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Lesen Sie, wie mich mein neuer Vortrag an den Rand des Er­träglichen gebracht hat.

Die letzten Tage waren hektisch. Denn die Premiere meines neuen Vortrags stand bevor. Die IHK Offenbach hatte sein Mittelstandsforum zur Sternstunde für Unternehmer eingeladen.

Das wäre nichts besonderes gewesen. Denn Sternstunden geben wir ständig. Ich hatte mich aber zum neuen Jahr aus dem Fenster gelehnt und einen neuen Vortrag angekündigt.

Mir blieb auch wenig anderes übrig. Denn es gibt Veranstalter, die mich und meine Vorträge mögen. Sie laden mich jedes Jahr wieder ein. Da kann ich schlecht das Gleiche wie beim letzten Mal erzählen.

Mein Thema ist allerdings so weitläufig, dass ich bestimmt niemals in Verlegenheit geraten werde. Die Versionen meiner Vorträge ab 30 Minuten aufwärts sind daher auch nie ein Problem.

Zehn Minuten voller Qualität

In unserer Sternstunde für Unternehmer treten immer sechs Referenten á 10 Minuten auf. Das ist für die Referenten und die Zuschauer sehr intensiv. Die Sternstunde ist gefragt. Wir tingeln daher mit unseren Vorträgen durchs ganze Rhein-Main-Gebiet und feiern demnächst die 69. Sternstunde für Unternehmer.

Die 10-Minuten Version des Vortrags ist allerdings eine besondere Herausforderung.

Es gibt Referenten, die versucht haben, einfach schneller zu sprechen. Aber Speedy Gonzales mit der Stimme von Mickey Mouse hinterlässt eher gemischte Gefühle. 😯

Vortragspremiere bei den Sternstunden für Unternehmer in Offenbach

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Der SchreiAngst macht eng”, heißt es. Gerade für Entscheidungen trifft dieser Spruch zu. Manche Alterna­tiven könnten uns schneller zum Ziel führen. Doch wenn uns unsere Ängste dazwischen funken, ent­scheiden wir uns lieber für die risikoloseren Varianten.

Das “Risiko” findet allerdings eher im Kopf des Entscheiders statt. Möchte er sich beispielweise nicht bei der Kaltakquise oder in öffent­lichen Vorträgen blamieren, engt das seine Möglichkeiten zur Kundenakquise deutlich ein.

Was tun wir dann?

Es kommt darauf an. Auf der einen Seite stellen unsere Ängste ein selbstgeschaffenes Gefängnis dar. Auf der anderen Seite sollten wir uns nicht in Aktivitäten aufreiben, die nicht zu unseren persönlichen Talenten zählen.

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scrabble »Du musst besser sein als die anderen!«

Wir glauben das oft. Aber ist das wirklich so? Jeder von uns ist mit einzigartigen Genen ausgestattet und mit ebenso einzigartigen Talenten. Es gibt bestimmt Menschen, die Vieles besser können als ich. Manch einer kann besser verkaufen, ein anderer schneller laufen, schneller rechnen, schneller denken, besser malen und sogar besser schreiben.

Nichts ist knapp

Das stört mich nicht. Darauf kommt es nicht an. Denn die oft zitierte Knappheit gibt es nicht. Wir stehen nicht in einem Wettbewerb.

Viele sagen Geld sei knapp. Aber wie knapp ist es wirklich, wenn wir uns die gewaltigen Summen ansehen, die in den letzten Jahren verfügbar waren, um die Wirtschaftskrise abzuwenden?

Wie knapp war es vorher, als einige Investmentbanker Milliarden mit Schrottpapieren verdienten? Es mag bei den einen oder anderen von uns knapp sein. Mehr aber auch nicht.

Um den Überfluss müssen wir nicht wetteifern

Wir leben im Überfluss. Das gilt für Geld, das gilt für Lebensmittel, für Immobilien und für Luxusgüter. Daher müssen wir auch nicht besser sein als andere. Es wird immer genug für alle da sein. Stattdessen sollten wir dafür sorgen, dass wir jeden Tag besser sind als zuvor.

Denn je wertvoller wir sind, desto mehr vom Überfluss kommt zu uns.

Unser Potenzial

In uns steckt viel mehr als wir uns bewusst sind. Daher machen wir auch so wenig daraus.

Wer stellt sich schon jeden Abend die Frage: »Was habe ich heute gelernt?«

Holen uns dagegen die Fehler der Vergangenheit ein, entwickeln wir uns weiter. Denn die Erfahrung ist schmerzhaft und unangenehm. Das wollen wir nicht noch einmal erleben.

