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Die gute FeeJeder von uns kennt diese Märchen, bei denen der Held von einem Flaschengeist oder einer guten Fee drei Wünsche gewährt bekommt.

Stellen wir uns das einmal vor. Wir dürften uns wünschen, was wir wollen. Egal was es ist! Wir haben also drei Wünsche frei.

Viele werden sich denken:

»Drei Wünsche, die sind schnell vorbei. Besser ich gehe vorsichtig damit um!« (typischer Schwabe)

oder

»Egal was es ist? Na dann wünsche ich mir, Hundert, nein, Hunderttausend Wünsche frei zu haben.« (typischer Berliner)

Ein Märchen würde daraus wohl nicht werden. Unser Problem dabei: Selbst wenn uns die gute Fee besuchte, wir wüssten meistens nicht, was wir wollen. Das ist auch der Grund, warum wir überhaupt die drei Freiwünsche von der guten Fee brauchen.

In einem typischen Wunschmärchen »verschwendet« der Held seine ersten beiden Wünsche. Denn auch er weiß nicht, was er wirklich will. Erst beim letzten Wunsch merkt der angehende Märchenprinz, dass es jetzt um die Wurst geht und wünscht sich die eine Sache, die er wirklich will. Das ist in aller Regel die große Liebe.

Das moderne Märchen

Unsere heutigen Märchen beginnen meist mit einem Lottogewinn und sie enden oft ohne Geld. Das unerschöpflich wirkende Bankkonto ist überzogen und der moderne Held legt den Offenbarungseid ab.

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image»Wohin soll`s denn gehen?« Fragt mich der freundliche Mann am Bahnschalter.

Eigentlich wollte ich »Hamburg« sagen. Aber die Szene erinnert mich an etwas und ich starte stattdessen ein kurzes Experi­ment. »Ich weiß nicht so recht. Was gibt es denn so?«

Der junge Mann ist offensichtlich gut geschult. Denn er interpretiert meine absurde Frage professionell und nimmt es sportlich. »Im Laufe der nächsten Stunde fahren Züge in jede Deutsche Großstadt ab. Sie haben die freie Auswahl! Worauf haben Sie Lust?«

Da war sie wieder, die Frage, die uns alle bei unseren Entscheidungen bewegt. Weil ich nicht weiß, wo ich hin will, könnte ich mir jetzt jede Verbindung anschauen und überlegen, was mich da wohl erwartet. Doch das scheint anstrengend zu sein. »Was empfehlen Sie mir?«

Mit einem verschmitzten Lächeln, empfiehlt er mir seine Lieblings­stadt. »Mir persönlich gefällt München am besten. Da haben Sie einen guten Mix aus Lebensart, Kultur und Unterhaltung.«

Ich weiß, warum er sich so freut. Denn folge ich seiner Empfehlung, lebe ich in dem Moment sein Leben und nicht meines.

Zeit, das Experiment zu beenden. Denn fast habe ich Lust, den Zug nach München zu buchen. Zum Glück weiß ich ja, wo ich hin möchte. »Vielen Dank! Ich fahre doch lieber nach Hamburg!«

Entscheidungen geben unserem Leben seine Richtung. Wissen wir immer, wo wir hin wollen? Noch bevor wir vor der Entscheidungs­situation stehen? Besser wäre es.

ein schrittEntscheidungen geben unse­rem Handeln eine Richtung. Deshalb haben wir Ziele. Denn ohne sie, würden wir bei jeder Entscheidung hin und her über­legen und doch zu keinem Erge­bnis kommen.

Allerdings setzen wir viele Ziele nicht bewusst. Wir haben ein­fach gelernt, wie wir uns verhal­ten und wonach wir streben sol­len.

Ich nenne sie auch Verlegenheitsziele. Dabei folgen wir einer einfa­chen Logik: Mehr ist besser als weniger. Also mehr Geld ist besser als weniger Geld. Mehr Wohnfläche ist besser als weniger und mehr Körbchengröße ist besser als weniger. 😛

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imageHin und wieder begegnen wir jemandem, der nichts anderes zu tun hat, als uns klein zu machen und uns unsere Laune verderben möchte.

