Entscheiden in riskanten Zeiten

Die Wirtschaftskrise setzt uns Entscheidern zu. Denn zum einen hat kaum jemand von uns mit einem so schnellen Konjunktureinbruch gerechnet, zum anderen wissen wir auch nicht, in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird.

In so unsicheren Zeiten läuft mein Geschäft bestens. Denn viele wollen jetzt weitere Fehler vermeiden. Allerdings verfüge ich über keine Kristallkugel. Die Zukunft kennt keiner und die Prognosen kann man in der Pfeife rauchen, wie wir auch hier nachlesen können.

 

Die Zukunft – Für Entscheidungen untauglich

Trotzdem versuchen wir oft, unsere Entscheidungen auf Grundlage einer vielleicht entstehenden Zukunft zu treffen. In Zeiten wie diesen, können wir uns dann in die Ecke setzen und schmollen. Denn die Zukunft entzieht sich ja unserer Prognose. 😮

Die Vision macht’s

Wenn wir die Zukunft nicht kennen, dann sollten wir uns mit etwas befassen, was unserem Einfluss unterliegt. Das ist unsere persönliche Vision, also die Gesamtheit aller unserer Ziele.

Egal wie volatil die Gegenwart ist, unsere Ziele ändern sich nicht. Das heißt, die gegenwärtige Unsicherheit muss unsere Entscheidungen nicht beeinflussen. Das ist alles nur ein bisschen Ablenkung.

Fest im Blick: Das Ziel

Wenn wir unsere Ziele fest im Blick haben, kann uns eine Wirtschaftskrise zu dem einen oder anderen Umweg zwingen, aber langfristig werden wir sie umsetzen. Manchem beschert die Krise allerdings auch eine Abkürzung.

Angenommen das Ziel unseres Unternehmens ist es, Technologieführer zu werden. Dann können wir das erreichen, indem wir selbst in Forschung und Entwicklung investieren oder die Ergebnisse anderer Unternehmen aufkaufen.

Und da wird wieder klar, warum es immer Gewinner und Verlierer in einer Krise gibt. Denn wenn wir jetzt die Augen offen halten, können wir das Know-How für ein “Appel und ein Ei” kaufen. Andere Unternehmen werden  dagegen  ihr Geld lieber zusammen halten, weil sie ja nicht wissen, wie lange die Krise anhält.

Gelegenheiten ersetzen keine Gestaltungsspielräume

Einige Amerikanische Banken sind allerdings in Schieflage geraten, weil sie die Gelegenheit genutzt haben und sich ehemalige Konkurrenten einverleibt haben. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, was daran anders sein soll, als der  preiswerte Technologiekauf?

Nur weil es günstige Gelegenheiten gibt, müssen wir natürlich nicht unser Denken ausschalten. Wenn ich meine Firma bis unter die Dachkante verschuldet habe, dann fehlt mir der Gestaltungsspielraum, um gute Gelegenheiten wahrzunehmen.

Sie erinnern sich vielleicht: Unsere Entscheidungen heute bestimmen unsere Gestaltungsspielräume morgen. Ich könnte mir denken, dass Familie Schaeffler diese Binsenweisheit ganz nett in den Ohren klingt.

Wenn ich nun einmal keine Gestaltungsspielräume haben, muss ich selbst die besten Chancen ungenutzt vorbei ziehen lassen. Das oder der Staat entschließt sich, den Schutzschirm der Barmherzigkeit über meine Fehlentscheidungen zu spannen. Zum Glück sind unsere Politiker noch unzuverlässiger als die Konjunkturprognosen. Daher können wir diesen Fall nicht mit ins Kalkül ziehen. 😉

Fazit

Also entscheiden sie nach den Vorgaben ihrer Ziele, aber auf den Grundlagen Ihrer Möglichkeiten. Dann kann auch in unsicheren Zeiten nichts schief gehen. 🙂

Entscheidungen sind richtungsgetriebenes Handeln