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© Emilia Stasiak - Fotolia.com

Als Entscheider haben wir es oft nicht leicht. Wenn wir etwas tun, erwarten wir Ergebnisse. Stellen sie sich nicht ein, müssen wir annehmen, dass entweder die Entscheidung nicht richtig war oder wir bei der Umsetzung gepfuscht haben.

Vielleicht ist es aber auch so, dass wir nicht wahrnehmen, was tatsächlich das Resultat ist.

Vor zwei Jahren habe ich auf der B2D-Messe in Darmstadt ausgestellt. Der Auftritt war ein großer Erfolg, denn viele Menschen, die noch nicht einmal geahnt haben, dass es einen Entscheidercoach gibt, haben so von mir erfahren. Auf dieser Messe habe ich auch etwas Geld in die Hand genommen, um einen Vortrag halten zu können.

Ja, das gibt’s auch. Heute bekomme ich Geld dafür, Vorträge zu halten. Damals noch hat es mich 150 Euro gekostet, dort sprechen zu dürfen.

Der Titel damals: “Zehn kleine  Entscheidungsfallen – Das Leben ist zu kurz für schlechte Entscheidungen”. Ich erwartete mir, meine Zuhörer aufzurütteln und den einen oder anderen Kunden darüber zu akquirieren. Kreativ war ich auch und habe eine Kundin gebeten, mich anzukündigen. Das hat sie auch phantastisch gemacht und  dabei den Begriff “Unternehmerflüsterer” für mich geprägt. 🙂

Nach meiner damaligen Wahrnehmung brachte mein Vortrag mir im Nachgang noch mehr Aufmerksamkeit am Stand ein, mehr aber auch nicht. 😐

Gestern wurde ich gefragt, ob ich in 2009 auf einer großen Konferenz sprechen möchte. Das mache ich natürlich gerne und erkundigte mich dann auch, wie man denn auf mich gekommen sei. Wie sich herausstellt, hatte mich meine Gesprächpartnerin auf eben jener Messe gehört und fand meinen Vortrag so unterhaltsam und spritzig, dass sie mich unbedingt als Redner haben wollte! 😎

Das freut den Entscheidercoach, macht mich aber auch nachdenklich. Denn zwischen meinem Vortrag auf der Messe und der Konferenz im Herbst 2009 liegen mehr als drei Jahre!

Also lassen Sie sich nicht ins Boxhorn jagen. Alles was wir tun, hat eine Wirkung, aber vielleicht nicht immer gleich. 🙂