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imageWir leben in einer schönen Zeit. Alle denkbaren Informationen sind nur einen Klick entfernt. Freunde und Bekannte sind nur eine E-Mail entfernt. Wir verlie­ren nur mit denjenigen Kontakt, mit denen wir das auch wollen. Handys machen unser Büro mobil und uns jederzeit für die wichtigen Dinge erreichbar. SMS gehen schnell und halten uns auf dem Laufenden.

Die Geschwindigkeit der Zeit

Das ist auch notwendig. Denn wir müssen heute Entscheidungen schneller treffen als jemals zuvor. Denn die Welt verändert sich in einem unglaublich schnellen Tempo.

Über das Internet erfahren wir Nachrichten wenn sie passieren. Schlägt irgendwo in der Welt ein Wirbelsturm zu, wissen wir das noch schneller als unser Repräsentant vor Ort melden kann, dass unser dortiger Lagerbetrieb in den nächsten Tagen beeinträchtigt sein wird.

Vor einigen Jahren noch, hätten wir erst einige Tage später davon erfahren. Heute können wir unmittelbar reagieren.

Ganz nah dran

Es ist als fände alles nur ein paar Meter von uns entfernst statt. Daher können wir schnell unsere Aufmerksamkeit darauf richten und reagieren.

Vielleicht müssen wir sogar darauf reagieren, weil wir den Eindruck haben, wir wären so nah am Geschehen.

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image Letzte Nacht haben Palm Computing und der Computer Hersteller Hewlett-Packard bekannt gegeben, dass HP den auf den letzten Loch pfeifenden Handyhersteller übernehmen werde.

Damit haben wohl nur wenige gerechnet. Viel eher war der Taiwanesische Hersteller HTC auf der Liste gestanden. Doch HTC hatte sich in den letzten Tagen zu Microsofts Windows Phone 7 bekannt.

Nachträglich können wir konstatieren, dass hier einer eine aus­ge­sprochen nachvollziehbare Entscheidung getroffen hat.

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Mark Adam* (Name geändert) steht vor einer wichtigen Entscheidung. Ein  Konkurrent bietet ihm einen Betriebsteil zum Kauf an, der Adam einen neuen Markt öffnen wird.

Adam hat in den letzten Jahren gut verdient und vor allen Dingen Rücklagen angelegt. Daher könnte er ohne Kreditaufnahme die Gelegenheit nutzen.

Was ist schon normal?

In normalen Zeiten hätte er es auch ohne Zögern getan, denn das Angebot ist sehr günstig. Aber in Zeiten der Wirtschaftskrise ist nichts mehr sicher.

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Die Entscheider-Bibel Im Leben eines Autoren gibt es so einige Highlights. Unübertroffen ist jedoch der Moment, wenn man das eigene Werk erstmals in den Händen halten kann. 🙂

Offiziell erscheint die Entscheider-Bibel erst am 5. März. Aber ich habe mein Vorabexemplar bereits heute mit der Post bekommen. Der Verlag hat keine Kosten und Mühen gescheut und dem Cover eine Goldfolie spendiert, sowie ein sog. Kapitelbändchen in rot.

Mein Lektor Martin Janik wird nicht müde zu betonen, dass ich ein ausgesprochen hochwertiges Buch mit einem großen Lesernutzen geschaffen habe. Da wollte sich der Verlag dann wohl auch nicht lumpen lassen. 🙂

Die Entscheider-Bibel  Rückseite Mich jedenfalls freut es. Man möchte das Buch direkt in die Hand nehmen. Es hat eine geradezu magische Anziehungskraft. Ein Hoch auf den Carl Hanser Verlag! Als Autor kann ich nur mein Bestes geben, dass der Inhalt überzeugt, aber das Cover schafft im Buchladen oft erst das Interesse.

Na? Wollen Sie nicht auch so ein schönes Buch in den Händen halten? 🙂

Weitere Beiträge zur Entscheider-Bibel:

Ein kleiner Appetizer für das Frühjahr!

© Robert Mizerek - FOTOLIA

Es gibt ein Thema, auf das ich immer wieder angesprochen werde.

Braucht man denn den ganzen Aufwand mit Entscheidungsmethodik überhaupt? Schließlich haben doch in letzter Zeit viele Wissenschaftler, wie z.B. Gerd Gigerenzer (mehr bei Armin Karge)die Lanze für die Intuition gebrochen. Gerade unter den Unternehmern sei doch eine Fraktion nahezu sagenhaft erfolgreicher Bauchentscheider zu finden, oder nicht? Weiterlesen

© Clemens Haselböck - Fotolia.comIch weiß nicht, wie es Ihnen gegangen ist, als Sie vom zumwinkelschen Steuerskandal gelesen haben. Ich persönlich habe die Nachricht selbst mit großem Gleichmut genommen. Ich habe nichts übrig für Steuerhinterziehung, aber es interessiert mich auch nicht, was ein Herr Zumwinkel macht. Schließlich wird er bestraft werden, sollte er schuldig sein.

Tacheles 

Was mich allerdings schon stört, ist die Art, wie die Nachricht überbracht wurde. Da fielen Sätze wie, “wir haben die Bank gehackt” oder Hubertus Heil sprach von “Asozialen” und schien damit sämtliche Manager und Unternehmer zu meinen.

Als Bürger frage ich mich, ob das nicht mir mehr Fingerspitzengefühl und mehr Vertraulichkeit von Seiten der Behörden und der Politik behandelt werden kann. Das Kalkül dahinter ist mir natürlich auch klar: Alle anderen Steuerhinterzieher sollen so zur Selbstanzeige getrieben werden.

