Der Pinselstrich der Einzigartigkeit

imageDie eigene Vision ist Grundlage für unsere Erfolge. Doch wie komme ich an sie? Muss ich auf eine Eingebung von höchster Stelle hoffen oder erarbeite ich sie mir?

Für viele von uns ist der Entwurf der eigenen Vision eine schwe­re Aufgabe. Jeder Mensch ist an­ders. Rezepte, wie wir un­se­re Vision ausdenken und stru­ktu­rie­ren sollen funk­tio­nie­ren sel­ten.

Denn jeder von uns hat seine eigene Art, Probleme zu lösen. Und genau das ist Teil dessen, was später unsere Vision auszeichnen sollte.

Jeden Künstler erkennt man an seinem Pinselstrick bzw. an seiner Arbeitsweise, von Leonardo da Vinci über Monet bis zu Andy Warhol. Genau so ist es auch, wenn wir unsere eigene Vision schöpfen. Sie ist zwangsläufig ein Zeugnis unserer Einzigartigkeit.

Keine Schablone!

Jede vorgegebene Methode raubt daher unserer Vision ihre Einzigartigkeit. Doch wie machen wir er es sonst?

Hier und Heute

Ich würde mit dem anfangen, was wir heute schon kennen: Der Gegenwart. Sie ist unsere Wahrnehmung unserer eigenen Realität. Damit ist sie unsere Vision des Hier und Jetzt. Anders als bei einer Zukunftsvision haben wir keine Probleme unsere Gegenwart zu beschreiben. Schließlich leben wir in ihr.

Das ist also unser Startpunkt: Ein Profil unserer Gegenwart. Wie wollen wir sie beschreiben und darstellen? Manch einer macht es einfach mit einem langen Prosatext. Andere nutzen Mindmaps, Tabellen oder strukturieren ihre Beschreibung sehr rigide durch.

Jede Form ist gut. Denn wir stellen schnell fest, was für uns geeignet ist. Wir probieren vielleicht Verschiedenes aus, bevor wir die für uns richtige Form finden.

Das Schlechte UND das Gute

Nachdem wir die richtige Form gefunden haben, schauen wir uns an, was wir geschrieben haben. Obwohl wir die Gegenwart in und aus­wen­dig kennen und es keine Unbekannten gibt, ist unsere Be­schrei­bung nicht vollständig. Wir konzentrieren uns auf das, was uns wich­tig ist.

Damit ist auch klar, dass es keine vollständige Zukunftsvision gibt. Wir werden immer blinde Flecken in ihr haben. Denn wir konzentrieren uns auf das, was uns persönlich wichtig ist.

Aber zurück zur Beschreibung unserer Gegenwart. Meistens beschäf­tigen wir uns darin mit Dingen, die heute nicht so gut laufen, mit denen wir nicht zufrieden sind. Das ist gut. Denn damit stellen wir jetzt schon sicher, dass wir in unserer späteren Zukunftsvision genau diese Punkte abdecken.

Allerdings sollten wir in unserer Gegenwartsbeschreibung auf keinen Fall all die Aspekte vergessen, mit denen wir zufrieden sind. Auf was sind wir richtig stolz? Was haben wir schon alles erreicht? Diese Dinge zeigen uns schon heute, dass wir Vieles bewegen können.

Der Blick in die Zukunft

Nachdem wir unsere Vision der Gegenwart entwickelt haben, können wir uns der Zukunft zuwenden. Wir wissen jetzt, was wir unbedingt verändern wollen. Wie sollen diese Dinge in der Zukunft aussehen? Worauf möchten wir gerne stolz sein? Außer dem kenne wir die für uns geeignete Form, unsere Zukunft zu beschreiben.

Haben wir unsere Zukunftsvision skizziert, fällt es nicht schwer, Gründe aufzulisten, warum wir sie so und nicht anders umsetzen wollen. Denn die Motivation dafür haben wir bereits in unserer Gegenwartsvision gefunden.

Unsere Vision sollte leben. Das heißt sie wächst mit uns. Von Zeit zu Zeit überprüfen wir daher, ob sie so noch zutrifft oder ob wir etwas ändern oder ergänzen wollen. Dabei erstellen wir auch gleich immer unsere Gegenwartsvision neu. Denn dann können wir sehen, was wir schon alles seit dem letzten Mal verändert haben.

Viel Spaß dabei!