Die Macht der unscheinbaren Entscheidungen

VergangenesundUnbekanntes Wir haben endlich einen Entschluss gefasst. Er wird unser ganzes Leben ändern. Neuer Job, neue Stadt, neue Einstellung – ab jetzt wird alles gut.

Ähnliche Situationen erleben wir alle. Vielleicht haben wir die Entscheidung schon sehr lange mit uns herumgetragen. Vielleicht entscheiden wir aufgrund des Problemdrucks, vielleicht haben wir einfach eine neue Chance vor uns. Das ist unwichtig. Denn wir stehen vor einer großen Veränderung unseres Lebens.

Wirklich?

Verantwortung

Eine Veränderung wird durch eine einzelne Entscheidung eingeleitet. Sicher gestellt wird sie dadurch nicht. Denn was immer es ist, was uns an der vorherigen Situation nicht gefiel. Die Gründe dafür liegen in uns und nicht in der Situation und ihrer Umgebung.

Gibt es Streit oder sogar Mobbing, dann gibt es einen oder mehrere, mit denen wir das ausfechten. Allerdings leben andere in derselben Umgebung und haben keinen Streit und werden nicht gemobbt.

Wenn wir daran nichts verändern, dann finden wir uns in nicht allzu ferner Zukunft in der gleichen Situation wieder. Mit dem Unterschied, dass wir uns um unsere Hoffnungen betrogen sehen.

Egal was passiert, wir sind immer anwesend, wenn es passiert. Das bedeutet, wir selbst sind dafür der Auslöser und zumindest mitverantwortlich. Solange wir das abstreiten, verändern wir nichts. Erkennen wir unsere Verantwortung dagegen an, bekommen wir gleichzeitig unsere Gestaltungsmacht zurück.

Kontinuität

Das allein reicht natürlich nicht. Denn wir haben Jahre gebraucht, so zu werden, wie wir heute sind. Mit einem einzelnen Entschluss schaffen wir vielleicht Bewusstsein, aber keine langfristige Änderung.

Genau aber das unterschätzen die meisten. Nicht die große Entscheidung am Anfang ist ursächlich für unseren Erfolg, sondern die vielen kleinen Entscheidungen, die wir täglich treffen. Zum Beispiel wie wir täglich auf die kleinen Ärgernisse reagieren, die uns unser “Feind” bereitet. Wie wir Verbündete schaffen, indem wir anderen helfen, ohne gleich etwas als Gegenleistung zu erwarten. Wie wir einem Mobber bestimmt entgegentreten und uns von einem ihm nichts gefallen lassen. Und so weiter.

Tausend unscheinbare Entscheidungen

Wollen wir in einer neuen Umgebung Erfolg haben, sollten wir daher die alte Situation schon so zu unseren Gunsten verändert haben, dass wir die neue Umgebung gar nicht mehr bräuchten. Dann werden wir mit großer Sicherheit alle Altlasten hinter uns lassen und das Leben bekommen, das wir uns wünschen.

Der erste Schritt ist eine große Entscheidung, nämlich die uns zu ändern, anstatt unsere Umgebung. Der Weg zum Erfolg aber sind tausende kleiner täglicher Entscheidungen, die uns unscheinbar vorkommen, aber alles bedeuten.