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AbgrundMorgen, am 26. Oktober 2012 wird Microsoft Windows 8 vorstellen. Weltweit setzen mehr als 90 Prozent aller PCs auf Microsoft Windows. Microsoft ist Markführer und Quasimonopo­list. Hinter der Einführung des neuen Betriebssystems steht eine der riskantesten Geschäftsentscheidungen, die Microsoft jemals getroffen hat.

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Apfel Wer in den letzten Tagen die Zeitung aufschlug, konnte le­sen, dass Apple einen kleinen Skandal angezettelt hat.

Was ist passiert?

Der Tausendsassa aus Cuperti­no hat ein paar neue Regeln für seinen App-Store innerhalb von itunes eingeführt.

Für die Nichteingeweih­ten: Wer ein Apple-Gerät besitzt, sei es ein iPod (zum Musikhören), ein iPhone (zum Musik Hören, Spielen, Internet Surfen und rechtshändig Telefonieren) oder ein iPad (Konsum von Medien aller Art), kauft bauartbedingt nur im Apple eigenen iTunes-Shop ein.

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image Visionen sind der Treibstoff mit dem sich unsere Welt fortent-wickelt. Ohne Vision würden wir vielleicht alle noch in Dörfern leben und unser Obst und Gemüse selbst anbauen.

Stattdessen leben wir größten­teils in Städten mit einer kaum fassba­ren Infrastruktur.

Eine Sache noch

Wie die Vision eines Einzelnen unsere Gesellschaft verändert, haben wir bereits alle erlebt. Als 2007 Steve Jobs an die Mikrophone trat und eines seiner legendären “one more thing” vom Stapel ließ, hätte keiner das IPhone erwartet. Ein Telefon, das mit nur einer einzigen (Hard­ware-)Taste auskommt. Jobs wollte damals das Telefon neu erfinden.

Inzwischen (Mitte 2010) gibt es mehr als 100 Millionen Geräte, auf denen das iOS, das Betriebssystem des iPhones läuft.

Alles verändert sich

Vor dem iPhone taten sich die T-Mobile und Konsorten schwer, Da­tentarife an den Mann oder die Frau zu bringen. Heute ist es eine der Standardfragen, die jeder Kunde beantworten will und muss.

Die Verkäufe von MP3-Playern gehen dramatisch zurück, weil wir unsere Musik inzwischen über unser Telefon in der gleichen Qualität hören können.

Gleichzeitig feiern SocialWeb Anbieter wie Facebook und Twitter einen Rekord nach dem anderen. Denn viele nutzen die Dienste jetzt von unterwegs.

Pioniere und Zögerer setzen sich in Bewegung

Ich sehe immer mehr Vorstände und Unternehmer jenseits der 60 mit einem iPhone heraumlaufen. Vor wenigen Jahren noch war der Blackberry mit seiner Spezialisierung auf E-Mail das Fashion-Statement der Stunde dieser Zielgruppe

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© Uwe Wittbrock - FOTOLIAGestern hatte ich über das Erfolgsgeheimnis der Macher geschrieben und dafür das Beispiel von Apple angeführt. Ein kluger Freund meinte daraufhin, dass zwischen einem Multimilliarden Unternehmen wie Apple und einer Einzelperson große Unterschiede bestehen.

Das ist etwas dran. Wenn Steve Jobs der Öffentlichkeit etwas mitteilen will, dann wartet die ganze Welt auf seine “Key Note”. Er ist berüchtigt, alle Zuhörer mit seiner pefekten Steve-Show in den Bann zu ziehen. Legendär sein “reality distortion field” – seine Fähigkeit, bei seinen Zuhörern das kritische Denken auszuschalten…

Merken Sie etwas? Ja, Steve Jobs ist für Apple ein Garant, dass die Pressevertreter Männchen machen. Eine einzelne Person steht da für Apple. Vielleicht werden Sie jetzt einwenden, dass Apple auch John Scully (ehemals Pepsi CEO), Gil Amelio (ehemals IBM Manager) und Michael Spindler zwischenzeitlich als CEO vorstanden. Deren Verdienst bestand allerdings im Wesentlichen darin, den Apple-Nimbus fast zu Grabe getragen zu haben.

