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Titularkönig»Mich legt keiner so leicht aufs Kreuz! Bei mir beißen Betrüger auf Granit!«

Im Internetzeitalter lassen wir uns nicht mehr so leicht hinters Licht führen. Einmal gegoogelt und gebingt und schon wissen wir, was wir von dem windigen Anlageberater zu halten haben. Dank Smartphone können wir das auch schnell mal machen, während wir das stille Örtchen aufsuchen.

Sitzen also nur noch die leichtgläubigen Dummen einem Betrug auf? Der Fall des Milliardenbetrügers Berny Madoff bewies das genaue Gegenteil. Hier hat die Elite Amerikas investiert. Madoffs reiche Clienten waren tatsächlich davon überzeugt, dass der Betrüger Renditen jenseits von 70 Prozent(!) erzielen kann.

Zutaten für den perfekten Betrug

Ein Investmentbanker hat mir vor einigen Jahren verraten, warum gerade Menschen, denen wir es nicht zutrauen würden, Betrügern aufsitzen.

An Informationen und Durchblick hat es dabei selten gefehlt. Einfältige Menschen gehen Anlagebetrügern eher selten auf den Leim. Tatsächlich sind selbstsichere, intelligente und gut verdienende Menschen besonders gefährdet.

Was wie das Gerechtigkeitsprogram von Rot-Grün klingt, hat seine Gründe.

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Es gibt Momente, die möchten wir einfach zurückdrehen, bevor sie passiert sind. Denn ohne große Ankündigung steht plötzlich und unerwartet unser Schicksal auf dem Spiel.

So geht es jetzt vielleicht einem Polizisten in München. Heute früh zeigt die BILD das Foto einer jungen Frau mit gebrochener Nase und blauem Auge. Das Ergebnis eines Nachmittags im Polizeigewahrsam. So jedenfalls verkauft das Boulevard-Blatt die Nachricht.

Was war passiert? Die Junge Frau ruft bei einem Streit mit ihrem Freund die Polizei. Die Beamten nehmen beide mit aufs Revier. Dort gerät die 22-Jährige (nennen wir sie Viktoria) auch mit den Beamten aneinander. Der Streit eskaliert so weit, dass die Polizisten sie in eine Zelle verfrachten und auf einer Bank fixieren wollen. Dabei spuckt sie die Beamten an und tritt um sich.

Was dann passiert ist noch strittig. Das Ergebnis allerdings nicht. Einer der Polizisten (nennen wir ihn Wachtmeister Faust) schlägt Viktoria mit der Faust ins Gesicht. Als Leser bin ich erst einmal schockiert!

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imageWas für ein Typ Mensch ist ein Entscheider? Glauben wir dem Scherenschnittbild der  Medien, sind Entschei­der machtorientierte Men­schen, die Dinge nach ih­rem Willen in Bewegung setzen.

Einspruch!

Tatsächlich ist jeder von uns ein Entscheider. Ohne unsere Entschei­dungen überlebten wir keine zehn Minuten. Gehirnforscher haben herausgefunden, dass wir jeden Tag rund 20.000 Entscheidungen treffen. Die meisten davon sind uns allerdings nicht bewusst.

Mit unseren Entscheidungen geben wir unserem Handeln eine Richtung. Wir tragen die Verantwortung für den Platz im Leben, den wir einnehmen. Unsere Entscheidungen haben uns dorthin geführt.

Entscheiderhandeln

So mancher mag sich fragen, wie wir es denn anders hätten machen sollen. Denn oft werden wir ja mit Situationen konfrontiert, die außerhalb unserer Gestaltungsmacht liegen. Was soll zum Beispiel ein Arbeiter sagen, wenn sein Arbeitgeber pleite geht?

Es kommt darauf an. Hat er zuvor privat an seinen Qualifikationen gearbeitet und vielleicht sogar an seinen Wochenenden Fortbildungen besucht, sieht es anders aus als, wenn er seinen Feierabend und seine Wochenende vor dem Fernseher verbracht hat.

Selbstgemachte Spielräume

Ersterem stehen mehr Möglichkeiten zur Verfügung als Letzterem. Das zeigt, wo das Entscheidungsproblem anfängt. Nämlich weit vor der Unternehmenspleite. Entscheidungen geben unserem Handeln eine Richtung und das meistens weitreichender als sich die meisten das vorstellen.

