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LemmingeDas Internet hat vieles in unserem Leben leichter ge­macht. Was nicht dazu gehört, ist das Thema Klarheit.

Ich gehöre noch zu den Menschen, die ohne Internet aufgewachsen sind. Damals riefen wir bei der Bahn an, wenn wir wissen wollten, wann der nächste Zug nach Hamburg fährt. Wer Geld überweisen musste, ging in die Bank und wer seine Uhr stellen wollte, rief die Zeitansage an. Wenn ich wissen wollte, wer Richard III. von England war, dann konnte ich allerhöchstens in eine Bibliothek gehen und dort nach einem Buch über englische Geschichte fragen.

www – wirklich wunderbare welt

Heute macht das world wide web den größten Teil des menschlichen Wissens für uns verfügbar. Heute buchen wir gleich am Bildschirm unsere Bahntickets und drucken sie uns aus. Viele von uns haben ihre Bank bei der Kontoeröffnung das letzte Mal von innen gesehen. Und Wikipedia beantwortet fast jede Frage zur Geschichte, die ich noch nie gestellt habe.

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image »Darum kann ich mir jetzt keinen Kopf machen. Ich habe doch keine Zeit!«

Vielleicht denkt sich der eine oder andere, »na der Satz kommt ja di­rekt von mir!«

Bücher über Zeitmanagement verkaufen sich wie geschnitten Brot. Und weil die Sache so gut läuft, haben die meisten Trainer auch ein Semi­nar dazu auf Lager.

Manche von uns schmücken sich auch damit, dass sie keine Zeit ha­ben. Wer keine Zeit hat, muss schließlich wichtig sein. Allerdings gibt es auch die andere Seite.

Ein von mir sehr geschätzter Unternehmer teilte mit mir das Bonmot: »Keine Zeit zu haben ist das Privileg erfolgreicher Hamster. Ich bin Unternehmer.«

Mit anderen Worten, für die ihm wichtigen Dinge hat er immer Zeit.

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Wort zum Sonntag Kennen Sie das auch? Irgendetwas weicht von der Norm ab. Vielleicht macht das Auto ein Geräusch, das es nicht machen sollte. Oder der PC öffnet nach dem Hochfahren immer ein Dialogfenster, mit der Aufforde­rung etwas zu bestätigen. Doch egal wie oft sie es bestätigen, beim er­neuten Start kommt das Fenster wie­der hoch.

Das Geräusch tritt vielleicht nur in wenigen Situationen auf und wir müs­sen das Fenster nur einmal am Tag wegklicken. Trotzdem stört es uns.

Das nehmen wir hin

Die meisten von uns arrangieren sich mit diesen kleinen Fehlern, obwohl es vermutlich eine Lösung gibt.

Manchmal haben wir das Glück, dass ein Profi unser kleines Problem zu sehen bekommt. Dann heißt es vielleicht: »Ihr Antriebsriemen ist morsch und müsste dringend ausgewechselt werden. Reißt er, ist ihr Motor hinüber. Das wird dann richtig teuer«.

Oder zu unserem Computerproblem: »Ein Trojaner versucht ihren Virenscanner zu deinstallieren. Ich würde dringend etwas tun, sonst könnte sich ihr Bankkonto verselbständigen

Wir sind tolerant

Sich mit Fehlern zu arrangieren kann schwere Konsequenzen nach sich ziehen.

Schön! Das war also das Wort zum Freitag. Aber was will ich damit sagen?

Denken wir doch einmal darüber nach. Unser Auto ist ein Wertgegen­stand, in unserer Computer ist Bankschalter, Einkaufszentrum und manchmal Ablageort unserer intimsten Geheimnisse.

Wenn wir Symptomen in diesen Bereichen keine Aufmerksamkeit schenken, werden wir es dann bei anderen Symptomen tun, die z.B. unsere Fähigkeit als Entscheider einschränken?

Es ist bestimmt nicht so wichtig

Vielleicht fühlen wir uns manchmal unschlüssig oder wir ärgern uns re­gelmäßig das Falsche getan zu haben.

Aber tun wir etwas dagegen? Oder machen wir es wie mit dem Com­puter und klicken im Fenster “Geschenk der Griechen möchte Daten an einen externen Server übertragen. Wollen Sie das zulassen?” einfach auf OK?

image Hin und wieder gelangen wir immer wieder in dieselben Situationen. Wenn wir gut sind, sehen wir unsere eigenen Fehler, die uns dorthin geführt haben. Wenn nicht, machen wir unsere Umwelt dafür verantwortlich.

“Der Kunde will schon wieder alles für lau! Hat er denn gar keine Vorstellung, wie viel Arbeit das für uns bedeutet?”

Oder:

“Ich helfe immer allen so gut ich kann. Aber jetzt, wo ich Hilfe bräuchte, rührt keiner einen Finger!”

Wir sind die Ursache

Vielleicht haben wir vorher schon dem Kunden regelmäßig weniger berechnet, als richtig gewesen wäre. Das ist typisch, wenn wir uns nicht auf Augenhöhe mit dem Kunden befinden und uns nicht trauen, unsere Interessen durchzusetzen.

Den Kunden trifft keine Schuld. Wir müssten uns ändern. Beinahe das gleiche gilt für die zweite Situation.

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© Joss - Fotolia.com

“Ich kann an meiner Situation nichts ändern. Mir fehlt das Geld und die Kraft dazu, es ist so deprimierend!” So Peter Ginster*, ein Vertriebler ohne Perspektive

Viele Menschen denken sich in einen Zustand der Hilflosigkeit und können Ihre Probleme dann nicht lösen.

Im Hintern Ihres Problems finden Sie kein Manna

Dabei zäumt der oben Zitierte das Pferd von Hinten auf. Angenommen wir finden uns in einer sehr unbefriedigenden Situation wieder. Dann sollten wir uns keinesfalls Gedanken über das “Wie” machen, bevor wir das “Was” kennen. Das “Wie” wäre hier zum Beispiel die Kündigung des eigenen Jobs, obwohl der Ginster hoch verschuldet ist.

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Margit Finster ärgert sich. Gerade erst ist sie mit ihrer Internet-Seite online gegangen. Sie hat viel Geld für das tolle Design investiert, aber kein Kunde verirrt sich auf ihre Seiten. Auch die teure Werbung fruchtet nicht. Denn die Konkurrenz ist hier erheblich mächtiger als in ihrer kleinen Stadt.

Ein schleichender Prozess

Viele Jahre hat sie Finanzanlagen verkauft, ohne dass sie einen Internetauftritt brauchte. Aber die Kunden haben heute nicht nur viele Alternativen, sie können sogar die Produkte online vergleichen. Wer nicht online ist, wird nicht gefunden und büßt sogar Reputation ein. So verabschiedete sich ein langjähriger Kunde von ihr mit den Worten: “Sie sind ja nicht einmal online”.

Jede Chance verpassen wir nur einmal

Sie wünschte sich, es wäre wieder 1996 und sie hätte sich damals eine erste Website programmieren lassen. Zu der Zeit fand sie das teuer und überflüssig. Doch heute sieht sie das in einem ganz anderen Licht.

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