Titularkönig»Mich legt keiner so leicht aufs Kreuz! Bei mir beißen Betrüger auf Granit!«

Im Internetzeitalter lassen wir uns nicht mehr so leicht hinters Licht führen. Einmal gegoogelt und gebingt und schon wissen wir, was wir von dem windigen Anlageberater zu halten haben. Dank Smartphone können wir das auch schnell mal machen, während wir das stille Örtchen aufsuchen.

Sitzen also nur noch die leichtgläubigen Dummen einem Betrug auf? Der Fall des Milliardenbetrügers Berny Madoff bewies das genaue Gegenteil. Hier hat die Elite Amerikas investiert. Madoffs reiche Clienten waren tatsächlich davon überzeugt, dass der Betrüger Renditen jenseits von 70 Prozent(!) erzielen kann.

Zutaten für den perfekten Betrug

Ein Investmentbanker hat mir vor einigen Jahren verraten, warum gerade Menschen, denen wir es nicht zutrauen würden, Betrügern aufsitzen.

An Informationen und Durchblick hat es dabei selten gefehlt. Einfältige Menschen gehen Anlagebetrügern eher selten auf den Leim. Tatsächlich sind selbstsichere, intelligente und gut verdienende Menschen besonders gefährdet.

Was wie das Gerechtigkeitsprogram von Rot-Grün klingt, hat seine Gründe.

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Rainer BrüderleRainer Brüderle steht gerade im Kreuzfeuer der Medien. Vielleicht fragt er sich gerade, ob das ein Sturm ist, der bald weiter zieht, oder ob er am Ende einer langen politischen Karriere steht.

Die Journalistin Laura Himmelreich hatte zuvor dem Sexismus des FDP-Fraktionsvorsitzenden einen Artikel (Der Herrenwitz) gewidmet. Offensichtlich hält sich der 67-Jährige für flotter als es Frau Himmelreich tut und ist ihr gegenüber anzüglich geworden.

In der Presse und im Fernsehen wird derzeit viel über den Fall diskutiert. Alice Schwarzer sieht Brüderle schon am Ende, während andere sich fragen, ob Frau Himmelreich als Journalistin nicht fehl besetzt ist.

Das interessiert mich hier allerdings nur so weit, wie die öffentliche Meinung die Entscheidungssituation von Rainer Brüderle beeinflusst. Wer sich schämen soll und für was, lasse ich also erst einmal dahin gestellt.

Die Situation

Der FDP-Politiker hängt derzeit kopfüber in der Jauchegrube. Am Montag war sein Fall Thema bei Markus Lanz, zuvor schon bei Günther Jauch. Nahezu jede Printpublikation und jedes Internetmedium hat die Geschichte aufgegriffen. Auf Twitter gibt es eine Kampagne von der Kommunikations-Beraterin Anne Wiezorek unter dem Hashtag #Aufschrei.

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