Steve Jobs gilt gemeinhin als Visionär, der coole Produkte für anspruchsvolle Konsumenten auf den Markt bringt. Das allein würde aber kaum erklären, wie er es immer wieder schafft, selbst seine Kritiker in seinen Bann zu ziehen. Die Erklärung dafür ist eine andere. Dahinter steckt enorm viel harte Arbeit. Jede seiner Präsentationen wird über viele Stunden eingeübt, bis alles perfekt sitzt. Obwohl Steve Jobs bereits für vieles steht, verzichtet er auch für seine Key Notes nicht auf eine kleine Marotte. Das Wichtigste spart er sich für den Schluss auf und leitet es immer mit der gleichen Bemerkung ein:”just one more thing” – “nur eine Sache noch” und dann läßt er eine Sensation, wie die Ankündigung des IPhones platzen. Daher weiß inzwischen die halbe Welt, “one more thing is the next revolution”.

Die Erfolge der Erfolgsikone Apple unter Steve Jobs basieren natürlich nicht allein auf seiner Person. Aber er hat einen maßgeblichen Anteil daran. Wenn Sie mehr über Steve Jobs lesen wollen finden Sie hier und hier einen Artikel in der BusinessWeek und hier einen im Public Speaking Blog.

Was heißt das für einen Selbständigen? Machen Sie keinen Unterschied zwischen sich und einem großen Unternehmen. Denn auch in dem großen Unternehmen sind es letztlich die Menschen, auf die es ankommt, genauso wie in Ihrem Geschäft. 🙂

Trotzdem gibt es natürlich einen fundamentalen Unterschied zwischen einem Selbständigen und einem Unternehmer. Aber darüber habe ich bereits an anderer Stelle ausführlich geschrieben. 🙂

© Elvira Schäfer - Fotolia.com 

Irgenwo bei Tony Robbins habe ich einmal gelesen, dass die Erfolgreichen häufiger scheitern als diejenigen, die ihren Erfolg noch suchen. Sie sind deshalb erfolgreicher, weil Sie mehr Dinge in kürzerer Zeit angehen und versuchen umzusetzen als Otto Normalverbraucher. Genau deshalb scheitern sie auch häufiger, denn eine Erfolgsgarantie gibt es nicht.

Den besten Beweis finden wir in Manager Magazin Online. Der Journalist Matthias Kremp hat dort die zahllosen Flops der Erfolgsikone Apple aufgezählt.

Als ehemaliger Mac-Anwender und kritischer Beobachter hatte ich die meisten dieser Innovationen längst vergessen. Was bleibt, ist der große Erfolg des einstmaligen Computer-Herstellers. In den letzten Jahren war Apple so erfolgreich, dass ein Gros der Presse bei jeder Produktankündigung euphorisch reagiert. Nach der Ankündigung des IPhones im letzten Jahr hat sich die Apple-Aktie daher nahezu verdoppelt.

Viele Analysten rechneten damit, dass Apple am ersten Tag 500.000 der begehrten Vertreter der neuerfundenen Telefonie (Steve Jobs: Apple ist going to reinvent the phone) verkaufen würde. Eine unmöglich Zahl, da AT&T – der einzige Anbieter des Geräts – einen relativ umständlichen Registrierungsprozess voraussetzte.

Die große Gefahr für Apple: Alle erwarteten das Beste, da konnte die Realität nur noch negativ enttäuschen. Genau das ist auch passiert. Apple hat in den ersten Tagen lediglich zwischen 146.000 und 270.000 Exemplaren (je nach Zahlen von AT&T oder Apple) verkauft.

Der Aktienkurs nahm daraufhin erst einmal einen kleinen Tauchgang im Meer der Tränen. Allerdings nicht für lange, denn die Anleger hatten wohl begriffen, dass ein Premium-Phone dieser Preisklasse bei anderen Herstellern selten auch nur Ansatzweise diese Abverkaufszahlen in so wenigen Tagen erreicht. Apple will von dem Wunderding bis Ende 2008 rund 10 Millionen Stück verkauft haben.