Ein ungutes Gefühl bleibt, denn es gibt unserer Öffentlichkeit ein Proll-Image, das wir nicht verdient haben.

So weit meine persönliche Meinung.

Die Wahrheit über gute Entscheidungen 

Aber hier geh’s ans Eingemachte. Denn wenn mich jemand fragt, ob es eine gute Entscheidung war, so zu handeln lautet meine Antwort: “Es kommt darauf an, welches Ziel damit verfolgt wurde und welche gewünschten Ergebnisse sich die Entscheider in den Behörden und in der Politik davon erhoffen.”

Entscheiden ist individuell. Wenn mir die Entscheidungen anderer Menschen nicht passen,  heißt das nicht, dass deren Entscheidungen schlecht waren. Es heißt nur, dass ich andere Ziele verfolge. 🙂

© Florea Marius Catalin - FOTOLIA“Ich weiß jetzt, dass meine Entscheidung von damals ein Fehler war”, so Manfred Kalt* (Name geändert), ein 27-jähriger Unternehmer. Er hatte in seinen Entscheidungskriterien nicht berücksichtigt, was eine Krise in Amerika für seine Geschäft bedeuten würde. Da seine Gesellschaft mit einer sehr kurzen Kapitaldecke operiert, muss er jetzt Geld nachschießen. Weiterlesen

© Gina Sanders  - Fotolia.comUnser ganzes Leben treffen wir ständig Entscheidungen. Oft ist uns dabei nicht bewusst, was Entscheidungen eigentlich sind: richtungsgetriebenes Handeln. Gerade den Aspekt der Richtung vernachlässigen wir gerne zugunsten von kurzfristigen Rendite -oder anderen Vorteilen.

Das gilt nicht nur im geschäftlichen Alltag so, sondern auch fürs Private. Welcher untreue Partner handelt schon so, weil er sich langfristig aus seiner Ehe verabschieden will? Meistens macht Gelegenheit Liebe oder vielmehr Sex und die Sache ist passiert. Weiterlesen

© sharply_done - Fotolia.com

Ist es Ihnen auch schon einmal so gegangen? Eine bestimmte Nobel-Uhrmarke hat es Ihnen angetan und plötzlich stellen Sie fest, dass es eine ganze Anzahl von Kollegen gibt, die sich den Wunsch bereits erfüllt haben. Vorher ist Ihnen das nie aufgefallen. 😮

Oder Sie möchten bauen und mit einem Mal fällt Ihnen auf, dass es viel mehr Häuser in Fertigbauweise gibt, als Sie jemals gedacht hätten. Schuld an dieser neuen Beobachtungsgabe ist Ihr sogenanntes retikuläres Aktivierungssystem (RAS).

Unsere Umwelt besteht aus Millionen von Reizen, die unsere Sinne wohl wahrnehmen, aber nicht an unser Wachbewußtsein zur Verarbeitung weiter geben. Denn unser Bewußtsein ist dafür schlichtweg nicht ausgelegt.

Was würde es Ihnen auch bringen, wahrzunehmen, dass sich die Lichverhältnisse durch die Verschiebung von ein paar Wolken um ein paar Lux verändert haben? Was würde es Ihnen bringen, zu realisieren, dass in einiger Entfernung eine Maus in einem Abfluss verschwindet oder ein Fliege sich auf einem Baum niederläßt? Das sind alles Informationen, mit denen Ihr Bewußtsein völlig unnötig belastet würde und daher zu recht ausgeblendet werden. Weiterlesen

© Fabricio Simeoni - Fotolia.com

Erfolg ist das Ergebnis guter Entscheidungen.
Gute Entscheidungen sind das Ergebnis von Erfahrung.
Erfahrung ist das Ergebnis schlechter Entscheidungen.

Dieses Zitat habe einmal in einem Buch gelesen. Auf den ersten Blick wirkt es auch richtig. Warum aber soll ich besonders aus schlechten Entscheidungen meine Erfahrungen sammeln? Wenn ich aufgrund einer schlechten Entscheidung Schiffbruch erleide, dann kenne ich danach einen Weg, wie es nicht funktioniert. Wenn ich dagegen eine gute Entscheidung treffe und alles geht so aus, wie ich mir es wünsche, dann kenne ich einen Weg, wie es funktioniert.

Also wenn ich gerne abnehmen möchte, dann dann ist der Verzehr von Fast-Food oder Schweinshaxe ein Weg, der nicht funktioniert, während eine kalorienarme Kost und viel Bewegung ziemlich sicher zum Erfolg führt.

Meine Vermutung: Es gibt viel mehr erfolglose Wege als erfolgversprechende Wege. Wenn ich also den erfolgreichen Weg kenne, dann ist das doch die einzige Erfahrung, die ich wirklich brauche.

Denn ich kann natürlich beim Fast-Food anfangen, mich über gutbürgerliche Küche bis zu Süßigkeiten durcharbeiten. Aber diese Erfahrung hilft mir vermutlich nichts, wenn mir nicht irgendwann jemand sagt, dass ich den Input an Kalorien senken und den Output an Leistung erhöhen muss, um erfolgreich abzunehmen. Wenn ich dieser Information traue, kann ich kurz darauf die eigene Erfahrung sammeln und muss nicht mehr länger rätseln, warum ich ständig zugenommen habe, obwohl ich doch abnehmen wollte! 😛

Warum steckt trotzdem ein wichtige Erkenntnis in dem Zitat? Weiterlesen