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“Was haben Sie jetzt schon wieder gemacht!” Rudolph Gerke* zuckt hinter seinem Schreibtisch zusammen. Sein Chef hatte ihm die Aufgabe übertragen, über den neuen Sitzmöbel-Lieferanten der Imbisskette zu entscheiden. Offensichtlich war der Unternehmenslenker nicht ganz zufrieden damit.

“Wenn ich eine solche Scheiße gebaut hätte, dann gäbe es diesen Laden gar nicht mehr”, detailliert Franz Grobe* seine Kritik.

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© Galina Barskaya - Fotolia.com
Wer hat hier die Verantwortung?

Jeder von uns kassiert hin und wieder eine Niederlage. Manche gestehen sich das ein, andere nicht. Wer scheitert hat allerdings die Chance es beim nächsten Mal besser zu machen. Allerdings wird diese Chance häufig leichtfertig vertan.

“Ich hatte mit meinem Unternehmen keine Chance! Die Umstände waren gegen mich und vor allen Dingen haben meine Mitarbeiter einen Bockmist nach dem anderen verzapft.” So der Unternehmer Gerd Mann* nachdem er gescheitert ist.

Verantwortungslos?

Wir leben in einer vielschichtigen Welt. Wenige Dinge lassen sich nur auf eine Ursache zurückführen. Wenn wir es also brauchen, können wir die Verantwortung für ein Ergebnis immer außerhalb finden.

Das klingt dann meist so: “Natürlich trage ich für die Misere eine Mitschuld. Ich habe mich ja schließlich geradezu fahrlässig von meinen Mitarbeitern täuschen lassen.”

Das klingt doch eigentlich so, als ob Mann zumindest einen Teil der Verantwortung übernimmt. Aber der Ex-Unternehmer ist natürlich nicht auf den Kopf gefallen. Damit die Selbsttäuschung funktioniert, übernimmt er nobel, wie er ist eine Teilschuld. Seine Verantwortung sei es, dass er sich habe täuschen lassen.

Entschuldigungen helfen uns nicht weiter

Was ist denn das für eine Verantwortung? Er hat also das Beste in den Menschen vermutet und die so geehrten Mitarbeiter haben sein Vertrauen missbraucht? Die Welt ist wirklich schlecht. 😯

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