»Du willst Vorträge halten? Wirklich? Wie kommst Du auf die Idee, dass Dir jemand zuhören möchte? Wahrscheinlich musst Du den Leuten Geld bezahlen, damit Sie Dich 5 Minuten ertragen!«

Was machen wir mit solchen Leuten? Eigentlich kann man sie nicht ernst nehmen. Trotzdem nehmen wir uns dann doch oft Zeit, um ihnen zu beweisen, wie falsch sie liegen.

»Hey! Gerade letztens sind zu meinem Vortrag über 800 Leute gekommen. Die Veranstaltung war ausverkauft und am Ende meines Vortrags gab’s standing Ovations!«

Was soll der andere darauf antworten? Er hat sich geirrt und sucht sich vielleicht ein anderes Opfer, das ihm bereitwilliger zuhört.

Es gibt allerdings einen Menschen, den wir immer ernst nehmen. Es ist ein Mensch, dem wir alles glauben, den wir niemals anzweifeln. Wenn er spricht, haben wir keine Gegenargumente. Denn er hat immer recht.

Seine Einschätzungen sind meistens kurz und meistens fühlen wir uns danach nicht besser:”Das kannst Du nicht”, “Das war Mist!”, “Alle anderen sind viel besser”, “Viel schlechter geht es nicht!”

Es ist klar, wie gefährlich dieser Mensch für uns ist. Leider können wir uns nicht von ihm fernhalten.

Denn dieser Mensch sind wir selbst.

Wetterstation User Hier und Heute ist das Ergebnis unserer vergangenen Entscheidungen. Nicht jeder mag das gerne akzeptieren. So sind doch viele Ereignisse von außen nicht beeinflussbar.

Wer heute in Libyen oder in Syrien lebt, mag vielleicht nicht zu den Freiheitskämpfern gehören und doch ist die politische und militäri­sche Gewalt Teil des Lebens der dort lebenden Menschen.

Genauso, wie die Eurokrise Teil unseres Lebens ist. Wie verträgt sich das mit Selbstverantwortung für unsere Entscheidungen und deren Ergebnisse?

Opfer des Windes

Natürlich gibt es Ereignisse, die wir nicht beeinflussen können. So wie eine Segler nicht den Wind beeinflussen kann. Doch genauso, wie der eine Segler nach Westen segelt, kann ein anderer bei gleichem Wind nach Osten segeln.

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Würfel Chancen muss man nutzen – das lernen wir schon im Kinder­garten. Sonderangebote machen sich diesen Glauben zunutze. So gelten sie immer nur eine be­grenzte Zeit. Da wollen wir zu­greifen, solange es noch geht.

Das Schick­sal braucht kein Mar­ke­ting und doch bietet es uns im­mer wieder Chancen, mit de­nen wir unser Leben verändern können.

Chancen konkret machen

Da bietet sich ein neuer Job mit mehr Verantwortung und Gehalt oder wir können in eine attraktive Anlage investieren.

Doch wer jeder Chance nachläuft, wird damit auch nicht glücklich. Wer gerade die Probezeit in seinem neuen Job hinter sich gebracht hat, kann auf absehbare Zeit nicht wechseln, wer sein Geld schon ausgegeben hat, kann nicht in das Geschäft des Freundes einsteigen.

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image Sind Sie Raucher? Haben Sie Schulden? Essen Sie zu viel und bewegen sich wenig?

Können Sie sich vorstellen, was Schul­den mit Rauchen, gutem Essen und we­nig Sport zu tun haben?

Bevor wir eine Zigarette rauchen, zu viel essen oder Schulden aufnehmen, befin­den wir uns in einem kleinen oder viel­leicht auch größeren Widerstreit.

Innerer Kampf

Zwischen der Situation jetzt und unserer Zukunft.

Der Raucher fühlt sich direkt nach seiner Zigarette vielleicht wohl, aber in ein paar Jahren kriegt er Falten, hat Atemprobleme und ist Anwärter auf Lungen-Krebs.

Der Schuldner genehmigt sich von dem Geld einen schönen Urlaub, ein paar Jahre später kennt er den Gerichtsvollzieher als »Karl-Heinz«.

Gutes Essen schmeckt und entspannt. In der Zukunft wartet dagegen vielleicht schon der Herzinfarkt.

