramen sind dagegen Miniaturwelten und ich kann mir meine Sichtachsen so anlegen, wie ich das möchte. Was im Weg steht, muss weichen.

Dracula und eine junge blonde Frau vor dem Hintergrund einer Skyline

Optischen Täuschung. Dracula und die Frau “stehen” nicht auf der Terrasse.

Seit heute habe ich auch noch die Welt der optischen Täuschung für mich entdeckt. Das Auge sieht, was es gewohnt ist und nicht unbedingt die Realität. Auf diese Weise lassen sich dramatische Bilder schaffen.

Blick von oben auf die Kulissen. Mit Abstandshaltern und angeordneten Bildebenen ensteht der Eindruck einer "echten" Welt.

Blick von oben auf die Kulissen. Kamerawinkel und die richtige Anordnung der Bildebenen schafft die Illusion einer kleinen Welt.

Es bleibt also spannend!

Fragt sich nur: Lohnt sich das Ganze? Für eine einmalige Aktionen in den sozialen Medien ist der Aufwand viel zu hoch. Allerdings bin ich ja inzwischen so etwas wie der König des methodischen Geschichtenerzählens. Meine Papier-Kulissen sind daher Investitionen in die Zukunft. Egal welche Geschichte, ich werde sie in Zukunft mit meinen Kulissen erzählen können. 😮

Mit ihrer Hilfe kann ich PowerPoints und andere Präsentationsmittel schaffen, die niemand anders in der Branche hat oder haben wird. Was anfangs noch dilettantisch ist, wird schon bald auch den Ansprüchen eines professionellen Publikums genügen. Der Lernkurve sei Dank!

Mit anderen Worten: Ja, aus meiner Sicht lohnt sich der Aufwand. Denn in einer Welt, in der jeder vieles gut kann, ist Einzigartigkeit eine nachhaltige Währung.

Nachwort

Wer neue Herausforderungen annimmt, sollte vielleicht vorher jemanden fragen, der sich damit auskennt. Auf diese Idee bin ich natürlich erst einmal nicht gekommen. Umso erfreulicher gestaltete sich der Kontakt mit Bettina Schöbitz, die mit ihrem Visutrainment-Ansatz Mal-Analphabeten zu Flipchart-Akrobaten ausbildet.

Ihr Geheimnis: Weglassen! Details werden überschätzt. Sie hat mich mit viel Geduld zu hochwertigen Farben und Materialien überredet. Und auch damit hat sie recht. Alles geht einfacher, wenn das Material nicht im Weg steht. 

Wenn ich mir mein derzeitiges Leben ansehe, gefällt mir Manches und Vieles nicht. Schaue ich in eines meiner Bücher, lese ich da den Satz: “Deine Situation ist das Ergebnis all Deiner früheren Entscheidungen”. Dem kann ich schlecht widersprechen. Ein glattrasierter dürrer Mittfünfziger mit hochrotem Kopf während meines letzten Vortrags war da besser. “Für Dein Blut hast Du Dich nicht entschieden!” Beeindruckt von seiner Fähigkeit, pointierte Aussagen zum dramatisch interessantesten Moment loszulassen, schaute ich ihn fragend an. Überflüssig zu sagen, dass sich eine kaum auszuhaltende Spannung unter den anderen etwa 150 Managern im Raum entwickelte.

“Deine Familie kannst Du Dir nicht aussuchen. Du gehörst dazu, ob Du es willst oder nicht”.

Er hat recht. Niemand kann bestreiten, dass unsere Familie und die Art wie wir aufwachsen uns ein Leben lang begleiten. Es beeinflusst, wie wir lieben, wie wir Probleme lösen, wie wir entscheiden oder wie sicher wir uns in Gesellschaft bewegen. Aus soziologischen Studien wissen wir, dass der Bildungsgrad der Eltern massive Auswirkungen auf den Bildungsweg der Kinder hat. Doch es geht noch weiter. Denn z.B. genetisch bedingte Krankheiten, wie Diabetes, Herzprobleme, bestimmte Arten von Krebs – all das ist Teil des Familienpakets, das jeder von uns mit seiner Geburt bekommt.

Wir sind also nicht gleich. Jeder startet individuell in dieses Leben. Doch damit nicht genug. Den neuen Chef, Konkurrenten, Kollegen, Nachbarn haben wir uns genausowenig ausgesucht, wie die Stoßstange des Unfallgegners, die sich durch unsere Beifahrertür gefressen hat.

