Dank Dir – Das macht Erfolg aus.

image Ich habe dieses Jahr vermehrt über die geistige Verfassung geschrieben, in der sich ein guter Entscheider befinden sollte.

Der einfache Rat dahinter: Triff keine Entscheidung, solange Du emotional aus dem Gleichgewicht bist.

Die Qualität unserer Entscheidungen hängt nicht allein von unserer Methoden­kompetenz ab. Methoden helfen, sie bes­ser zu organisieren. Aber die wichtigste Person beim Entscheiden ist der Ent­scheider selbst.

Ein Mangel an Dankbarkeit

Unglücklicherweise sind wir nur zu gerne bereit, uns selbst klein zu reden. »Das geht bestimmt daneben«, »Dafür bin ich einfach zu blöd«, »Technik und ich – das passt nicht zusammen«.

Nachdem wir uns auf dieser Weise gut zugeredet haben, gehen wir mit breiter Brust in unsere nächste Entscheidung. 😕

Warum machen wir das? Vielleicht, weil wir verlernt haben, dankbar zu sein. Denn es gibt einen Menschen, der schon seit langem zu uns hält, obwohl wir ihn meistens ignorieren oder sogar mit Vorliebe klein machen.

Mangel an Selbstwert

Dieser Mensch sind wir selbst. Wann waren wir das letzte Mal uns selbst dankbar? Wann haben wir uns selbst auf die Schultern geklopft und »ich danke mir« gesagt?

Oft läuft es ganz anders. Was wir leisten, ist selbstverständlich für uns. Weichen wir aber ab und machen Fehler, dann übergießen wir uns mit Kritik und Selbstvorwürfen.

Wie würden wir darauf reagieren, wären wir unser Unterbewusst­sein? Wir hören niemals ein Danke und bekommen ständig zu hören, wie unfähig wir sind. Was können wir da erwarten? Ein böses Spiel!

Sind wir uns selbst dankbar, verändern wir dieses Spiel. Selbst wenn die äußeren Umstände einmal gegen uns sprechen. Wenn wir vielleicht überschuldet sind, den Job verloren haben und der Lebens­partner uns verlassen hat. Selbst dann können wir immer noch an uns glauben, ein neues Zukunftsbild entwerfen und Schritt für Schritt um­setzen.

Der Nutzen schlechter Erfahrungen

Ist das nicht Selbstbetrug? Gute Frage! Wer aus seinen Fehlern lernt, hat für schlechte Erfahrungen keine weitere Verwendung mehr.

Der Nutzen, sich selbst in Grund und Boden zu verdammen hält sich da­her in Grenzen. 😎

Ohne Selbstwert sind unsere persönlichen Gestaltungspielräume nahe Null. Wer sich selbst dankbar ist, arbeitet aktiv an seinem Selbst­wert.

Mangel an Aufrichtigkeit

Auch in anderer Hinsicht haben wir Dankbarkeit verlernt. Im Alltag sa­gen wir vielleicht anderen Danke, ohne es so zu empfinden. Wir sagen es aus Höflichkeit, Lippenbekenntnisse eben. Wir bilden motorisch die Wörter und versetzen die Luft in wilde Schwingungen. Aber in unse­rem Herzen hat es keine Bedeutung.

Daher ist es um so überraschender, wenn jemand uns tatsächlich einmal aus tiefsten Herzen dankt.

Vielleicht denken wir uns: »Das habe ich gar nicht verdient. Denn so etwas Besonderes habe ich gar nicht für den anderen getan.«

Erfolgreiche Beziehungspflege

Dabei geht es gar nicht um den einen Gefallen. Wer wahrhaft dankt, würdigt damit die Beziehung zwischen sich und dem anderen. Und wir heißt es so schön? Gute Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat.

Menschen, die tief empfunden danken, finden wir oft an den Schalt­stellen des Erfolgs. Denn ihre guten Beziehungen öffnen ihnen Gestal­tungsspielräume, die andere niemals haben werden.

Halten wir also fest. Dankbarkeit macht uns zu einem besseren Ent­scheider.