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schwindeln»Der Partner ist der richtige. Nur die Umstände sind es nicht!«

Vor zwei Jahren hatten sich Markus und sein bester Freund Hannes mit einer innovativen Geschäftsidee selbständig gemacht. Doch während Markus gleich gekündigt hatte, ging es bei Hannes nicht ganz so schnell. Erst musste ein passender Nachfolger für ihn gefunden werden. Dann wollte er noch ein wichtiges Projekt für seinen Chef zu Ende bringen und dann war da noch der Wasserschaden im Hannes Haus. Jetzt braucht er sein festes Gehalt, um die Renovierungskosten zu bezahlen.

Markus arbeitet also ganz allein an dem gemeinsamen Geschäft. Hannes gibt nur »gute Ratschläge«, das war es auch schon. Inzwischen hat das kleine Unternehmen Aufträge und die Mitarbeit des Partners ist dringend erforderlich.

Ich: »Wie denken Sie über Ihren Partner?«

Markus: »Sie meinen, ob ich mir nicht den falschen Partner ausgesucht haben?«

Ich: »Das ist doch die Frage, die Sie sich selbst stellen, oder?«

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image “Mensch Maier, wie konnten sie so einen Bockmist bauen? Sie können dem Kunden doch nicht erzählen, dass wir nicht wissen, warum unsere Software bei ihm nicht läuft!”

Der Kunde schätzt aber unsere Offenheit. Das war auch ein Grund für die Auf­trags­ver­ga­be.”

“Klar! Aber wir müssen hier auf unseren Ruf achten. Den Auf­trag haben wir ja schon. Also halten Sie gefälligst die Klappe, sonst sind Sie die längste Zeit Projektleiter gewesen.”

Es ist kein Geheimnis, dass jeder seine eigene Realität hat. Unser Gehirn interpretiert unsere Wahrnehmung auf der Grundlage unserer Erfahrungen, Werte, Glaubenssätze und unseres situativen Zu­stan­des.

Fans haben ihre eigene Wahrheit

Sehr schön beobachten können wir das gerade im Sport. Fiebern wir mit einer Mannschaft mit, z.B. mit Jogis Jungs, dann ist das etwas anderes, als wenn eine Mannschaft wie Italien oder Spanien spielt.

Wenn “unsere” Mannschaft siegt, hat das eine andere Bedeutung für uns als wenn die Spanier im 1/8-Finale Portugal aus dem WM-Turnier werfen. Vielleicht hatte der eine oder andere Cristiano Ronaldo und seinen Mannen die Daumen gedrückt, weil sie im Halbfinale ein einfacher Gegner wären als der Europameister.

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image “Niemand wird es jemals erfahren!” Denkt sich die Unternehmerin Karin Frühling*. Als sie die Chance bekommt, den Einkäufer eines potentiel­len Kunden zu bestechen. “Aber ich würde es immer wissen, da­her mache ich es nicht.”

Sie entscheidet sich für die Ehrlichkeit und informiert den Geschäftsführer des Unternehmens über den untreuen Mitarbeiter.

Den Auftrag bekommt sie trotzdem nicht, denn ein Wettbewerber hat das bessere Angebot.

Integrität

Integere Menschen sagen was sie tun und tun was sie sagen. Jeder versucht, auf seine Weise diesem Standard gerecht zu werden.

Spannend wird es allerdings, wenn wir wissen, dass niemand jemals erfahren würde, dass wir unsere Maßstäbe verletzen. Dann brechen manche von uns aus und verstoßen dagegen, wahrend andere trotzdem dabei bleiben, auch wenn sie dadurch Nachteile erleiden.

Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß – weiß der Volksmund. Wenn also die Steuererklärung ansteht oder Zeugen in eigener Sache vor Gericht aussagen, wird fleißig geflunkert, weil ja nur wir die Wahrheit kennen.

Wenn alles gut läuft, kommt es auch niemals heraus. Ist der freie Umgang mit unseren Werten dann ein Erfolgsmodell?

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image Jahrelang hat Gerd Becker im Konkurrenzkampf mit seinem größeren Konkurrenten gestanden. Heute ist sein ehemalige Widersacher Max Witzel sein Schwiegervater. Becker leitet inzwischen die gemeinsame Firma nach der privaten und geschäftlichen Fusion.

Oft hatte er sich gefragt, was sein heutiger Schwiegervater wohl anders gemacht hat, wenn der ihm wieder einen Auftrag vor der Nase weggeschnappt hatte. Die Auftragsflaute im vergangenen Jahr gab Becker Zeit, die alten Akten zu studieren.

Ein Schocker

Was er dort zwischen den Zeilen las, ließ ihm den Atem stocken und die Haare zu Berge stehen. Der Grund, warum sein Schwiegervater so oft siegreich aus den Bietergefechten hervorging war ganz einfach.

Der Alte “schmierte” die Entscheider auf der Kundenseite. So spendierte er ein Workshop-Meeting auf Gran Canaria, organisierte eine Wandertour in den Alpen oder lud seine Kunden zu einer Safari nach Afrika ein.

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image Die Hauptaufgabe guter Entscheider ist es, attraktive Alternativen zu schaffen. Das setzt Kreativität voraus und Problemlösungsvermögen.

Beides können wir trainieren.

Ein kleines Rätsel:

Die Geschäftsleute Franz, Hans und Dieter betreiben zusammen ein Geschäft. Einem davon – Dieter – haben Sie via Telefon Geld geliehen.

Bisher hat er keine Anstalten gemacht, die vereinbarten Zinsen zu zahlen, geschweige denn, Ihnen das Geld zurückzugeben.

Sie beschließen, persönlich nach Geschäftsschluss dort vorbeizugehen, um Ihr Geld zurückzufordern.

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