Wie kann ich da auf die Idee kommen, dass unsere Situation das Ergebnis aller unserer vergangenen Entscheidungen ist? Gegenfrage! Wäre unser Leben heute anders, hätten wir uns in der Vergangenheit häufiger anders entschieden? Sie entscheiden. In meinem Fall hat dieser Satz Gültigkeit.

Natürlich haben wir Vieles in unserem Leben nicht unter Kontrolle. Es ist vielleicht wie in einem Kartenspiel. Du bekommst gleich am Anfang eine zufällige Hand mit guten und weniger guten Karten. Den Spielern um Dich herum geht es ähnlich. Wie das Spiel ausgeht, kann noch keiner sagen. Denn manche schlechte Karte kann in der richtigen Situation Wunder bewirken. Eigentlich gibt es keine schlechten Karten. Stattdessen gibt es gute und schlechte Momente, sie zu spielen.

Einer meiner Bekannten bricht zum Beispiel gerne eine eherne Regel. Um sich anzubieten, braucht er keine Zeugnisse und Zertifikate. Er hat nicht studiert und hat so viel Zeit gespart. Er hat trotzdem viel zu sagen und ohne die Bürde einer der üblichen Fachausdrücke spricht er um Längen verständlicher als viele andere. Eine Zeit lang habe ich ihn für seinen Mut bewundert. Bis ich herausgefunden habe, dass Bildung in seiner Familie keine Rolle spielt. Stattdessen folgt er einer klaren Idee: Wenn Du gut sein willst, dann musst Du Dir das praktisch erarbeiten. Er kannte die Regeln meiner Kindheit nicht, dass Bildung und der Nachweis darüber wichtig sind. Dass Du ohne Zertifikate keine Chance hast. Aus zwei Nachteilen hat er einen Trumpf gemacht.

Wer Pläne schmiedet, wird in Kontakt mit der Realität viele Enttäuschungen erleben. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, das wir unsere Ziele nicht direkt erreichen. Die anderen (Karten-)Spieler schaffen immer wieder neue Situationen. Das mag uns stören. Vielleicht wird es unmöglich, einen eingeschlagenen Weg fortzusetzen oder wir kommen unerwartet schneller am Ziel an. Alles ist möglich. Aber nach wie vor gilt, Entscheidungen geben unserem leben seine Richtung. Wir bestimmen nicht alles, aber Vieles.

Zum Beispiel, welches Spiel wir eigentlich spielen. Welche Bedeutung die Karten in unserer Hand haben, hängt stark von ihrem Wert ab. Mag sein, dass wir beim Poker allenfalls bluffen können und beim Skat müssten wir vielleicht auf ein starkes Blatt unseres Partners hoffen. Aber für Mau-Mau oder Schwarzer Peter gibt es kaum ein besseres Blatt. Übertragen aufs richtige Leben bedeutet das, suchen Sie sich Ihren eigenen Weg. So wie mein Bekannter. Alle anderen spielen das Zeugnis-Spiel. Er dagegen setzt auf seine Persönlichkeit und Lebenserfahrung. Denn in diesem Spiel hat er die besten Karten.

Nein! Dein Blut kannst Du nicht wählen. Ich finde das gut. Denn damit können wir auch die ewigen Vergleiche hinter uns lassen. Mag sein, dass viele heute besser dastehen als ich. Aber warum sollte ich mich mit ihnen vergleichen?

Der einzig interessante Vergleich ist doch, ob ich heute besser dastehe als gestern. Wie ist es mit Ihnen? Was ist heute besser als gestern? Was ist heute besser als vor einer Woche? Was ist heute besser als vor einem Jahr? Ich weiß, darüber müssen Sie erst einmal nachdenken. Denn viele denken lieber an die Dinge, die nicht so gut gelaufen sind. Machen Sie es besser. Spielen Sie Ihr eigenes Spiel.

Der Mittfünfziger mit dem prägnanten Satz macht das auch. Er ist in seiner Firma dafür bekannt, die prägnantesten Sätze zu formulieren. Da mag es nicht wundern, dass der ehemalige Sozialarbeiter(!) heute das Marketing eines erfolgreichen Unternehmens leitet. Denn im Marketing kommt es immer auf die richtige Botschaft an.

