So setzen wir neue Maßstäbe

image Unterhalten wir uns mit kleinen Kindern, so ist für jedes klar, dass es eines Tages etwas Besonderes leisten wird. Das mag damit zu tun haben, dass sich Kinder so schnell ent­wickeln, dass es beinahe jeden Tag etwas Neues an sich zu entdecken gibt.

Es mag auch an den Eltern liegen, die ihre Kinder ermutigen, die Welt zu erkunden.

Die Gründe sind letztlich egal. Denn diese Klarheit weicht schnell.

Sinnverlust

Wir Erwachsene tragen stattdessen oft ein dumpfes Gefühl mit uns herum, dass die Dinge nicht richtig sind. Vorgesetzte und andere, die Einfluss auf unser Leben haben, können es uns nie recht machen und eine tiefe Unzufriedenheit mach sich breit.

Was fehlt ist oft ganz einfach. Wir suchen den Sinn in unserem Leben uns können ihn in den Spuren die wir hinterlassen nicht erkennen.

Fehlende Klarheit

Vielleicht glauben wir, dass wir nichts Bedeutendes geleistet haben. Und da ist es wieder. Die Klarheit aus der Kindheit. Wir wollen gerne etwas Besonderes zuwege bringen.

Tolle Leistungen

Das Problem: Wir glauben, dass Bedeutung etwas mit den Maßstäben unserer Gesellschaft zu tun hat. Wenn wir uns Unternehmer wie Dietmar Hopp oder Hasso Plattner ansehen, die mit SAP einen Weltkonzern innerhalb einer Generation aus den Boden gestampft haben. Dann denken wir: Die haben etwas geschafft!

Tatsächlich ist das eine tolle Leistung. Es gibt allerdings viele Menschen, die es auf die eine oder andere Weise geschafft haben, reich und berühmt zu werden, aber trotzdem zutiefst unzufrieden sind.

Falscher Maßstab

Undankbares Pack! So könnte man denken. Aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist vielmehr, dass wir die Bedeutung unseres Handelns nicht in den Maßstäben unserer Gesellschaft messen können, sondern nur an unseren eigenen Maßstäben. Aber wer traut sich das schon?

Der richtige Maßstab

Fassen wir noch einmal zusammen. Wir wollen etwas Bedeutendes leisten und was bedeutend ist, leiten wir aus uns selbst ab.

Maßstäbe setzen

Menschen, die sich daran halten, sind auch diejenigen, die neue Maßstäbe für unsere Gesellschaft setzen. Denken wir an einen Thomas Alva Edison, einen Werner von Siemens, Albert Schweitzer, einen Mahatma Gandhi, eine Mutter Theresa, einen Martin Luther King, oder einen Steve Jobs.

Der Jobs Maßstab

Letzter lebt ja noch. Aber in kaum einen anderen Unternehmer können wir so gut sehen, dass er selbst bestimmt, was für ihn bedeutend ist. Er gründete Apple Computers aus der Leidenschaft für Computer. Er brachte den Apple Macintosh auf den Markt, weil Technologie cool sein muss und das hieß damals intuitiv bedienbar. Er wurde von dem ehemaligen Pepsi-Manager John Scully 1985 aus dem Unternehmen gedrängt, weil Jobs zu technikverliebt war.

Wenig später gründete er die Firma Next Computers, um das fortschrittlichste intuitive Betriebssystem zu schaffen. Gleichzeitig kaufte er für 12 Millionen Dollar eine kleine Filmfirma für computergenerierte Filmszenen.

2006 brachte Jobs seine kleine Filmfirma, die inzwischen Pixar hieß für 7,4 Milliarden US Dollar in eine Übernahme durch Walt Disney Company mit ein.

1996 kehrte Jobs wieder zu Apple zurück und wurde als der große Retter gefeiert. Next wurde von Appel übernommen und Next OS heißt heute OS X. Jobs Ausflug in die Unterhaltungsindustrie hat ihm offensichtlich gut getan. Denn heute ist Apple ein Unterhaltungselektronik- Unternehmen mit einer Computer-Herstellung.

Jobs passt in kein Bild, dass andere von Unternehmern oder Managern malen würden. Er handelt nach seinen eigenen Grundsätzen und gilt als Diva.

Jobs ist für uns Bedeutend geworden

Er macht das, was er selbst für bedeutend hält. Und der Rest der Welt folgt ihm. Legendär ist das Jobsche “reality distortion field”, wenn er eine seiner Präsentationen gibt. Denn Jobs ist so überzeugt von sich und seinen Ideen, dass sich keiner verweigern kann.

Ohne Jobs würden wir heute vermutlich MS DOS 25 auf unseren Rechnern laufen haben, wir würden hässliche und schlecht bedienbare Mp3-Player haben und unsere Telefone hätten viele Funktionen und noch mehr Tasten, um sie zu bedienen. Mobiles Internet wäre zwar möglich, aber keiner wollte es nutzen.

Jobs hat das Konzept des iPads nicht erfunden. Microsoft bringt seit zehn Jahren mit seinen Partnern TabletPCs auf den Markt. Aber das iPad ist wieder so cool und einfach zu bedienen, dass er den Markt völlig neu damit aufrollt.

Jetzt setzen wir Maßstäbe

Das passiert also, wenn wir uns darauf konzentrieren, etwas für uns Bedeutendes zu leisten.

Machen wir diese Woche zur Woche der persönlichen Bedeutung. Wir entdecken neu, was für uns tatsächlich eine Bedeutung hat und handeln danach.

Was halten Sie davon?