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“Was ist das beste Entscheider-Werkzeug?” Die Frage des An­rufers erwischte mich kalt. Aller­dings war die Antwort eigentlich klar.

Ich hätte natürlich gerne meinen Entscheidungskompass genannt oder die Osborn Me­thode oder meinen Plan zur Sicherung der Unterstützung. Al­lerdings ist das beste Werkzeug viel einfacher und auch grundlegen­der.

Viele Entscheider sind Opfer

Denn die weitaus meisten Entscheider sehen sich eine Situation an, informieren sich kurz über Alternativen und entscheiden dann. Sie sind also Opfer der Situation.

So würde sich natürlich kein Entscheider selbst bezeichnen. Denn schließlich sind sie ja so wichtig, dass sie eine Entscheidung treffen müssen.

Aber wie würden Sie jemanden nennen, der mehr oder weniger unerwartet vor einer Situation steht, die er nicht selbst gestaltet hat. Vielleicht darf er sich zwischen drei verschiedenen Alternativen entscheiden, vielleicht stellt sich ihm nur die Frage, ob er in ein Geschäft einsteigt oder nicht. Seine Wahl verdient dann das Attribut “Pseudo”. Denn keine der Alternativen hat er selbst geschaffen.

Wer so wenig Kontrolle über sein Handeln hat, kann mit Fug und Recht als “Opfer der Umstände” bezeichnet werden.

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image Wir möchten immer “etwas Neues” lernen. Dabei geraten die Grundlagen oft in Ver­gessenheit.  Wir haben oft  komplizierte Themen über die wir entscheiden müssen. Daher glauben wir, dass es eines ebenso komplexen Werkzeu­ges bedarf, um zu einer guten Entscheidung zu kommen.

Denkfehler

Dabei sitzen wir einem Denkfehler auf. Die Themen mögen kompliziert sein. Aber der Entscheidungsprozess muss es nicht sein. Wer die Komplexität seines Themas in den Entscheidungsprozess hinein trägt, wird damit nicht glücklich.

Schauen wir uns Fehlentscheidungen an, sehen wir, dass die Fehler meistens schon in den einfachsten Grundlagen gemacht werden. Denn durch unsere komplizierten Themen verlieren wir den Blick für das Einfache.

Einer dieser Fehler ist die mangelnde Kontrolle über die eigene Entscheidung.

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