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“Seit Jahren habe ich den Traum, auch ein Buch über meine Arbeit zu schreiben!”

Solche oder ähnliche Aussagen höre ich oft, wenn das Gespräch auf meine Bücher kommt.

“Warum machen Sie es dann nicht?”

“Ach mir fehlt die zündende Idee. Eine Idee, die quasi den roten Faden für mein Buch liefert. So wir Sie mit ‘Ihrem Entscheidungen geben unserem Leben eine Richtung’!”

Ein typischer Fall von Potenzialverschwendung.

Informationsdefizit

Denn schnell stellt sich heraus, dass der Nichtautor eine völlig falsche Vorstellung vom Bücherschreiben hat. In seiner romantisierten Vorstel­lung packt den Autor ein Fieber. Sobald er sich an die Tastatur setzt, purzeln die druckfertigen Sätze nur so aus ihm heraus.

Nach meiner eigenen Erfahrung passiert mir das allerhöchstens bei einem Blogbeitrag und wenn mein Buchprojekt schon weiter fortge­schritten ist.

Die Arbeit eines Autors

Stattdessen plane ich meine Bücher. Ich habe natürlich eine Vorstellung, was ich darin verpacken möchte. Aber meistens habe ich viel mehr Stoff als auf die mit dem Verlag vereinbarten Seiten gehen würde. Das Schreibfieber steht nicht am Anfang, sondern kommt erst ab der zweiten Hälfte, wenn das Buch fast fertig ist.

Der Grund ist ganz einfach. Nicht beim Schreiben sondern beim Optimieren entsteht der Genius des Buches. Mir ging es dabei oft so, dass ich mich bald wunderte, dass ich so etwas tolles geschrieben haben soll.

Aber zurück zu dem Nichtautor. Er drückt sich um sein Buch, weil er gerne etwas Geniales schaffen möchte. Geniale Ideen entstehen selten, wenn wir ein Thema konsequent ignorieren, sondern weil wir uns täglich in unser Thema hineindenken und neue Perspektiven und Assoziationsketten bilden.

Herrmann Scherer hat das in seinem Buch “Der Weg zum Topspeaker” einmal sehr schön formuliert. Den meisten Menschen fehle es an der Erschafferkompetenz, sie hätten dafür eine um so höhere Verbesse­rungskompetenz.

Was wir nicht niedergeschrieben haben, können wir nicht optimieren. Schlimmer noch: Je länger unser Nichtautor nicht anfängt, desto mehr leidet sein Selbstwertgefühl. Er wird irgendwann ohne professionelle Hilfe nicht mehr über die selbst geschaffene Konditio­nierung hinweg kommen.

Jeder von uns ist ein Erfinder, ein Autor und ein Künstler. Dieses Potenzial können wir entweder verkümmern lassen oder wir pflegen es. Ich habe mich vor Jahren entschieden, dass ich meine Fähigkeiten pflege.

Natürlich muss das nicht jedem Konsumenten vor unserer Tür gefallen. Manch einer hat die Langeweile seiner Geschichten zur Kunstform erhoben. Aber worum geht es wirklich? Unser Nichtautor hat eine Sehnsucht. Er möchte endlich Autor sein. Dafür braucht er niemandes Erlaubnis.

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Vor 180 Jahren entdeckte der englische Forscher Michael Faraday die Stromerzeugung mittels magnetischer Induktion. Bei der Bewegung eines Leiters durch ein magnetisches Feld kommt es zu Ladungstren­nung und zum Stromfluss.

Auf dieser Erfindung basiert unsere gesamte Zivilisation. Denn jedes Kraftwerk erzeugt nach diesem Prinzip seinen Strom.

Spannend

Kohlekraftwerke, genauso wie Atomkraftwerke jagen erhitzten Wasserdampf durch eine Turbine, die den Leiter durch das Magnetfeld bewegt. Bei Wind- und Wasserkraftwerken wird die Bewegung der Naturkräfte auf gleiche Weise umgesetzt.

Wir setzen also Bewegung in elektrischen Strom um. auf diese Leistung können wir immer noch stolz sein. Allerdings entwickelt sich genau diese Erfindung zu unser aller Problem.

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Kaninchen vor der SchlangeKrisen gibt es immer wieder. Doch wenn die Welt verrückt spielt, fallen wir gerne in eine Handlungsstarre. Die Börsianer haben dann oft einen klugen Spruch auf Lager.

