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Olympus 006Meine erste Spiegelreflexkamera war keine Olympus. Das war auch gut so. Denn irgendwann fiel sie mir aus der Hand und fortan hatte ich einen Riss im Spiegel.

Aber meine zweite Kamera war eine Olympus OM-1, die mir mein Vater schenkte.

Dieses kleine Wunderwerk der Technik war perfekt für mich. Beim Gedanken an die dazu passenden Zuiko-Objektive fange ich heute noch das Schwärmen an.

Doch das war einmal. Wie sich jetzt herausstellt, laufen hinter den Kulissen des beliebten Kameraherstellers seit Jahren krumme Geschäf­te.

Aber fangen wir ganz am Anfang an. Denn diese Geschichte hat  alles, was ein guter Thriller braucht.

Natürlich gibt es auch einen Helden, verkörpert in dem Briten Michael Woodford. Er war bis vor kurzem der Chef von Olympus. Die folgende Geschichte basiert auf den Fakten aus der Presse und meiner lebhaften Fantasie.

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Schuss ins Tor Gestern stand für den FC Schal­ke 04 eines seiner wichtigsten Spiele an. Doch das war kei­nesfalls der Fokus des Tages. Denn am frühen morgen ließ die WAZ die Bombe platzten. Aus »gut unterrichteten Kreisen« hieß es, dass der Verein den Vertrag mit seinem Trainer zum Saisonende lösen würde.

Später konnten wir lesen, der Trainer Felix Magath habe im Verein ein Klima des Misstrauens geschaffen und bei der Menschenführung ver­sagt.

Der Trainer weiß von nichts

Das mag so sein, oder auch nicht. Allerdings gibt einem die Art und Weise, wie das Ganze gerade abläuft einen ganz anderen Eindruck. Denn gegenüber den Medien versicherte der Trainer gestern, dass er von nichts wisse und davon ausgehe, bis 2013 seinen Vertrag zu erfüllen.

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image Ich vergleiche Entscheider ger­ne mit einem Maler vor seiner Leinwand. Große Meister ha­ben bereits ein Bild im Kopf, bevor sie den ers­ten Strich auf die Leinwand set­zen. Weniger be­gabte Zeitge­nossen warten auf In­spiratio­nen von außen o­der lassen sich von einem klei­nen Detail zum nächsten inspi­rieren.

Der Eine hat am Ende ein Meisterwerk vor sich. Der Andere eine Sammlung von Details, die mehr dazu gezwungen wurden, ein Ge­samtbild zu formen als dass sie es von sich aus tun würden.

Strich für Strich

Der Meister setzt jeden Pinselstrich mit einer Absicht. Denn damit setzt er sein Meisterwerk Strich für Strich um.

Entscheidung für Entscheidung

Der Meister-Entscheider macht das Gleiche mit seinen einzelnen Ent­scheidungen. Beide Meister müssen dazu nicht jeden Moment bewusst da­rüber nachdenken. Das Unterbewusstsein hilft jedem der beiden, das Bild in ihrem Kopf umzusetzen.

»Ja, ja, blah blah bla. Aber ich muss mir überlegen, ob ich meinen Ent­wicklungsingenieur entlasse oder nicht. Weil er sich an der Firmenkasse bedient hat. So einen fähigen Mann bekomme ich doch jetzt so schnell nicht wieder!«

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image »Rumpelstilzchen tanzt wieder«, denkt sich Felix Becker*, als sein Chef vor ihm in die Luft geht. Wie soll er mit der Situation umgehen? Einfach das Gewitter über sich ergehen lassen? Es mit gleicher Münze zurückge­ben? Einfach den Raum ver­las­sen? Alle diese Möglichkeiten führen immer wieder zum glei­chen Ergebnis: Seine Entlassung.

Häufig sitzen wir vor schlechten Alternativen und suchen nach der richtigen Entscheidung. Aber es macht keinen Unterschied, ob der Dreck braun, grün oder grau ist, am Ende des Tages ist es Dreck!

Unser Problem: Uns fehlen die attraktiven Alternativen. Kein Wunder! Denn viele von uns kommen zu ihren Entscheidungen wie die Jungfrau zum Kind. »Wo kommt das denn jetzt schon wieder her?«

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