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Zeit und Geld»Dafür habe ich keine Zeit!« Diesen Satz hören wir jeden Tag immer wieder. Oft kommt er sogar aus unserem eigenen Mund. Dabei ist es eine freche Lüge. Seltsamerweise gibt es außer kleinen Kindern niemanden, der sie entlarvt. Dabei ist nichts leichter als das.

»Warum?«

Der Zeitlose könnte dann vielleicht antworten: »Ich treffe mich gleich mit zwei wichtigen Kunden, danach habe ich ein “Meet and eat“ mit meinem Alumnikreis. Dann sorge ich dafür, dass unsere Frau Müller auch ein paar saftige Rechnungen schreiben kann, führe das lange aufgeschobene Mitarbeitergespräch mit Herrn Hansen und danach geht es zum Flughafen nach Madrid!« Das klingt eindrucksvoll.

»Dafür habe ich keine Zeit« ist eine Notlüge, um den anderen nicht zu verletzen. Denn in Wirklichkeit ist sein Anliegen nicht wichtig genug, um die Aufmerksamkeit des Zeitlosen zu verdienen.

Andererseits gibt es auch Menschen, die sich davon nicht abhalten lassen. »Sie haben nichts anderes zu tun, weil sie nirgendwo hingehen werden!«

Wow! Haben wir uns nicht alle schon einmal gewünscht, so entschieden aufzutreten und einem Wichtigtuer den Schneid abzukaufen?

Das kann passieren, wenn die OP-Schwester einen renitenten Patienten vor seiner Herz-Operation zur Ruhe bringen muss.

Diese kleine Geschichte zeigt uns, dass wir immer Zeit haben. Wir müssen nur motiviert genug sein. Hören wir also zu häufiger, dass wir nicht wichtig genug sind, vulgo »dafür habe ich keine Zeit«, dann müssen wir motivierender werden.

schwindeln»Der Partner ist der richtige. Nur die Umstände sind es nicht!«

Vor zwei Jahren hatten sich Markus und sein bester Freund Hannes mit einer innovativen Geschäftsidee selbständig gemacht. Doch während Markus gleich gekündigt hatte, ging es bei Hannes nicht ganz so schnell. Erst musste ein passender Nachfolger für ihn gefunden werden. Dann wollte er noch ein wichtiges Projekt für seinen Chef zu Ende bringen und dann war da noch der Wasserschaden im Hannes Haus. Jetzt braucht er sein festes Gehalt, um die Renovierungskosten zu bezahlen.

Markus arbeitet also ganz allein an dem gemeinsamen Geschäft. Hannes gibt nur »gute Ratschläge«, das war es auch schon. Inzwischen hat das kleine Unternehmen Aufträge und die Mitarbeit des Partners ist dringend erforderlich.

Ich: »Wie denken Sie über Ihren Partner?«

Markus: »Sie meinen, ob ich mir nicht den falschen Partner ausgesucht haben?«

Ich: »Das ist doch die Frage, die Sie sich selbst stellen, oder?«

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image“Guten Tag, Herr Müller! Gut, dass ich Sie erreiche. Wir müssen leider Ihr Projektbudget halbieren. Da hat sich was ergeben und wir wollen dem Kollegen Peters die Möglichkeit geben, seine Idee umzusetzen.”

Müller: Chef! Das können Sie mir nicht antun. Das Projekt war schon vorher unterfinanziert. Jetzt ist es undurchführbar!

Chef: Ihr Projekt war mir immer wichtig! Bitte versuchen Sie mit den gegebenen Mitteln zu erreichen, was möglich ist. Die Entscheidung ist gefallen. Daher werde ich das nicht mit Ihnen diskutieren.

Eine verlorene Sache

Projektleiter Müller hat in der Sache schon verloren gehabt, bevor sein Budget halbiert wurde. Denn unsere Entscheidungen legen unsere Prioritäten offen. Im vorliegenden Fall war Müllers Projekt ohnehin schon unterfinanziert. Offensichtlich genießt es nicht die Unterstützung des Chefs.

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image “Niemand wird es jemals erfahren!” Denkt sich die Unternehmerin Karin Frühling*. Als sie die Chance bekommt, den Einkäufer eines potentiel­len Kunden zu bestechen. “Aber ich würde es immer wissen, da­her mache ich es nicht.”

Sie entscheidet sich für die Ehrlichkeit und informiert den Geschäftsführer des Unternehmens über den untreuen Mitarbeiter.

Den Auftrag bekommt sie trotzdem nicht, denn ein Wettbewerber hat das bessere Angebot.

Integrität

Integere Menschen sagen was sie tun und tun was sie sagen. Jeder versucht, auf seine Weise diesem Standard gerecht zu werden.

Spannend wird es allerdings, wenn wir wissen, dass niemand jemals erfahren würde, dass wir unsere Maßstäbe verletzen. Dann brechen manche von uns aus und verstoßen dagegen, wahrend andere trotzdem dabei bleiben, auch wenn sie dadurch Nachteile erleiden.

Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß – weiß der Volksmund. Wenn also die Steuererklärung ansteht oder Zeugen in eigener Sache vor Gericht aussagen, wird fleißig geflunkert, weil ja nur wir die Wahrheit kennen.

Wenn alles gut läuft, kommt es auch niemals heraus. Ist der freie Umgang mit unseren Werten dann ein Erfolgsmodell?

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image “Wir sind eine große Familie! Wir halten auch in schweren Zeiten zusammen. Daher bin ich ganz gerührt vom Beitrag unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.” So der Geschäftsführer eines weltweit operierenden mittelständischen Unternehmens.

Drei Monate später verkündet derselbe Geschäftsführer: “Unsere Zukunft liegt im Wachstum in China. Daher werden wir einen Großteil unserer Produktion dorthin verlegen”.

Sechs Monate später. Geht es wieder in die umgekehrte Richtung. “Wie sich zeigt, können unsere chinesischen Partner unsere strengen Vorgaben nicht einhalten. Daher holen wir unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wieder zurück.”

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image Die Hauptaufgabe guter Entscheider ist es, attraktive Alternativen zu schaffen. Das setzt Kreativität voraus und Problemlösungsvermögen.

Beides können wir trainieren.

Ein kleines Rätsel:

Die Geschäftsleute Franz, Hans und Dieter betreiben zusammen ein Geschäft. Einem davon – Dieter – haben Sie via Telefon Geld geliehen.

Bisher hat er keine Anstalten gemacht, die vereinbarten Zinsen zu zahlen, geschweige denn, Ihnen das Geld zurückzugeben.

Sie beschließen, persönlich nach Geschäftsschluss dort vorbeizugehen, um Ihr Geld zurückzufordern.

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