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image In den letzten Tagen sorgt eine Entscheidung für Schlagzeilen. Ver­tei­di­gungs­minister zu Gut­ten­berg steht in der Kri­tik, wie er die An­ge­le­gen­heit im Fall Gorch Fock löst.

Wer Entscheidungen trifft, wird im­mer in der Kritik ste­hen. Das liegt in der Natur der Sache.

Schiff versinkt im Nachrichten­sumpf

An Bord unseres Parade-Schiffes »Gorch Fock« kommt es zu einem tödlichen Unfall – nicht zum ersten Mal. Der Bordalltag soll daraufhin fortgesetzt werden, aber die anwesenden Offiziersanwärter und –anwärterinnen verweigern den Befehl. »Meuterei« schreibt die Presse, als die Sache an die Öffentlichkeit kommt.

Weitere Enhüllungen folgen.

An Bord der Gorch Fock soll es zugegangen sein, wie in einem schlechten Film. Sexuelle Nötigung, Saufgelage, Gewaltandrohungen, heißt es, seien vorgekommen.

Verteidigungsminister zu Guttenberg wartet erst noch ab, will alle Fakten kennen und niemanden vorverurteilen, wie er den parlamen­tarischen Gremien erklärt.

Die Entscheidung

Doch ein angekündigter Bericht in der Bildzeitung mit weiteren unap­petitlichen Details bringt am Freitag angeblich das Fass zum Über­laufen. Er suspendiert den kommandierenden Offizier Norbert Schatz vorläufig vom Dienst, bis alle Vorwürfe geklärt sind.

Die genauen Hintergründe zu Guttenbergs Entscheidung kennen wir nicht. Wir wissen nur, dass sie gefallen ist.

Kritik

Manche sehen in dem suspendierten Offizier ein Bauernopfer, mit dem der Verteidigungsminister sich selbst aus der Schusslinie bringen möchte. Das mag stimmen.

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© Lothar Lorenz - FOTOLIAGeld ist nicht alles! Das zumindest findet die Mehrzahl meiner Kunden. Bei der Formulierung ihrer unternehmerischen Vision spielt oft der Wunsch mit, der Gesellschaft einen Dienst zu erweisen. Besonders knackig hat das ein Unternehmer aus Stuttgart auf den Punkt gebracht.

Ich fragte ihn: “Wann genau wissen Sie, dass sie Ihre Vision umgesetzt haben?”

Seine kurze und knappe Antwort: “Gorch Fock!” Im ersten Moment wußte ich damit noch nicht soviel anzufangen. Die Gorch Fock ist das Segelschulschiff der Bundesmarine. Was hat das mit seiner unternehmerischen Vision zu tun?

Allerdings klärte er mich schnell auf. “Haben Sie schon Angebote im Internet gefunden, Ihre Ferien auf der Gorch Fock zu verbringen?” Nein, das hatte ich nicht. 😮

“Die Gorch Fock ist ein Heiligtum für die Bundesmarine. Wer darauf mitfahren will tut dies, weil er einen anstrengenden Dienst für unsere Sicherheit absolviert. Kein Geld dieser Welt könnte Ihnen eine Ferienreise auf diesem Schiff kaufen. Sollte ich also eines Tages just for fun auf diesem Schiff mitfahren, müßte ich mich in einer Weise um Deutschland verdient gemacht haben, dass Bundeskanzler(in) und Bundespräsident mich fragen, ob sie mir einen Wunsch erfüllen können, der mit Geld nicht zu bezahlen ist.” 😯

Der Mann hat eine große Vision. Ich finde den Anspruch, die Umsetzung der eigenen unternehmerischen Vision mit einem durch Geld nicht zu kaufenden Ziel zu krönen sehr spannend.

Wir alle wissen, dass Geld nicht wirklich knapp ist, sondern es sind die guten Ideen, die oft fehlen. Wenn ich bereits 2/3 meines Geldziels erreicht habe, läßt möglicherweise meine Entschlossenheit nach, mich dafür einzusetzen. Ein nicht käufliches Ziel dagegen, da muss ich bis zum Ende absoluten Einsatz an den Tag legen und jede meiner Entscheidungen muss sich diesem Anspruch unterordnen.

Sehr spannend das Ganze, vielleicht will ich ja auch einmal Ferien auf der Gorch Fock machen – ob mich meine Kunde wohl mitnehmen wird? 🙂