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WasserglasJe größer unser Gestaltungsspielraum ist, desto bessere Alternativen können wir entwickeln. Berater sprechen immer ganz natürlich von diesen Spielräumen, aber sel­ten genug sehen wir jemanden “spielen”. 🙂

Gut genug?

Was hat es also damit auf sich? Aus meiner Sicht ist unser Ge­stal­tungs­spielraum der Bereich unserer Möglichkeiten, den wir für uns nutzen können.

Gestaltungsspielraum_eins

In der Grafik ist der graue Bereich unser Gestaltungsspielraum. Angenommen, wir suchen eine neue Wohnung. Die Alternativen, die in Frage kommen (die blauen Smileys), begeistern uns nicht. Aber für unser Budget gibt es eben nichts Besseres. Die Alternativen (gelbe Smileys) im grünen Chancenraum sind außerhalb unserer Mög­lich­kei­ten.

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SpiegelEin neues Auto steht an, eine neue Anlage, ein neues Laptop oder manchmal nur ein neuer Staubsauger. Je größer die Investition, desto intensiver investieren sich Entscheider in das ihnen fremde Thema.

Richtig so! Möchte man meinen. Tatsächlich beschäftigen sie sich aber mit dem falschen Thema.

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Bin ich ein guter Entscheider? Oder bin ich es nicht? Diese Frage stellen wir uns meistens nur, wenn etwas gründlich daneben gegangen ist. Glücklicherweise passiert das nicht so häufig. Allerdings bleibt die Frage dann auch unbeantwortet.

Aber angenommen, Sie wollten es wirklich wissen. Dann wird Ihnen ein Psychotest vermutlich keine guten Antworten geben können. Denn sobald wir einen solchen Test ablegen, wollen wir natürlich auch die maximale Anzahl der Punkte erreichen. Mit anderen Worten, vermutlich handeln wir in freier Wildbahn anders, als wir im Test angeben.

Muss ich denn wissen, wie gut ich entscheide?

Diese Frage müssen Sie mit sich selbst ausmachen. Ich habe gelegentlich Kunden, die kratzt es überhaupt nicht, dass ein anderer für meine Coaching-Stunde einen ganzen Tag arbeiten müsste. Für diese Clientel brauche ich einen stärkeren Hebel zur Motivation. Denn sonst hapert es gerne mal mit der Umsetzung.

Wie motiviert sich jemand, der schon alles hat? Indem er sich zum Beispiel selbst vor Augen führt, wie weit er von seinem Idealbild entfernt ist. Genau dazu dient der Warum-Test.

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© solaris - Fotolia.com

“Sie haben in jeder Entscheidungssituation unendlich viele Alternativen!”

Anrufer: “Das ist nicht Ihr Ernst, oder?”

Ich: “Warum nicht?”

Anrufer: “Also Angenommen, Sie sind ein verurteilter Mörder in der Todeszelle und Sie haben die Wahl zwischen der Giftspritze und dem elektrischen Stuhl. Wo haben Sie da noch mehr Alternativen?”

Ich: “Ich könnte auf dem Kopf stehen und lachen, ich könnte einen Zellenmarathon aufstellen und 42 Kilometer im Kreis rennen…”

Anrufer: “Aber das ist völlig sinnlos und sicher keine Entscheidung, die Ihnen als verurteilter Mörder weiterhelfen würde!” Weiterlesen

© Robert Mizerek - FOTOLIA

Es gibt ein Thema, auf das ich immer wieder angesprochen werde.

Braucht man denn den ganzen Aufwand mit Entscheidungsmethodik überhaupt? Schließlich haben doch in letzter Zeit viele Wissenschaftler, wie z.B. Gerd Gigerenzer (mehr bei Armin Karge)die Lanze für die Intuition gebrochen. Gerade unter den Unternehmern sei doch eine Fraktion nahezu sagenhaft erfolgreicher Bauchentscheider zu finden, oder nicht? Weiterlesen

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Letzte Woche habe ich auf der Didacta in Stuttgart meinen Vortrag “Salomon, Cäsar und die Fugger – auch große Entscheider fallen kleinen Fallen zum Opfer” gehalten. In der anschließenden Fragesession fragte mich eine Zuschauerin, ob man Entscheidungen nicht einfach eine Zeit lang liegen lassen müsste, um sie reifen zu lassen.

Was denke ich darüber? 

Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden. Allerdings ist es schade, wenn dann der Zeitpunkt der Entscheidungen gekommen ist und sich bei den Alternativen nichts getan hat. Tatsächlich brauchen wir viele Entscheidungen nicht sofort zu treffen – auch wenn dies heute von vielen Managern gerne praktiziert wird. Allerdings heißt das nicht, dass wir untätig sind.

