Vom Serienversager zur Erfolgsikone

image In unserer Gesellschaft spielt das Alter eine wichtige Rolle. Haben wir es mit 40 nicht zu einer bestimmten Höhe auf der Karriereleiter geschafft, dann wird das auch nichts mehr. So jedenfalls ein weitverbreiteter Glaubenssatz.

Bunt und erfolglos

David Ogilvy war in seinem Leben Koch, Vertreter, Diplomat, Meinungsforscher und Bauer bevor er seine Werbeagentur im Alter von 39 Jahren gründete. Heute würden wir so etwas einen bunten Lebenslauf nennen.

Im Regelfall verbinden wir Erfolg mit einer gradlinigen Biographie. “Erfolg hinterlässt Spuren”, heißt immer so schön. Ogilvy war im Alter von 39 Jahren ein Versager. Nichts von dem, was er bis dahin angefangen hatte, zahlte sich für ihn aus. Nichts was er anfing, brachte er zu einem Ende.

Warum sollte sich das plötzlich ändern? Ogilvy sagt selbst von sich, dass ihn das viele Geld der Madison Avenue motivierte. Das mag stimmen. Doch Geld wollen viele Menschen haben. Erfolgreich müssen sie deshalb noch lange nicht sein.

Die fehlende Zutat

Zur Gründung seiner Agentur schrieb Ogilvy eine Liste mit fünf Firmen auf. Alle diese Unternehmen hatten eines gemeinsam. Sie waren so groß und erfolgreich, dass sie niemals mit einer kleinen, gerade gegründeten Agentur zusammenarbeiten würden: General Foods, Bristol Myers, Campbell Soup, Lever Brothers und Shell

Das war Ogilvys Zielkundenliste und jedes einzelne Unternehmen darauf sollte später sein Kunde werden.

Dies ist zwar nur ein Teilausschnitt einer Vision. Doch das war offensichtlich die fehlende Zutat, die David Ogilvy brauchte, um vom Serienversager zu einer Erfolgsikone der Werbebranche aufzusteigen.

Denn um diese Kunden zu bekommen, war er bereit, alles zu tun. Ogilvy & Mather war dafür berüchtigt, ständig Eigenwerbung und Eigen-PR zu betreiben. Für vornehme Zurückhaltung hatte er nicht das Geld. Jeden seiner Erfolge teilte er seinen zukünftigen Kunden mit. Er war ein begnadeter Netzwerker und sprach häufig mit PR-Leuten, die ja die gleiche Zielgruppe bedienten. Wo seine Zielkunden auch Geschäft machten. Auf die Dauer konnten Sie ihm nicht entkommen.

Vielleicht gibt es bei dem einen oder anderen von uns auch so eine Zutat, die ihm noch fehlt?