Selbstverantwortung in der Krise

Wetterstation User Hier und Heute ist das Ergebnis unserer vergangenen Entscheidungen. Nicht jeder mag das gerne akzeptieren. So sind doch viele Ereignisse von außen nicht beeinflussbar.

Wer heute in Libyen oder in Syrien lebt, mag vielleicht nicht zu den Freiheitskämpfern gehören und doch ist die politische und militäri­sche Gewalt Teil des Lebens der dort lebenden Menschen.

Genauso, wie die Eurokrise Teil unseres Lebens ist. Wie verträgt sich das mit Selbstverantwortung für unsere Entscheidungen und deren Ergebnisse?

Opfer des Windes

Natürlich gibt es Ereignisse, die wir nicht beeinflussen können. So wie eine Segler nicht den Wind beeinflussen kann. Doch genauso, wie der eine Segler nach Westen segelt, kann ein anderer bei gleichem Wind nach Osten segeln.

Am Ende bleibt es immer bei der einen Frage. Was wollen wir wirklich?

Am Ende steht das Ziel

Dabei stehen wir im Spannungsfeld zwischen der Situation und unseren Zielen. Wenn ein Sturm aufzieht, kennt der Kapitän eines Seglers auch nur eine Priorität: Das Schiff muss unbeschadet die Na­turgewalten überstehen. Danach wird er seinen Standort feststellen und wieder auf Zielkurs gehen.

Wir brauchen unsere Kraft

Lamentieren dagegen hilft in solchen Situationen wenig. Denn das kostet uns Kraft. Die wichtigste Person beim Entscheiden ist nun einmal der Entscheider. Wenn wir ständig über das ungerechte Schicksal jammern, dann rauben wir uns damit die Kraft zum Han-deln.

Ja, aber das sage ich doch nur so dahin!” – Das mag so sein. Aber unser Unterbewusstsein erkennt den Unterschied nicht. Durch unser Gerede schwächen wir uns, so als würde der Kapitän mit der Axt auf seinen Mast einschlagen. Was unvernünftig aussieht, ist es meistens auch.

Entscheiden und Handeln

Denn mit einer Entscheidung ist es natürlich nicht getan. Wir müssen uns auch zutrauen, sie umzusetzen. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Eine nicht umgesetzte Entscheidung ist gleichbedeutend mit einer nichtgetroffenen Entscheidung.

Den Wind können wir also nicht ändern. Wie wir damit umgehen schon. Genauso halten wir es mit der Eurokrise.

Wir haben keinen Einfluss darauf. Es ist ärgerlich, aber wir können es nicht ändern. Warum also sollten wir uns nur einen Moment länger als nötig mit den Ursachen beschäftigen? Viel wichtiger ist doch, wie wir damit umgehen.

Packen wir es an!