Eine schlaue Entscheidung?

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Das Telefon klingelt. “Ja, Guten Tag, hier …”. “Einen schönen guten Tag Herr Lietz. Ich rufe Sie von der Firma BEEEP an. Wir sind derzeit dabei, unsere Adressdaten zu aktualisieren. Uns fehlt noch Ihre Email-Adresse – könnten Sie mir diese kurz durchgeben?”

Als braver Deutscher bin ich ja versucht, darauf gleich zu antworten: “Jawoll, meine Email-Adresse ist…”, aber wir wissen ja, wie perfide die Email-Marketer inzwischen sind. Zudem ist das eine glasklare Wahllosfalle (mach ich es oder mach ich es nicht). Darauf falle ich nicht so schnell herein.

“Zum einen wüßte ich nicht, dass ich zur Firma BEEEP in irgendeiner Geschäftsbeziehung stehe, zum anderen ist mir nicht klar, zu welchem Zweck sie das brauchen.” Die Dame ist ein wenig irritiert, aber antwortet dann “Die Firma BEEEP steht mit Ihnen postalisch in Verbindung und wir möchten gerne diesen Infoservice auf Email umstellen.” Ach so, Firma BEEEP ist also eine jener Organisationen, die meinen Altpapierberg jede Woche aufs Neue aktualisieren. Da brauche ich nicht lange für meine Entscheidung. “Daran habe ich kein Interesse.”

Nachdem ich wieder aufgelegt habe stelle ich fest, dass ich mir und der Umwelt keinen Gefallen getan habe. Jede Woche verschickt diese Firma Werbung an mich, weißgebleichtes Papier und Hochglanzflyer. Wieviel Ressourcen dabei wohl verschwendet werden? Dann landet der Müll beim Altpapier und ich muss es wieder entsorgen. Wieviel nachhaltiger wäre es, einfach die Adresse info@hoellenloch.de anzugeben  und seine Ruhe zu haben? ?-)

4 Kommentare
  1. herbert
    herbert says:

    Soweit, dass ich überlegen muss, komme ich gar nicht, sobald ich merke und das merkt man sehr schnell, dass dies wieder einer der unzulässigen Werbeanrufe ist, ist das Gespräch auch schon zu Ende.

  2. Kai-Jürgen Lietz
    Kai-Jürgen Lietz says:

    Ein Werbeanfruf ist dann nicht unzulässig, wenn ich geschäftlich angerufen werde. Allerdings wäre es für die Umwelt und meine Nerven besser gewesen eine Mail-Adresse anzugeben, die direkt im Nirvana herauskommt. 🙂 Jetzt kriege ich weiterhin die Schneckenpost in meinen Briefkasten. 🙁

  3. Karrierebibel
    Karrierebibel says:

    eine gute idee, die ich bereits vor einiger zeit umgesetzt habe: meine älteste email-adresse bei einem dieser kostenlos-accounts ist jetzt so eine art virtueller mülleimer. seitdem laufen dort täglich (!) 200 solcher unnützer mails ein. zumal die spammer diese adresse offenbar auch untereinander weitergeben. ein wahnsinn!

  4. Kai-Jürgen Lietz
    Kai-Jürgen Lietz says:

    Ich hatte vor einigen Jahren einen Artikel darüber gelesen, dass Email-Adressen wie alte Schiffe sind.

    Wenn es sie zu lange gibt, dann laufen Sie voll Wasser und ihre Passagiere müssen sie verlassen. 😮

    Bei den Emailadressen ist das ähnlich. Je älter sie sind, desto mehr Spam kommt über sie herein. Irgendwann bleibt ihrem Besitzer nichts anderes übrig als sie zu verlassen. 😐

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