Entscheidungsklarheit

Ganz wichtig: Wir müssen herausfinden, was wir mit dieser Entscheidung für uns erreichen wollen. Wenn wir das exakt wissen, hilft uns schon einmal unser retikuläres Aktivierungssystem (RAS) und unser Bewußtseinsfilter läßt uns ab diesen Zeitpunkt Informationen wahrnehmen, die uns in der Sache weiterbringen.

Attraktive Alternativen

Wenn wir schon die Zeit haben, warum erarbeiten wir uns dann nicht gleich auch ein paar Alternativen, die unserem Bedarf entsprechen? Das unterscheidet Gestalter und Macher von dem rein reaktiven Normalo.

Unterstützung sichern

Last but not least: Sprechen Sie mit Ihrer Umgebung über die Ziele, die sie gemeinsam haben und sichern Sie sich die Unterstützung für ihre Umsetzung.

Reifen lassen oder Handeln?

Wenn Sie das erledigt haben, können Sie die Entscheidung gerne ein Weile liegen lassen, denn Sie sind optimal vorbereitet. Allerdings kenne ich niemanden, der dann noch warten wollte 😛

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Wenn wir vor einer Entscheidung stehen, ist es gut, wenn wir möglichst viele Alternativen zur Auswahl haben. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Die Wahrscheinlichkeit steigt dabei, dass wir eine Alternative finden, die unseren Bedarf am besten deckt.

Der Unternehmer Willi Bauer* (Name geändert) möchte gerne die Rentabilität seines Unternehmens steigern. Er stellt genau zwei Produkte her. Produkt 1 verkauft sich seit 14 Jahren wie geschnitten Brot. Produkt 2 ist seit drei Jahren am Markt und verursacht teilweise empfindliche Verluste. Das will der Unternehmer so nicht mehr hinnehmen und hat sich einige Maßnahmenbündel zurecht gelegt, über die er entscheiden will. Weiterlesen

© Edward White - Fotolia.comWas macht einen Top-Entscheider aus und was hat er davon, einer zu sein? Mögliche Antworten liefert das Bekenntnis eines Top-Entscheiders:

1. Ich weiß in jeder Situation, was das Richtige ist. Denn ich handle nach meiner eigenen Vision, die ich ständig im Blick habe. Das bedeutet für mich, dass ich sehr schnell entscheiden kann, wenn ich bereits die richtigen Optionen (Alternativen) habe. Ich handle dann mit großer  Entschiedenheit. Das gibt mir Sicherheit.

2. Ich habe Lust am Entscheiden und Gestalten. Wenn ich weiß, dass ich genau das bekomme, was ich will. Dann habe ich natürlich richtig Lust zu entscheiden. Das bedeutet für mich weniger Stress und mehr Freude am Leben und an der Arbeit.

3. Ich weiß, wo ich hin will.
Denn ich habe eine Vision für mich entwickelt, die selbst in schweren Zeiten ein Leitstern für mich ist und mir die Sicherheit gibt, eines Tages genau dort anzukommen. Das bedeutet für mich, es gibt immer einen Weg und ich finde ihn. Weiterlesen

RankaholicsIch war letzte Woche auf einem sehr spannenden Vortrag von Dr. Ralf Lengen. Der Titel: “Kundenbindung durch Newsletter”. Viel wichtiger war aber sein Ausflug in die Welt der Rankings. Ursprünglich hatte ich keine besonders hohen Erwartungen, denn ganz ehrlich, ich nehme Rankings à la “die 10 größten Managementfehler” oder die “500 reichsten Menschen der Welt” wahr, aber  da ist doch kein Nutzen dahinter, oder?

Weit gefehlt! Denn unsere Neugierde läßt uns nicht los, wir wollen wissen, wie die ersten Plätze eines Ranking besetzt sind. Weiterlesen

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Teil IV meiner
Beitrags-Serie über erfolgreiches Entscheiden. 

Wenn wir mit unseren Erfolgen nicht zufrieden sind, wenn es nicht so läuft, wie wir es uns wünschen oder wenn wir einfach der Meinung sind, wir hätten besseres verdient, dann haben wir bei unseren Entscheidungen den eigenen Bedarf vernachlässigt. 😮

Ob das so ist, können Sie leicht herausfinden. Informieren Sie sich bei anstehenden Entscheidungen, wie z.B. dem Kauf eines neuen Autos zunächst über die verfügbaren Alternativen? Gehen Sie zum Autohändler und lassen sich alle neuen Extras erklären, die Sie noch nicht kennen? Weiterlesen