Trotz dieses augenscheinlichen Erfolgs gibt es natürlich auch weiterhin Apple-Flops. Nur inzwischen fällt das kaum jemanden mehr auf. Ich würde zum Beispiel gerne wissen, wie gut sich das inzwischen auch in Deutschland erhältliche I-TV verkauft. Die Set-Top-Box wurde als die Revolution fürs Wohnzimmer angepriesen. Aber ich sehe keine Volksaufläufe oder Fackelzüge, die das bestätigen würden. 😛

Erfolgreich sein, bedeutet also auch immer Mut zum Risiko und unablässig etwas Neues anzuleiern, ohne Angst, dass es schief gehen könnte. Von Apple können wir lernen, dass man durchaus den Mund vollnehmen kann, wenn man schon den nächsten Coup in der Hinterhand hat. Das Gute an Flops ist ja, dass die Leute sie per se nicht wahrnehmen. Wäre es anders, wären es wahrscheinlich auch keine Flops sondern einfach nur mittelmäßig verkaufte Produkte. 🙂

Der einzige Nachteil ist natürlich die viele verbratene Zeit und das verlorene Geld. 😐

Die Kunst ist dafür zu sorgen, dass die Erfolge die Flops um ein Vielfaches wettmachen.

© Uwe Wittbrock - FOTOLIABill Gates begann seine Karriere damit, dass er die Programmiersprache BASIC für den Altair 8800 an Ed Roberts (dem Erbauer des Altair 8800) verkaufte. Das Besondere daran: den Altair gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht! Gates ließ seinen Kumpel Freund Paul Allan eine Simulation auf dem Großrechner der Stanford University entwickeln und programmierte darauf die auf dem Altair laufende Programmiersprache BASIC.

Ohne diese wäre der Altair damals relativ wertlos geworden. Ed Roberts brachte den Altair zusammen mit BASIC erfolgreich auf den Markt. Wenig später erfährt Gates von dem IBM-Plan, eines Personal Computer (PC) und verkauft dem blauen Giganten das Betriebssystem MS-DOS, das zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht existiert. Nachdem er den Deal in der Tasche hatte, kaufte er einem heute unbekannten Programmierer dessen Betriebssystem “Quick and Dirty OS” für 50.000 Dollar ab und benannte es in MS-DOS um. 😮
Der Rest ist Geschichte. Microsoft war sogar jahrelang berüchtigt, teilweise nur sog. Vapor-Ware anzukündigen, also Soft- oder Hardware, die nur ein bißchen Dampf und Nebel bei der Ankündigung erzeugt, aber am Ende nie auf den Markt gebracht wird. Microsoft ist sich in seiner Geschäftspolitik immer treu geblieben. 😛
Warum schreibe ich das alles unter der Überschrift “Apple bleibt sich treu”? Gestern meinte meine Frau zu mir, Apple hätte sein lang erwartetes I-phone vorgestellt. Schön für Apple, dachte ich mir, aber was wird da wohl anderes herauskommen als ein Handy mit Musikspielfunktion?

Schließlich gibt es Handys heute mit jedem möglichen Schnickschnack. Meine Erwartung war eben ein solches, aber ein wenig schicker als die meisten anderen.

Hätte ich mir mehr Gedanken darüber gemacht, wofür Apple steht und was die Firma erfolgreich macht, wäre ich vielleicht neugieriger gewesen. Denn wofür steht Apple? Innovative Technik? Ja schon, aber die Entwickler dort sind auch keine Hexer.

Was Apple immer wieder anderen Unternehmen voraus hat, das sind innovative Bedienkonzepte und das Design. Der erste Mac war damals revolutionär, der erfolglose PDA Apple Newton genauso, wie OS X, der Imac, der Ipod, I-tv, das im Februar auf den Markt kommt und jetzt das I-phone.

Was soll so innovativ an dem Bedienkonzept sein? Schon einmal ein Telefon mit nur einem Knopf gesehen? Genau, ich auch nicht. Und wie ich Apple kenne lässt es sich trotzdem hervorragend bedienen 🙂

Mehr dazu bei Robert Basic

Macht nachdenklich, oder? Überlegen Sie sich mal, was Ihr Unternehmen erfolgreich gemacht hat. Wofür könnten Sie bei Ihren Kunden stehen? Lässt sich das als Strategie langfristig verfolgen?