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imageJeder Mensch ist anders. Das merken wir spätestens, wenn wir andere bei ihren Aufgaben beobachten. Denn abgesehen davon, dass jeder von uns genetisch einzigartig ist, unterschied­liche Wertvorstellungen und Interes­sen hat, ist jeder von uns auch mit einer einzigartigen Kombination von Stär­ken gesegnet.

Viellicht hat ja der eine oder andere Leser meine Lebensbeichte zum Thema Stärken im letzten Dezember gelesen. Inzwischen bin ich selbst ein Stück weiter und schärfe meine Beobachtungsgabe dafür.

Zum Beispiel, wenn wir uns die Biographie von Max Grundig ansehen. Auch wenn von dem Unternehmen heute nur noch die Marke existiert, war Grundig lange Jahre der Markführer in Unterhaltungselektronik schlechthin.

Man könnte Grundig als den Steve Jobs seiner Zeit beschreiben. Denn ähnlich wie die Apple-Ikone hatte er ein klares Gespür dafür, wo sich der Markt hin entwickeln würde und begeisterte seine Kunden mit clever designten Produkten.

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image Bei vielen Entscheidungen spielt der Zeitpunkt eine Rolle. So warten wir häufig auf Veränderungen, die uns unsere Arbeit erleichtern.

Wer das ganz offensichtlich nie getan hat ist Max Grundig.

Nach dem zweiten Weltkrieg herrschte in Deutschland das Gesetz des Schwarzmarktes. Die Alliierten waren mit der Versorgung der deutschen Bevölkerung überfordert und es fehlt oft am Nötigsten.

Die meisten Unternehmen horteten ihre Waren lieber und warteten, bis es wieder eine verlässliche Währung gab. Denn im Dritten Reich waren gewaltige Schulden aufgelaufen, die der Staat mit der Notenpresse bedient hatte. Die Folge war Inflation vom Feinsten und der völlige Vertrauensverlust in die Reichsmark.

Der Unternehmer Max Grundig

Max Grundig wartete auf nichts und niemanden. Sein Unternehmen hatte bis zum Ende des Krieges Transformatoren gewickelt und Elektro-Geräte repariert. Das setzte er unter der alliierten Militär­kom­man­da­tur fort.  Im Dezember 1945 erzielte er mit seinen 42 Mitarbeitern bereits wieder einen Umsatz von 70.000 Reichsmark.

Grundigs große Leidenschaft war seit seiner Jugend das Radio. Jetzt wollte er selbst eines herstellen. Doch das war im Nachkriegs­deutsch­land verboten.

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