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image »Ich habe die freie Auswahl, aber ich kann mich nicht ent­scheiden!«

Wenn wir uns nicht entscheiden können, liegt das meistens da­ran, dass keine der sich bie­tenden Möglichkeiten wirklich attraktiv ist. Das Dilemma, in dem wir stecken ist dann eine Warnung, die wir unbedingt beachten sollten.

»Von wegen nicht attraktiv. Wenn ich eines der Jobangebote anneh­me, verdiene ich danach zwischen 30 und 40 Prozent mehr! Ich weiß nur nicht, was das Beste davon ist

Was »attraktiv« bedeutet

Wenn wir nicht von Stereotypen unserer Gesellschaft und der Wer­bung verblendet sind, liegt »attraktiv« im Auge des Betrachters.

Nur weil die neuen Jobalternativen eine höhere Bezahlung verspre­chen, heißt das noch lange nicht, dass sie in unseren Augen attrakti­ver sein müssen.

Geld ist nur bedingt »attraktiv«

Vor kurzem brachte eine Studie ans Licht, dass wir bis zu einem Jah­resgehalt von 60.000 Euro unser persönliches Glücksgefühl steigern können. Darüber hinaus nimmt die Motivation durch Geld stark ab.

»Attraktiv« bedeutet daher, passend zum eigenen Bedarf. Ein Ent­scheidungsdilemma erleben wir, weil unser Bedarf durch unsere Wahlmöglichkeiten nicht gedeckt wird.

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image Joachim Löw hat mit der Deutschen Nationalmannschaft den dritten Platz belegt. Ange­sichts des begeisternden Fuß­balls, den wir über weite Teile der WM sehen konnten ist das wenig. Angesichts der Erwar­tungen, die wir vor der WM hatten ist es viel.

Gretchenfrage für Löw

Wie bei der letzten WM auch, steht unser jetziger Bundestrainer vor der Frage, ob er weiter machen soll oder nicht. Nach den emo­tiona­len Strapazen der letzten Wochen, nimmt er sich dafür erst einmal ein paar Tage Ruhe, um wieder zu sich selbst zu finden.

Anders als viele andere Entscheider, weiß Löw ganz offensichtlich, was er will. Er hat eine Vision. Doch der DFB ist ein politisch ge­präg­ter Verband und bei der Nationalmannschaft wollen viele Köche den Brei verderben.

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image Ich höre und lese immer wieder, zum Entscheiden brauche es Mut. Denn man tauscht die sichere Gegenwart gegen eine unsichere Zukunft ein.

Mut ist sicher eine nützliche Eigenschaft. Wir können dann unsere Ängste überwinden und persönlich wachsen. Zum Beispiel wenn wir unserem Chef auf Augenhöhe entgegentreten und seine aggressive Art bei uns nur ein freundliches Lächeln auslöst.

Mut ist gut

Mut ist auch dann gut, wenn wir unseren eigenen Weg gegen den Widerstand der Umgebung gehen. So hat die FAZ zum Beispiel Jogi Löws Verzicht auf Kevin Kurányi bei der WM in Südafrika als “mutig” bezeichnet.

Tatsächlich hätte ich mich gefreut, wenn Kurányi für seine Entwicklung belohnt worden wäre. Denn ganz offensichtlich hat er eine Katharsis durchgemacht. Und hat jetzt die Freiheit, er selbst zu sein.

Entscheider brauchen Richtung

Doch zurück zum Mut der Entscheider. Mut kann nützlich sein, Voraussetzung ist es nicht.

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Viel Vergnügen!