Können wir von den Investoren, Zockern und Spekulanten etwas für diese Situation lernen?

Entscheidungen geben unserem Handeln zwar eine Richtung, aber wir stehen dabei immer im Spannungsfeld zwischen der Situation und unserem Zukunftsbild.

Was nutzt uns die schönste Vision, wenn es uns in dieser Zukunft nicht gibt?

Fehler in der Perspektive

Wenn wir uns davon einschüchtern lassen, machen wir allerdings einen Beobachtungsfehler. Natürlich lassen sich Pläne, die vor kurzem gut funktioniert haben nicht mehr gefahrlos umsetzen. Stattdessen ergeben sich in solchen Situationen ganz neue Chancen und Wege.

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scrabble »Du musst besser sein als die anderen!«

Wir glauben das oft. Aber ist das wirklich so? Jeder von uns ist mit einzigartigen Genen ausgestattet und mit ebenso einzigartigen Talenten. Es gibt bestimmt Menschen, die Vieles besser können als ich. Manch einer kann besser verkaufen, ein anderer schneller laufen, schneller rechnen, schneller denken, besser malen und sogar besser schreiben.

Nichts ist knapp

Das stört mich nicht. Darauf kommt es nicht an. Denn die oft zitierte Knappheit gibt es nicht. Wir stehen nicht in einem Wettbewerb.

Viele sagen Geld sei knapp. Aber wie knapp ist es wirklich, wenn wir uns die gewaltigen Summen ansehen, die in den letzten Jahren verfügbar waren, um die Wirtschaftskrise abzuwenden?

Wie knapp war es vorher, als einige Investmentbanker Milliarden mit Schrottpapieren verdienten? Es mag bei den einen oder anderen von uns knapp sein. Mehr aber auch nicht.

Um den Überfluss müssen wir nicht wetteifern

Wir leben im Überfluss. Das gilt für Geld, das gilt für Lebensmittel, für Immobilien und für Luxusgüter. Daher müssen wir auch nicht besser sein als andere. Es wird immer genug für alle da sein. Stattdessen sollten wir dafür sorgen, dass wir jeden Tag besser sind als zuvor.

Denn je wertvoller wir sind, desto mehr vom Überfluss kommt zu uns.

Unser Potenzial

In uns steckt viel mehr als wir uns bewusst sind. Daher machen wir auch so wenig daraus.

Wer stellt sich schon jeden Abend die Frage: »Was habe ich heute gelernt?«

Holen uns dagegen die Fehler der Vergangenheit ein, entwickeln wir uns weiter. Denn die Erfahrung ist schmerzhaft und unangenehm. Das wollen wir nicht noch einmal erleben.

Dabei könnten wir von jedem einzelnen Tag so viel lernen, wie aus unseren schlimmsten Fehlern. Mit dem Unterschied, dass wir uns damit an 365 Tagen im Jahr weiterentwickeln und nicht nur wenn wir wieder mal »Pech« hatten.

In diesem Gedanken habe ich mit Freunde eine neue Veranstaltung ins Leben gerufen. Ich nenne sie »Entscheidend besser!«

Nur eine Sache

Mit »Entscheidend besser!« wollen wir Sie halbjährlich aufrütteln. Mitunter werden wir Ihnen nicht viel Neues erzählen. Aber wir geben Ihnen gute Gründe zum Handeln. Sie erleben sich selbst in den Übungen vor Ort und in den Arbeitsaufgaben, die wir Ihnen nach Hause mitgeben.

Natürlich können Sie danach weiter machen wie bisher. Aber Sie könnten auch eine Sache verändern. Und diese eine Sache macht Sie entscheidend besser als zuvor. Sie werden den Unterschied merken.

Entscheidend besser! ist eine Abendveranstaltung, die am 15. Juni 2011 das erste Mal im KongressCenter im Kurhaus in Bad Homburg stattfinden wird. Hier geht es zur Event-Website.

image Als Entscheider wollen wir un­sere Entscheidungen gerne in einem emotional ausgegliche­nen Zustand treffen. Allerdings kommt uns hin und wieder das Leben dazwischen.

Ein Kunde kürzt unsere Rech­nung, ein Fehler der Vergan­genheit holt uns ein oder wir realisieren, dass ein guter Freund gar nicht so gut ist.

