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image »Darum kann ich mir jetzt keinen Kopf machen. Ich habe doch keine Zeit!«

Vielleicht denkt sich der eine oder andere, »na der Satz kommt ja di­rekt von mir!«

Bücher über Zeitmanagement verkaufen sich wie geschnitten Brot. Und weil die Sache so gut läuft, haben die meisten Trainer auch ein Semi­nar dazu auf Lager.

Manche von uns schmücken sich auch damit, dass sie keine Zeit ha­ben. Wer keine Zeit hat, muss schließlich wichtig sein. Allerdings gibt es auch die andere Seite.

Ein von mir sehr geschätzter Unternehmer teilte mit mir das Bonmot: »Keine Zeit zu haben ist das Privileg erfolgreicher Hamster. Ich bin Unternehmer.«

Mit anderen Worten, für die ihm wichtigen Dinge hat er immer Zeit.

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image Manchmal dreht sich unser Leben im Kreis. Da kündigt ei­ner seinen Job, weil er sich von seinem Chef nicht respektiert fühlt, trennt sich von seiner Frau, weil die seine einsame Entscheidung gar nicht witzig findet und zieht in eine andere Stadt, weil er die Blicke seiner Nachbarn nicht mehr ertragen kann.

Ein Jahr später leidet der nun selbständige Ingenieur unter dem Druck, den ihm seine Kun­den machen. Die neue Frau an seiner Seite versteht ihn überhaupt nicht. Denn sie kennt ihn ja kaum und die Nachbarn verreißen sich das Maul über ihn. Warum weiß er aller­dings nicht.

Stein für Stein

Fritz Sommer* hat wirklich alles getan, um sein Leben umzukrempeln. Er hat keinen Stein auf dem anderen gelassen. Doch jetzt scheint es so, als habe er es an anderer Stelle Stein für Stein wieder so aufge­baut, wie es schon einmal war. So wie er es schon einmal gehasst hat.

»Das wollte ich nun wirklich nicht! Wie konnte mir das passieren?« Fragt er sich selbst bitter.

Kein Ziel

»Was wollten Sie denn stattdessen?«

»Ich weiß es nicht. Ich dachte, ich würde es herausfinden können. Aber ich wollte bestimmt nicht wieder in der gleichen Sackgasse lan­den.«

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Kanzel_wiederholung Alle waren gespannt, wie sich der neue Pfarrer machen würde. Er war nicht mehr ganz jung, aber einen “Anfänger” hätten die regelmäßigen Kirchgänger auch nicht akzeptiert. Seine erste Predigt berührte alle. Ja, es gab ja so Vieles, was man besser machen könnte. So freuten sich alle auf die nächste Predigt. Doch die war eine Wiederholung seines erstes Meisterstücks und eine Woche darauf spielte sich das Gleiche ab.

Nach vier Wochen fasste sich einer der Kirchenältesten ein Herz und sprach den Pfarrer darauf an.

“Ihre Predigt war wirklich ganz wunderbar. Ich möchte Sie nicht kritisieren, aber ist Ihnen bewusst, dass Sie seit 4 Wochen dieselbe Predigt halten?”

“Ja! Sie haben recht”, antwortete der Pfarrer. “Mir ist das auch aufgefallen. In der gleichen Zeit hat im Dorf auch keiner sein Verhalten verändert. Ist doch merkwürdig, oder? So muss ich immer wieder dieselbe Predigt halten, bis sie anfangen, die Lehren daraus für sich anzuwenden.”

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