Leben Ahoy, Kapitän!

Captain, crew, weekend

90 Prozent aller Menschen wissen nicht, was sie wirklich wollen. Sie glauben, dass sie viel zu verlieren haben und sind doch nicht glücklich. Wenn ich wegen eines Entscheidungsproblems angesprochen werde, könnte ich quasi blind sagen: “Ihr Problem ist, Sie wissen nicht, wo Sie in zehn Jahren stehen wollen” und hätte meistens recht damit.

Wer des Teufels Advokat spielen will, könnte einwenden: Aber diese Leute haben doch ein ganz erfolgreiches Leben geführt, sie haben einiges erreicht!

Der Erfolg der Mittelklasse

Das stimmt, aber wir sprechen hier vom Erfolg der Mittelklasse. Das heißt die Menschen sind einfach den vorgegeben Wegen von Schule, Lehre/Studium gefolgt und haben sich dann auf mehrere Einsteigerstellen beworben. Welcher Job es dann wurde, lag vermutlich in der Hand des Einstellenden und war keine Entscheidung des Bewerbers.

Fleißiges Zahnrad

Von da an, versuchte der Mittelklasse Berufstätige einen guten Job zu machen, zu lernen und vielleicht Karriere zu machen. Auch hier wieder wird der Weg meistens von den Möglichkeiten bestimmt und nicht vom Willen, die Zukunft nach dem eigenen Willen zu gestalten.

Luxusartikel: Freier Wille

Vielleicht merkt der eine oder andere, dass er sich auf dem falschen Weg befindet, aber mit jedem Jahr, das er auf ihm verbracht hat, erhöht er die Kosten für einen Kurswechsel. Der freie Wille wird zum absoluten Luxusartikel, den er sich vielleicht nach einem Lottogewinn leisten würde.

Was sollen wir also tun?

Warten wir ab, bis wir in Rente gehen, oder bis ein anderer für uns die Entscheidung trifft und uns auf die Straße setzt?

Das Leben findet hier und heute statt. Genau an diesem Punkt. Wer auf das “richtige Leben” wartet, verspielt einfach nur Lebenszeit.

Kapitän von Geburt

Vielleicht nehmen wir aber auch unser Geburtsrecht an und schlüpfen in die Rolle des Gestalters, in der wir geboren wurden. Dazu müssen wir nicht immer gleich alles Vergangene wegwerfen.

Stellen wir uns stattdessen vor, wir sind der Kapitän unseres Schiffes und wir verändern einfach den Kurs. Auf zehn Meter ist eine Kursänderung von 5 Grad nicht zu bemerken. Aber auf 200 Kilometer kommen wir in einem völlig anderen Hafen heraus.

Das Einzige was wir dazu wissen müssen ist unser Ziel. Wo wollen wir in zehn Jahren stehen?

Fangen wir doch am besten gleich heute an.

Tipp

Die Coacheuse und Traininerin Gitte Härter hat über persönliche Kurswechsel einen sehr lesenswerten Artikel bei unternehmenskick.de verfasst.