Warten wir dann auf bessere Zeiten, um unsere richtungsweisenden Entscheidungen zu treffen, könnten wir unter Umständen ziemlich lange warten müssen.

Ein- oder Zweispurig

Denken wir einen Moment darüber nach, dann können wir innerhalb von Sekunden von einer guten Laune in eine schlechte rutschen oder wie wir Coachs sagen von einem »ressourcenvollen« in einen »ressourcenarmen« Zustand gleiten.

Wenn es in die eine Richtung so gut geht, warum sollte es in die andere Richtung länger dauern?

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image Die meisten von uns sehen gerne Filme, lesen spannende Bücher und auch dem Theater sind wir nicht abgeneigt.

Vielleicht wird der eine oder andere sich dabei schon gesagt haben: »Ich hätte auch gerne ein spannendes Leben« oder »so etwas würde ich auch gerne erleben.«

Doch wenn wir tatsächlich Mittelpunkt einer unglücklichen Liebe oder gar einer Tragödie sind, wissen wir es nicht mehr zu schätzen. Denn natürlich soll unsere Geschichte ausschließlich positiv sein.

Eine Geschichte

Aber wie unterhaltend ist die folgende Geschichte? Unser Held X tritt ins Arbeitsleben ein, ist fleißig, intelligent und fehlerlos. Daher arbei­tet er sich jedes Jahr Stück für Stück die Karriereleiter hoch. Zuhause gibt es den perfekten Partner und das perfekte Familienleben.

Geht es Ihnen wie mir? Diesen Film muss ich unbedingt sehen! 😮 Zumindest, wenn ich mal nachts nicht einschlafen kann. Diese Ge­schichte taugt allenfalls, um unseren Helden einzuführen.

Mit Helden und Kontrast

Jeder Regisseur, der etwas auf sich hält, würde diese Idylle so schnell wie möglich und so gründlich wie möglich zerstören. Denn gute Ge­schichten leben vom Kontrast.

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image »Wofür entscheide ich mich jetzt?« So beginnen die meis­ten Entscheidungen. Vielleicht stellt der Vorgesetzte uns vor eine Wahl oder ein Kunde fragt uns nach einer Extrawurst.

Im jeden Fall müssen wir auf die Situation reagieren und sind in dem Moment nicht ihr Gestalter.

»So läuft es eben! Wir können es uns nicht immer aussuchen. Schließlich leben wir nicht auf dem Ponyhof«

Das denken wir vielleicht und das mit dem Ponyhof stimmt sogar für die meisten von uns. Tatsächlich aber könnten wir die Situation mit nur einer einzigen Veränderung komplett drehen.

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Imindmap In den 90ern bin ich das erste Mal mit Mindmaps in Kontakt gekommen. Dabei hatte ich die besten Voraussetzungen, denn ich kaufte mir das Mindmap-Buch von Tony Buzan.

Wie alle jungen Menschen war ich ungeduldig. Die Theorie dahinter interessierte mich nur mäßig. Die Erfolge dagegen, die Tony Buzan mit seiner Methode erzielt hatte fand ich sehr spannend.

Fastfood fürs Hirn

Ich habe mir daher schnell angesehen, wie Mindmaps aussehen und auch die Regeln dafür erlernt. Im Gedächtnis war mir geblieben, dass es wichtig ist, seine Mindmaps zu malen, um damit auch die rechte, kreative Gehirnhälfte zu stimulieren.

Auf einen Blick war für mich klar geworden, dass wir mit Mindmaps ein Thema wunderbar durchstrukturieren können. Daher empfand ich es aber auch immer als störend, dass man pro Zweig nur ein Wort verwenden sollte. Das ist doch ungenau!

Als heller Kopf, hatte ich also schnell verstanden, wie Mindmaps meiner Meinung nach funktionierten. Große Unterschiede gegenüber einem Leben ohne Mindmaps konnte ich aber nicht feststellen.

Dumme Zeichnerei

Daher blieb es eine relativ selten eingesetzte Methode im Hause Lietz. Denn die ganze “Zeichnerei” war ja auch zeitaufwendig. Vermutlich war mein Gehirn ja von Hause aus so gut entwickelt, dass die durch Mindmaps erschlossenen Zusatzpotentiale nicht weiter ins Gewicht fielen. 😮

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