Gleich wäre gut

Was würde passieren, wenn wir schon direkt nach einer Zigarette wie eine Dörrpflaume aussähen? Wenn wir schon am Ende unseres Essens gleich den Notarzt rufen müssten?

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image »Ich wünschte ich hätte das nie ge­tan!«

Überfällt uns erst einmal die Entschei­dungsreue, sehnen wir den Moment zu­rück, an dem wir noch alle Schicksals­fäden in den Händen gehalten haben.

Mehr über die Reue und ihre Ursachen lesen Sie im Beitrag »Entscheider haben nichts zu bereuen«.

Dann möchten wir das Geschehene lie­bend gerne rückgängig machen. Doch auch wenn es manchmal so aussieht als könnten wir es. Entscheidungen lassen sich nicht rückgängig machen. Oder wie es Heraklit formulierte, wir steigen niemals in den selben Fluss.

Alles ist anders

Wir haben zum Beispiel Zeit verloren. Vielleicht sind neue Alternati­ven dazu gekommen, die auch die Reue ausgelöst haben.

Zum Beispiel möchte die Oma jetzt doch das Geld für unsere Firma zur Verfügung stellen. Hätten wir das nur vorher gewusst! Jetzt haben wir einen zwar inkompetenten aber kapitalkräftigen Partner rein­ge­nom­men, um die Finanzlücke zu schließen.

Wir haben vielleicht auch neue Erfahrungen gesammelt und wissen jetzt, wie es richtig geht.

»Hey! Das klingt doch nicht alles schlecht!«

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image Manche Ziele scheinen uns so unglaublich, dass wir es gleich bleiben lassen wollen. Zu gering die Chancen, das wir Erfolg ha­ben könnten. Lass es sein, das kostet Dich nur unnötig Ener­gi­en! Sagt uns eine innere Stimme dann. Was aber, wenn wir Er­folg hätten? Fragt eine an­de­re.

Wofür also sollen wir uns entscheiden? Vielleicht sind wir mit un­se­rem normalen Leben schon so beschäftigt, dass wir es uns nicht erlauben wollen, Kraft und Energie zu verschenken?

Bevor wir uns der schwäbischen Hausfrau an der Haustür anschließen – »wi gäbbe nix« – sollten wir vielleicht noch einmal nachdenken.

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Die 7 Erfolgsprinzipien Ihrer Entscheidung in meinem gestrigen Beitrag haben gezeigt, wie wir unsere Entscheidungen organisieren, um großartige Entscheidungen zu treffen.

Hinter jedem dieser  7 Erfolgsprinzipien liegt allerdings auch ein ganz eigener Nutzen ganz unabhängig von jeder Entscheidungssituation.

Vision

Ich treffe immer wieder Menschen, die sich nicht trauen, sich ein Bild einer weiter entfernten Zukunft auszumalen. Was wäre, wenn es das falsche Bild ist? Ich glaube, ein falsches Bild hat in etwa so wenig Auswirkung, wie gar kein Bild von der Zukunft. Das falsche Bild motiviert mich nicht. Ich werde es daher schnell vergessen und weiterhin nach Gelegenheit entscheiden.

Wir können also nichts falsch machen.

Wer dagegen eine klare Vorstellung davon hat, wo er hin will, wird sich durch dieses Bild jeden Tag aufs Neue motivieren. Ob wir uns die richtige Vision von der Zukunft erarbeitet haben, wird daher ganz von selbst klar.

Ich habe Menschen gesehen, die danach geradezu losgestürmt sind, ihr Schicksal anpackten und viele Unannehmlichkeiten in Kauf nahmen. Gleichzeitig hatten sie ein Leuchten in den Augen, das wir sonst eher selten zu sehen bekommen. Die gleichen Menschen hatten vorher mehr oder weniger in den Tag hinein gelebt und sich nur schwer motivieren können.

Wer seine Vision kennt, gestaltet sein Leben. Hinter allem was er tut, steckt eine Absicht. Könnte das besser sein, als Tag ein Tag aus auf eine “günstige Gelegenheit” zu warten? 🙂

Alle, die sich jetzt schlecht fühlen, weil sie noch keine eigene Vision haben: Du bist nicht allein. Die Mehrheit schafft es nicht, sich eine eigene Vision zu schaffen. Ich arbeite daher gerade an einem Audio-Programm, um das zu ändern. 🙂

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