Gute Entscheider schaffen sich frühzeitig ihre Möglichkeiten – das ist wieder ein Satz, dem unsere Medien bestimmt zustimmen. 🙂

image Haben Sie schon einmal etwas aufgeschoben? Natürlich haben Sie das! Jeder tut es und keiner spricht gerne darüber.

Der oft gebrauchte Begriff »Aufschieberitis« im Deutschen klingt wie eine Krankheit und das soll es wohl auch.

Unsere englischen Nachbarn verbrämen es mit Latein. Bei Ihnen heißt es »procrastination«, was im wesentlichen »auf morgen verschieben« heißt von »pro« = für und »crastinus« = morgen.

Egal wie wir es nennen, im Ergebnis gehen wir unsere Aufgaben nicht gleich an, sondern warten damit, bis wir gar nicht anders können.

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Dreizack Persönlicher Erfolg ist ohne eine gesunde Portion Ego nicht möglich. Ordnen wir alles dem Gemeinwohl unter, wird uns das auf die Dauer nicht gut bekom­men. Andererseits ist Egoismus eine Eigenschaft, die in unserer Umgebung meistens nicht zu Liebesbekundungen führt.

Jeder von uns hatte vermutlich schon das zweifelhafte Ver­gnügen mit einem reinrassigen Egoisten zusammenarbeiten zu müssen. Eines ist dabei ziemlich spannend.

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image »Will ich mich verschulden und mein Leben lang ab­bezahlen, will ich aufgeben oder einen Geschäfts­part­ner übers Ohr hauen?«

»Am liebsten keines davon. Aber ich wähle das klein­ste Übel und ver­schulde mich.«

Entscheidungen geben unserem Handeln eine Rich­tung. Ein Ziele Coach würde vielleicht betonen, dass Entscheidungen dazu dienen unsere Ziele umzuset­zen. Aus seiner Perspektive ist auch diese Ein­schät­zung absolut richtig.

Der lästige Alltag

Allerdings sehen wir das oft im Alltag ganz anders.

Entscheidungen stellen uns dann vor ganz eigene Probleme. Denn oft »müssen« wir entscheiden. Wir stehen vor einigen meist weniger attraktiven Alternativen und können uns gar nicht erklären, wie es dazu kommen konnte. 😯

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image Als Entscheider bekommen wir oft die Kritik unserer Umge­bung zu spüren. Dabei ist das unsinnig. Denn wir haben eige­ne Ziele, eigene Werte und ei­gene Erfahrungen. Da ist es ganz natürlich, dass unsere Entscheidungen anders ausfal­len, als manch einer das gerne sehen würde.

Sind wir allerdings nicht der Entscheider, sieht das ganz an­ders aus.

Umgedrehter Spieß

»Wie kann der Chef nur so einen Murks machen? Der behandelt seine Mitarbeiter wie Vieh! Seine Entscheidungen kosten das Unternehmen viel Geld und wer muss es ausbaden? Wie kann man nur so dumm sein?«

Natürlich sind wir gerne an Entscheidungen beteiligt und wir wün­schen uns, dass der Andere zumindest ansatzweise unsere Werte und Ziele teilt. Doch das ist nicht immer möglich.

Opposition macht uns zum Opfer

Im Gegenteil treibt unsere stille und nicht so stille Opposition den Entscheider von uns fort. Ein Kommentar wie, »ich weiß, dass Ihnen das nicht gefallen wird, aber …«, ist für uns ein Armutszeugnis. Denn was ist das Signal dahinter? Wir sind niemand, von dem man sich Rat holt, sondern jemand, dessen Betroffenheit eingeschätzt wurde.

Wir sind dann Opfer. Nicht mehr und nicht weniger.

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image Denke ich über Gestaltungs­spielräume nach, muss ich oft an einen Grundsatz des Zivilrechts denken, der mich seit meinem Wirtschaft- und Rechts Leistungskurs aus gymnasialen Zeiten nicht mehr losgelassen hat.

“Geld hat man zu haben”. Damit wird begründet, dass niemand aus Geldmangel von einem Vertrag zurücktreten kann. Die Realität mag dem oft Hohn sprechen. Aber grundsätzlich sollte niemand Geschäfte abschließen, wenn er nicht über das nötige Kleingeld verfügt.

Entscheidungsgrundsatz

In Entscheidungen müsste es heißen,  “Gestaltungsspielräume hat man zu haben”. Das sagt der Entscheidercoach Kai-Jürgen Lietz – also ich.

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