Die Macht der ANDEREN nutzen

telefon »Was ist der häufigste Grund, warum Entscheidungen nicht zum Ergebnis führen?

Ich sag’s Ihnen: Die ANDEREN. Genau! Die Faulen, Unwilligen, Dum­men, die sonst nichts an-deres zu tun haben als auf ihren Händen zu sitzen. Sie werden immer dann aktiv, wenn jemand Brillantes wie wir eine tolle Idee umsetzen will und machen alles kaputt

So das Originalzitat eines Unternehmers, der damit jetzt nicht mehr zitiert werden möchte.

Die ANDEREN sind wichtig

Ich schmunzle immer ein wenig, wenn ich solche Aussagen höre. Denn die ANDEREN gehören zu unserem Gestaltungsspielraum. Wenn wir allerdings schon so negativ anfangen, verstellen wir uns diesen Raum und das Ergebnis steht schon fest, bevor wir überhaupt richtig an­gefangen haben.

Bei Entscheidungen ist unser gesamtes Umfeld Teil unseres Gestal­tungsspielraums. Das wird schnell klar, wenn wir uns die Rollen anse­hen, die dabei wichtig werden.

Rollen im Entscheiderumfeld

  1. Problemsteller—von ihm stammt die Aufgabe
  2. Erfahrungsschatz – auf diese Personen greifen wie wegen ihrer Lebenserfahrung zurück.
  3. Ideengeber – sie sehen neue Wege
  4. Kooperationspartner – mit ihnen arbeiten wir gemeinsam an Lö­sungen
  5. Problemlöser – ihnen ist nichts zu schwer
  6. Förderer – sie helfen aus übergeordneten Interessen
  7. Mitstreiter – sie setzen mit uns die Lösung um
  8. Unterstützer – sie sind auf unserer Seite
  9. Gegenspieler

Wieso Gegenspieler? Ich werde das oft gefragt. Gegenspieler sind Menschen, in deren natürlichem Interesse es liegt, unseren Erfolg zu verhindern. Mit ein wenig Interessenmanagement können wir die Zahl dieser Personen deutlich reduzieren.

Beispiel: Ein Unternehmer verkauft sein Unternehmen und richtet gleichzeitig eine stimmrechtslose Gewinn-Beteiligung für die Beleg­schaft ein. So liegt es im Interesse seiner Mitarbeiter, dass der Deal zustande kommt.

Hilfe und Zustimmung

Was bringt es uns, zu wissen, welche Rollen die Menschen in unserem Entscheidungsprozess einnehmen?

Wir wissen, mit wem wir wann und wie über unsere Entscheidun­gen sprechen müssen.

Denn zum einen unterschätzen wir meistens systematisch, auf wel­che Hilfe wir zurückgreifen können.

Das gilt gerade für Selbständige. Sie haben ja keine Mitarbeiter. Aber sie haben Kontakte. Sie haben eine IHK, Sie haben eine lokale Wirt­schaftsförderung, sie haben einen Gewerbeverein und sie haben das Umfeld in dem Sie leben.

Zum anderen weiß ich aus Erfahrung, dass wir oft ein großes Ge­heimnis um unsere Entscheidungen machen. Das sorgt allerdings bei den falschen Leuten für Widerstand.

Sie wissen schon, „bei den ANDEREN“. 🙂

Der Nutzen

Wenn wir dagegen einen Kommunikationsplan haben, schöpfen wir aus dem Vollen und erleben genau das Gegenteil. Dann kann es passieren, dass wir bei unseren Entscheidungen auf Händen getragen werden.

Wir müssen selbst entscheiden, ob es uns das wert ist. Zeit ist ja kostbar. Nicht wahr? 😉