Kreativität – die Quelle guter Entscheidungen

image »Wofür entscheide ich mich jetzt?« So beginnen die meis­ten Entscheidungen. Vielleicht stellt der Vorgesetzte uns vor eine Wahl oder ein Kunde fragt uns nach einer Extrawurst.

Im jeden Fall müssen wir auf die Situation reagieren und sind in dem Moment nicht ihr Gestalter.

»So läuft es eben! Wir können es uns nicht immer aussuchen. Schließlich leben wir nicht auf dem Ponyhof«

Das denken wir vielleicht und das mit dem Ponyhof stimmt sogar für die meisten von uns. Tatsächlich aber könnten wir die Situation mit nur einer einzigen Veränderung komplett drehen.

Beschnittene Gestaltungsspielräume

Wenn andere uns in eine Entscheidung drängen, beschneiden sie damit unsere Gestaltungsspielräume. Sie bestimmen die Anzahl der Wege und wie diese aussehen.

Dabei leben wir in einer freien Gesellschaft. Auch wenn wir für andere arbeiten, so schulden wir ihnen lediglich ein gutes Ergebnis. Wie wir es erzielen ist (eigentlich) unsere Sache, unsere Gestaltungs­macht

Wir sind ja nur deshalb Opfer dieser Situation, weil uns die Hand­lungsalternativen von außen diktiert werden. Gelingt es uns, die Ent­scheidung über unsere eigene Alternativen zu treffen, sind wir wieder Gestalter unseres eigenen Wegs.

Gestaltungsspielräume erweitern

Wir müssen also unsere Gestaltungsspielräume zurückgewinnen.

Anstatt auf die Frage zu reagieren, wie wir uns entscheiden, fragen wir uns stattdessen: Was tue ich, um meinen Zielen treu zu bleiben?

Wir ändern damit die Aufgabe.

»Dann muss ich ja selbst überlegen, welche Alternativen es gibt!« Genau! Kleine Opfer der Situation haben es einfach. Sie müssen nur »Ja und Amen« sagen. Gestalter nehmen ihren Schicksalsfaden dagegen in beide Hände und stricken sich daraus einen Pullover. 😛

Entscheidende Aufgabe

Die wichtigste Aufgabe eines Entscheiders ist es, attraktive Alterna­tiven zu schaffen. »Attraktiv« liegt hier im Auge des Betrachters. Wir müssen genau wissen, was wir in dieser Situation erreichen wollen.

Leser dieses Blogs kennen diese Voraussetzung. Ich nenne sie Ent­scheidungsklarheit. Ich muss also meinen Bedarf genau kennen und ich schaffe mir dann die dazu passenden Alternativen.

Gewöhnliche Kreativität

Wir müssen also kreativ werden. Allerdings kriegen einige von uns  Schnappatmung, wenn sie diesen Begriff hören. Denn wir sehen uns vielleicht nicht als kreativ an. Wir denken dann an verrückte Marke­tiers oder ungewöhnliche Designer wie Karl Lagerfeld.

Doch Kreativität ist meistens pragmatisch.

Ein Ingenieur ist von Natur aus kreativ, auch wenn er sich dabei der Methoden seiner Profession bedient. Der Qualitätsbeauftragte unse­res Unternehmens hat vermutlich einen der kreativsten Jobs, die es gibt. Selbst unser Controller ist kreativ, wenn er sich überlegt, wie er bestimmte Kosten und Leistungen messen kann. Trotzdem bezeichnet man diese Personen nicht als Kreative.

Kreativität schafft Gestaltungsspielräume

Für uns als Entscheider sollte Kreativität zu unserer Aufgabenbe­schreibung gehören. Denn sonst können wir unseren eigenen Weg nicht gehen. Wir wären dann immer darauf angewiesen, dass die Ent­scheidungssituationen, die andere für uns gestalten unsere eigenen Ziele unterstützen. Aber wie wahrscheinlich ist das?

Mehr über Kreativität

Hier im Entscheiderblog habe ich schon viel über Kreativität und die Schaffung attraktiver Alternativen geschrieben. Hier zwei Beispiele:

  1. Osborn Methode
  2. Mindmaps

Seien wir heute kreativ und gestalten unseren eigenen Weg!

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