So behalten wir die entscheidende Kontrolle

image Wir möchten immer “etwas Neues” lernen. Dabei geraten die Grundlagen oft in Ver­gessenheit.  Wir haben oft  komplizierte Themen über die wir entscheiden müssen. Daher glauben wir, dass es eines ebenso komplexen Werkzeu­ges bedarf, um zu einer guten Entscheidung zu kommen.

Denkfehler

Dabei sitzen wir einem Denkfehler auf. Die Themen mögen kompliziert sein. Aber der Entscheidungsprozess muss es nicht sein. Wer die Komplexität seines Themas in den Entscheidungsprozess hinein trägt, wird damit nicht glücklich.

Schauen wir uns Fehlentscheidungen an, sehen wir, dass die Fehler meistens schon in den einfachsten Grundlagen gemacht werden. Denn durch unsere komplizierten Themen verlieren wir den Blick für das Einfache.

Einer dieser Fehler ist die mangelnde Kontrolle über die eigene Entscheidung.

Klarheit

Entscheidungen geben unserem Handeln eine Richtung. Daher sollten wir wissen, was wir wollen.

Der erste Schritt einer guten Entscheidung ist daher Entscheidungsklarheit. Das bedeutet im Grunde nichts anderes, als den eigenen Bedarf zu kennen.

Jede Entscheidung bringt uns irgendwo hin. Ob wir das wollen oder nicht. Selbst eine Nichtentscheidung bedeutet letztlich, die Richtung von extern zu übernehmen und die Dinge laufen zu lassen.

Kontrolle ist der Schlüssel

Was aber bedeutet “es”, genau zu wissen was wir wollen? Dazu gibt es die fünf Kontrollelemente einer Entscheidung. Sie heißen deshalb so, weil wir in dem Moment die Kontrolle über die Entscheidung übernehmen, sobald wir sie für uns  klären.

Hier die fünf Fragen, um uns die Kontrollelemente zu erarbeiten:

  1. Was ist das Ziel?
  2. Warumbeschäftige ich mich mit dieser Entscheidung?
  3. Was sind erwünschte Ergebnisse?
  4. Was sind unerwünschte Ergebnisse?
  5. Was sind meine Status quo Ergebnisse (was ist gut an der heutigen Situation und sollte bewahrt werden)?

Selbst wenn wir uns schon von Angeboten verführt fühlen, können wir so auf die Grundlagen unseres Bedarfs zurückkommen.

Leitfaden für Gespräche

Dieselben Kontrollelemente helfen uns übrigens in Gesprächen mit anderen, unsere eigene Linie zu halten. Wir wissen dann genau, wo wir auf den anderen eingehen können und wo wir unsere Grenzen sehen.

Leitfaden für Selbstgespräche

Im Grunde passiert bei unseren Entscheidungen auch nichts anderes. Wir “verhandeln” mit uns selbst, was das Beste für uns ist. Wir betrachten unsere Alternativen, die wir hoffentlich passend zum Bedarf geschaffen haben und sehen, wo es Abweichungen gibt.

Vielleicht lässt sich dann das eine oder andere noch optimieren. Auch hier sind die fünf Kontrollelemente sehr hilfreich. Denn wir werden natürlich nur die Aspekte optimieren, die unseren Bedarf betreffen.

Kontrolle löst Komplexe

So reduzieren die fünf Kontrollelemente auch komplexe Ent­schei­dungs­the­men auf das Wesentliche.

Die fünf Kontrollelemente sind Teil der Entscheidungsklarheit. Damit wir sie erreichen, müssen wir nur noch aus den fünf Kontrollelementen unsere Entscheidungskriterien ableiten und gewichten. Mehr dazu finden Sie hier in diesem Blog.

Wie wichtig ist es für uns, Kontrolle über unsere Entscheidung zu haben?