Schlaflos im Bett

image Wichtige Entscheidungen rauben uns gerne einmal den Schlaf. Wir werfen uns hin und her. Was sollen wir nur tun? Wird das alles gut gehen oder stehen wir vor einer großen Fehlentscheidung? Die Unsicherheit über unsere Zukunft löst massiven Stress aus. Vielleicht sind wir aber auch selbst schuld daran?

Liegen Sie auch manchmal schlaflos im Bett und denken über eine wichtige Entscheidung nach? Welche Konsequenzen hat es, wenn Sie Weg  A nehmen (z.B. attraktiver Job in China), was passiert, wenn Sie sich für Weg B entscheiden (z.B. besserer Job als bisher in derselben Stadt)? Sollten wir nicht lieber alles so lassen, wie es ist?

Unserem Handeln eine Richtung geben

Mit unseren Entscheidungen geben wir unserem Handeln eine Richtung. Wir formen mit ihnen unsere Zukunft. Verständlich, dass wir Respekt davor haben.

Unsere Entscheidung beschäftigt uns deshalb so intensiv, weil wir uns jeweils überlegen müssen, welche Zukunft wir haben möchten. Wir können die Auswirkungen auf uns auch nicht überblicken, weil wir nur jeweils die eine Entscheidung sehen. Wir sehen dagegen nicht unsere weiteren Entscheidungen, die wir im Kontext treffen werden. So sehen wir nicht unsere Gestaltungsmacht, sondern fühlen uns vielmehr dem Schicksal ausgeliefert.

Es gibt keine falsche Entscheidung

Das macht uns naturgemäß nervös. Tatsächlich können wir in dieser Situation gar keine falsche Entscheidung treffen. Denn wir haben keinen Maßstab an dem wir richtig und falsch messen könnten. Vielleicht sagen wir im Nachhinein, das es die falsche Entscheidung war. Aber das dient eher zur Verarbeitung schlechter Entscheidungen als dass es unser Entscheidungsverhalten verbessern würde.

Denn in Letzterem liegt tatsächlich unser Fehler.

Opfer sind nervös, Gestalter am Drücker

Wollen wir uns aus dieser Situation befreien, müssen wir vom Opfer zum Gestalter werden. Wir brauchen ein klares Bild, wo wir in z.B. 10 Jahren stehen wollen. An diesem Bild können wir unsere Alternativen messen. Dient der China-Job unserem Zielbild oder eher nicht? Vielleicht sehen wir uns nicht am Ende in China, sondern als Unternehmer in Deutschland, der aber über geeignete Kontakte im Land des Lächelns verfügt?

Ohne diese Vision endet die Entscheidung in China, mit ihr können wir darüber hinaus denken. Wir üben unsere Gestaltungsmacht aus und behalten die Kontrolle.

Sobald wir in China sind, wissen wir genau, was wir zu tun haben, um unser Ziel zu erreichen. Wir bauen unter anderem Kontakte auf, sprechen über potentielle Geschäftsmöglichkeiten für die Zukunft und nutzen unsere Zeit bestmöglich im Sinne unseres Zieles.

Unterstützung für unpopuläre Entscheidungen

Mit unserem Zielbild bekommen wir auch die benötigte Unterstützung von unserem Umfeld. Machen wir zum Beispiel klar, dass unser Chinaengagement nur temporär ist und einem größeren Ziel dient, ist das etwas anderes, als wenn wir einfach nur unser Glück im Ausland suchen.

Was wollen Sie jetzt tun?

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Aber ich persönlich schätze meinen Schlaf und möchte mich nicht durch jede Entscheidung davon abbringen lassen. Sie etwa?