Entschlossenheit für Entscheider

image Manchmal treffen wir Entscheidungen und meinen es gar nicht so. Vielleicht wollen wir ab jetzt gelassener mit den Fehlern unserer Mitarbeiter umgehen oder wir nehmen uns fest vor, jeden Tag einige Kaltakquise-Telefonate zu führen.

Leider ärgern wir uns dann doch wieder über einen Mitarbeiter und es ist irgendwie auch nie der richtige Zeitpunkt für die Kalkakquise.

Andere Entscheidungen

Doch solche Entscheidungen sind anders als unseren normalen Entscheidungen. Wir wissen schon vorher, dass wir innere Widerstände dagegen haben.

Unsere Idee: Durch die Entscheidung wollen wir den Widerstand klein kriegen. Leider funktioniert das so nicht.

Denn für Entscheidungen braucht es Entschlossenheit. Letzteres bekommen wir nicht durch die Entscheidung selbst.

Wie aber dann?

Erinnern wir uns: Gute Entscheider decken vorher die drei Schlüsselelemente ab:

  1. Entscheidungsklarheit entwickeln
  2. attraktiven Alternativen schaffen
  3. Für die größtmögliche Unterstützung sorgen

Bei Punkt 3 haben wir gepatzt, wenn es uns an Entschlossenheit fehlt. Denn beide Beispiel-Entscheidungen verlangen eine Veränderung von uns. Niemand verändert sich, ohne die innere Bereitschaft dazu.

Unterstützung suchen wir nicht nur außerhalb sondern auch bei uns selbst. Das klingt erst einmal komisch. Denn eigentlich sollten wir jede unserer Entscheidungen unterstützen.

Schwache Motivation

Doch so einfach ist das nicht. Denn manchmal würden wir uns oberflächlich gerne verändern. So würden wir gerne ein paar Pfunde abnehmen, sportlicher sein oder beherzt zum Telefon greifen und ein paar Akquisetelefonate führen. Doch etwas gerne zu wollen, heißt noch lange nicht, dass wir aus innerer Motivation handeln.

Das Warum ist entscheidend

Fragen wir uns doch einfach in so einem Fall, warum wir das wollen. Die Antwort ist meistens ziemlich mau. Es wäre ja besser, schlanker zu sein und wer fit ist, hat mehr vom Leben. Neue Kunden wären ja so eine Verbesserung gegenüber dem Jetzt und so weiter.

Das spricht nicht für unsere Überzeugung. Wenn wir dagegen sagen, wir müssen unbedingt 7 Kilo abnehmen, weil wir es einfach nicht mehr ertragen, so fett zu sein. Wir haben bessere Standards und wir werden sie erfüllen. Oder wir wollen unbedingt mit unseren Kindern mithalten können, weil sie einen sportlichen Daddy als Vorbild haben sollen. Dann würde ich schon mehr von Motivation und Überzeugung sprechen.

Genehmigen wir uns also vor der Entscheidung den Luxus, uns selbst so zu motivieren, dass wir danach unsere Entscheidung mit großer Entschlossenheit umsetzen.

Vergissmeinicht

Vergessen wir am besten nie, dass wir vielleicht ohne Unterstützung anderer auskommen. Aber wir müssen uns selbst bei unseren Entscheidungen mitnehmen. Sonst verschwenden wir unsere Zeit und Nerven.