Das richtige Spielfeld

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Wer ist die wichtigste Person in einer Entscheidung?

Ganz offensichtlich der Entscheider. Daher überlegen wir uns auch immer genau, was wir wollen, bevor wir unsere Wahl treffen.

Wie steht es mit der Historie vor unserer Entscheidung?

Was meine ich damit? Auch wenn wir immer ganz jungfräulich an unsere wichtige Entscheidungen herangehen. So fallen sie doch in einem Kontext. Dieser Kontext wurde durch unsere vergangenen Entscheidungen geschaffen. Ganz unabhängig davon, ob wir das so beabsichtigt hatten oder nicht.

Unzufrieden

Leider sind wir oftmals mehr unzufrieden als zufrieden mit der gegenwärtigen Situation. Aber anstatt hier eine Chance zu wittern, aus der Vergangenheit zu lernen, lamentieren wir oft darüber.

Das Leben ist unfair. Der Nachbar ist ein Hornochse und überhaupt schmeißt uns ja jeder Knüppel zwischen die Beine.

Komplexität

Vielleicht haben wir aber auch ein zu komplexes Bild vom Leben. Natürlich treffen nicht nur wir unsere Entscheidungen, sondern auch 6,8 Milliarden andere Menschen. Da können wir doch gar keine Kontrolle über unseren Kontext haben, oder?

Wenn wir so denken, kommen wir nicht weit. Stürzt in China ein Reissack um, wird das für uns wenig verändern. Wenn unser Arbeitgeber Pleite geht, dagegen massiv.

Unsere Entscheidung – unsere Verantwortung

Schauen wir aber genau hin, war es unsere eigene Entscheidung, für dieses Unternehmen zu arbeiten und als die wirtschaftliche Geschäftsgrundlage sich auflöste, haben wir die Augen geschlossen und das Beste gehofft, anstatt proaktiv neue Alternativen zu schaffen.

Ein Spiel

Ein besseres Bild für unsere Welt, ist vielleicht ein Schachspiel. Am Anfang spielen wir die Eröffnung. Hier spielt Erfahrung immer eine große Rolle. Wenn wir hier patzen, müssen wir den Rest des Spiels mit den entstandenen Nachteilen arbeiten. Ein klares Konzept ist also Pflicht. Aber auch wenn wir gut aus der Anfangsphase herauskommen, kann ein unbedachter Augenblick uns den bereits erspielten Vorteil kosten.

Spielen wir umsichtig und mit Selbstvertrauen, werden wir unser Spiel gewinnen. Doch dazu kommen wir noch.

Mehr Entscheidungen

Also: Der Kontext ist unsere Verantwortung. Lernen wir daraus. hinzu kommt natürlich, dass unsere jetzige Entscheidung keine Einzelerscheinung ist. Wir werden auch in Zukunft Entscheidungen treffen.

Gut gespielt

Schachspieler denken mehrere Züge im voraus. Sie wissen der Gegner wird alles versuchen, ihre Pläne zu durchkreuzen. Treffen wir aber auf einen Spieler, der sich immer nur an der gegenwärtigen Spielsituation orientiert, hat dieser keine Chance, weil unser vorausschauendes Spiel sich dann nicht mehr stören lässt.

Ungefährdet

Genau das ist aber der Regelfall. Da die große Mehrheit der Menschen immer an der gegenwärtigen Situation herumdoktert, sind wir in der komfortablen Situation unsere Zukunft zu gestalten, weil wir dem Rest der Welt weit voraus sind.

Treffen wir also Entscheidungen, dann sollten wir das mit einem Bild unserer Zukunft im Kopf tun und auch alle folgenden Entscheidungen daran orientieren. Anders laufen wir nur im Kreis herum, ohne jemals etwas zu erreichen.

Drei-Zug-Regel

Im Schach heißt das übrigens Remis, wenn es zuvor eine dreifache Stellungswiederholung gegeben hat. Vermutlich wollte man die Spieler davor bewahren, bis in alle Ewigkeit weiterzuspielen, ohne ein Ergebnis zu erzielen. Im wahren Leben scheinen wir das allerdings nur zu selten zu erkennen.

Fazit

Mein Tipp: Schaffen Sie sich ein einfaches und motivierendes Bild ihrer Welt, das Sie dabei unterstützt, das Richtige zu tun. Große Komplexität lähmt uns nur. Es ist kein Zufall, dass so viele einfache Menschen überaus erfolgreich sind. Sie belasten sich nicht mit zuviel Ballast. Die Welt funktioniert für sie nach einfachen Regeln. Ob diese stimmen, spielt dabei keine Rolle.

Am Ende zählt nur das Ergebnis.