Dabei könnten wir von jedem einzelnen Tag so viel lernen, wie aus unseren schlimmsten Fehlern. Mit dem Unterschied, dass wir uns damit an 365 Tagen im Jahr weiterentwickeln und nicht nur wenn wir wieder mal »Pech« hatten.

In diesem Gedanken habe ich mit Freunde eine neue Veranstaltung ins Leben gerufen. Ich nenne sie »Entscheidend besser!«

Nur eine Sache

Mit »Entscheidend besser!« wollen wir Sie halbjährlich aufrütteln. Mitunter werden wir Ihnen nicht viel Neues erzählen. Aber wir geben Ihnen gute Gründe zum Handeln. Sie erleben sich selbst in den Übungen vor Ort und in den Arbeitsaufgaben, die wir Ihnen nach Hause mitgeben.

Natürlich können Sie danach weiter machen wie bisher. Aber Sie könnten auch eine Sache verändern. Und diese eine Sache macht Sie entscheidend besser als zuvor. Sie werden den Unterschied merken.

Entscheidend besser! ist eine Abendveranstaltung, die am 15. Juni 2011 das erste Mal im KongressCenter im Kurhaus in Bad Homburg stattfinden wird. Hier geht es zur Event-Website.

image Gestern war Aufschwung-Messe in Frankfurt. Als ich gestern zur Messe fuhr, freute ich mich auf einen entspannten Tag unter Bloggern, meinen Vortrag “Vorsicht Entscheidungsfalle” und am frühen Abend auf die Moderation der Sternstunde für Unternehmer.

Da es die letzten Tage in meinem Büro ziemlich hoch her ging (neue Kunden können ganz schön einnehmend sein), hatte ich mir etwas Arbeit mitgebracht.

Diese Idee war allerdings fatal. Denn selbst in der sonst eher gemütlichen Blogger-Lounge brummte das pure Leben. So habe ich zum Beispiel Mario Carla vom KMU-SocialWeb-Blog und mit Oliver Gassner einen von Deutschlands führenden Social Media Experten kennen gelernt.

“Wenn Du auf der Aufschwung-Messe bist, besuch mich doch einfach in der Blogger-Lounge”, war wohl der unbedachteste Spruch, den ich in den Wochen vor der Messe losgelassen hatte.

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Die Entwicklung der Sternstunde für Unternehmer

image “Was würden Sie uns denn zahlen, wenn Sie Ihren Vortrag bei uns halten?” Mit dieser Frage war ich 2005 konfrontiert, als ich einen meiner Vorträge in einer kleinen Gemeinde nahe Mainz platzieren wollte.

Der Fragesteller war Wirtschaftsförderer und aus seiner Sicht machte sie Sinn. Denn er hätte seine Unternehmer und Selbständigen in den Gemeindesaal einladen müssen und das Gebäude an dem Abend länger offen halten müssen. Zu seinen Aufgaben gehörte es, das örtliche Gewerbegebiet zu vermarkten, aber Vorträge für die örtliche Wirtschaft hatte er nicht in seinem Programm. Die Kosten sollte daher der Referent tragen.

Aller Anfang ist schwer

2005 hatte ich mich gerade vor einem Jahr selbständig gemacht und hatte weder diesen Blog noch Bücher veröffentlicht. Auch wenn ich für meine Vorträge kein Geld verlangte, waren sie schwer zu platzieren.

Ich war zu unbekannt und die Veranstalter konnten nicht kalkulieren, wie gut meine Veranstaltungen besucht sein würden. Tatsächlich waren sie immer proppenvoll mit einer einzigen Ausnahme.

Einmal hielt ich meinen Vortrag “Entscheiden ohne Reue” vor 3 Gründern im TGZ Karlsruhe. Der Veranstalter hatte lediglich einen Aushang gemacht. Das reicht in der Regel nicht, um Massen anzuziehen. 😮

Selbst mit meinen wachsenden guten Referenzen blieb es schwer, Vorträge halten zu dürfen. Ohne Buch und Blog war ich allerdings auf Vorträge angewiesen, um mich bekannt zu machen.

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© Emilia Stasiak - Fotolia.com

Als Entscheider haben wir es oft nicht leicht. Wenn wir etwas tun, erwarten wir Ergebnisse. Stellen sie sich nicht ein, müssen wir annehmen, dass entweder die Entscheidung nicht richtig war oder wir bei der Umsetzung gepfuscht haben.

Vielleicht ist es aber auch so, dass wir nicht wahrnehmen, was tatsächlich das Resultat ist.

Vor zwei Jahren habe ich auf der B2D-Messe in Darmstadt ausgestellt. Der Auftritt war ein großer Erfolg, denn viele Menschen, die noch nicht einmal geahnt haben, dass es einen Entscheidercoach gibt, haben so von mir erfahren. Auf dieser Messe habe ich auch etwas Geld in die Hand genommen, um einen Vortrag halten zu können.

Ja, das gibt’s auch. Heute bekomme ich Geld dafür, Vorträge zu halten. Damals noch hat es mich 150 Euro gekostet, dort sprechen zu dürfen.

Der Titel damals: “Zehn kleine  Entscheidungsfallen – Das Leben ist zu kurz für schlechte Entscheidungen”. Ich erwartete mir, meine Zuhörer aufzurütteln und den einen oder anderen Kunden darüber zu akquirieren. Kreativ war ich auch und habe eine Kundin gebeten, mich anzukündigen. Das hat sie auch phantastisch gemacht und  dabei den Begriff “Unternehmerflüsterer” für mich geprägt. 🙂

Nach meiner damaligen Wahrnehmung brachte mein Vortrag mir im Nachgang noch mehr Aufmerksamkeit am Stand ein, mehr aber auch nicht. 😐

Gestern wurde ich gefragt, ob ich in 2009 auf einer großen Konferenz sprechen möchte. Das mache ich natürlich gerne und erkundigte mich dann auch, wie man denn auf mich gekommen sei. Wie sich herausstellt, hatte mich meine Gesprächpartnerin auf eben jener Messe gehört und fand meinen Vortrag so unterhaltsam und spritzig, dass sie mich unbedingt als Redner haben wollte! 😎

Das freut den Entscheidercoach, macht mich aber auch nachdenklich. Denn zwischen meinem Vortrag auf der Messe und der Konferenz im Herbst 2009 liegen mehr als drei Jahre!

Also lassen Sie sich nicht ins Boxhorn jagen. Alles was wir tun, hat eine Wirkung, aber vielleicht nicht immer gleich. 🙂

© momanuma - Fotolia.com
Letzte Woche habe ich auf der Didacta in Stuttgart meinen Vortrag “Salomon, Cäsar und die Fugger – auch große Entscheider fallen kleinen Fallen zum Opfer” gehalten. In der anschließenden Fragesession fragte mich eine Zuschauerin, ob man Entscheidungen nicht einfach eine Zeit lang liegen lassen müsste, um sie reifen zu lassen.

Was denke ich darüber? 

Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden. Allerdings ist es schade, wenn dann der Zeitpunkt der Entscheidungen gekommen ist und sich bei den Alternativen nichts getan hat. Tatsächlich brauchen wir viele Entscheidungen nicht sofort zu treffen – auch wenn dies heute von vielen Managern gerne praktiziert wird. Allerdings heißt das nicht, dass wir untätig sind.

Entscheidungsklarheit

Ganz wichtig: Wir müssen herausfinden, was wir mit dieser Entscheidung für uns erreichen wollen. Wenn wir das exakt wissen, hilft uns schon einmal unser retikuläres Aktivierungssystem (RAS) und unser Bewußtseinsfilter läßt uns ab diesen Zeitpunkt Informationen wahrnehmen, die uns in der Sache weiterbringen.

Attraktive Alternativen

Wenn wir schon die Zeit haben, warum erarbeiten wir uns dann nicht gleich auch ein paar Alternativen, die unserem Bedarf entsprechen? Das unterscheidet Gestalter und Macher von dem rein reaktiven Normalo.

Unterstützung sichern

Last but not least: Sprechen Sie mit Ihrer Umgebung über die Ziele, die sie gemeinsam haben und sichern Sie sich die Unterstützung für ihre Umsetzung.

Reifen lassen oder Handeln?

Wenn Sie das erledigt haben, können Sie die Entscheidung gerne ein Weile liegen lassen, denn Sie sind optimal vorbereitet. Allerdings kenne ich niemanden, der dann noch warten wollte 😛

RankaholicsIch war letzte Woche auf einem sehr spannenden Vortrag von Dr. Ralf Lengen. Der Titel: “Kundenbindung durch Newsletter”. Viel wichtiger war aber sein Ausflug in die Welt der Rankings. Ursprünglich hatte ich keine besonders hohen Erwartungen, denn ganz ehrlich, ich nehme Rankings à la “die 10 größten Managementfehler” oder die “500 reichsten Menschen der Welt” wahr, aber  da ist doch kein Nutzen dahinter, oder?

Weit gefehlt! Denn unsere Neugierde läßt uns nicht los, wir wollen wissen, wie die ersten Plätze eines Ranking besetzt sind. Weiterlesen