Wunschlos unglücklich

ZEN – Das Höchste Wenn es eine Sache gibt, durch die die meisten Menschen die Qualität ihres Lebens grundlegend ändern können, dann ist es eine klare Vorstellung, welche Zukunft sie eines Tages haben wollen.

Viele glauben zwar, dass Sie genau das haben. Überprüfen wir das, stellt sich heraus, dass wir es “ungefähr” wissen. Wir wissen, dass wir mehr Geld, mehr Freizeit, mehr Liebe, mehr Erfolg, mehr Anerkennung usw. wollen. Wir sagen damit eigentlich nichts anderes, als dass wir die Qualität unseres bisherigen Lebens verbessern wollen.

Das hat nichts mit einer klaren Vorstellung von der Zukunft zu tun.

Kein Kompass

Auf dieser Grundlage können wir keine Entscheidungen treffen. Uns fehlt damit ein wesentliches Merkmal erfolgreicher Menschen: Der innere Kompass.

Unliebsame Zukunft

Schaffen wir keine bewussten Bilder unserer Zukunft, müssen wir mit denen vorlieb nehmen, die wir unbewusst abgelegt haben. Da wir das aber nicht bewusst getan haben, treiben wir in eine Zukunft, die wir meistens nicht haben wollen.

Dahinter stecken Wertvorstellungen unserer Eltern, Freunde, der Medien und aller Dinge, die wir bewusst vermeiden wollen. Letzteres hängt damit zusammen, dass unser Unterbewusstsein keine Verneinung kennt. Oder versuchen Sie sich einfach die Verneinung der Entscheider-Bibel in ihrem Goldumschlag vorzustellen. Es geht nicht! Wir produzieren immer wieder ein Bild der Entscheider-Bibel. Ob wir es nun wollen oder nicht.

Ergebnisloses Verhalten

Natürlich merken wir jeweils nach kurzer Zeit, dass wir uns in eine ungewünschte Richtung bewegen. Daher entscheiden wir uns um. Aber wohin führt uns unsere neue Entscheidung? Mit Umwegen wieder in die ursprünglich ungewünschte Richtung. Das erklärt Vieles. Das könnte der eine oder andere jetzt denken, der sich selbst wieder erkannt hat.

Das falsche Zukunftsbild

Es gibt natürlich auch Menschen, die sich irgendwann einmal hingesetzt haben und ein Erfolgsbild entworfen haben, dass alle anderen vielleicht toll finden. Aber es entspricht nicht den tatsächlichen Bedürfnissen ihres Erschaffers.

Alles versucht – nichts erreicht – Zeit verschwendet

Damit wird es dann wirklich schwierig. Denn wir können uns zwar disziplinieren. Aber wir werden uns nie dazu bringen, langfristig etwas zu machen, was wir nicht wollen. Nachher sagen wir dann von uns, dass wir alles versucht haben, aber es hat nicht sollen sein.

Die Tat bringt den Erfolg

Wer etwas wirklich will, der kennt das Konzept des Probierens oder Versuchens gar nicht. Wer etwas wirklich mit jeder Faser seines Seins erreichen will, der tut einfach alles, was nötig und gleichzeitig legal ist.

Es ist wie mit diesem Artikel. Hätte ich alles versucht, ihn zu schreiben, würden Sie ihn nicht lesen. Da mir sein Inhalt aber am Herzen liegt und ich ihn unbedingt heute veröffentlichen wollte, habe ich ihn einfach geschrieben.

Auch für mich gibt es am Anfang einen leeren Bildschirm. Aber es zählt nicht, wenn ich einfach nur davor sitze und mir verschiedene Möglichkeiten überlege, wie ich diesen Artikel wohl angehen könnte. Es zählt auch nicht, wenn ich 500 Mal den ersten Absatz schreib und ihn wieder verwerfe. Was zählt ist am Ende der fertige Artikel.

Es ist eine Wahrheit, mit der sich die meisten Schreiber auseinander setzen. Wir können einen Text erst dann optimieren, wenn er schon einmal geschrieben wurde. Vorher geht das nicht.

Genauso ist es auch mit unserem Handeln. Wenn wir etwas wirklich wollen. Dann tun wir das Notwendige und optimieren unsere Handlungsstrategien solange, bis wir unser Ziel erreicht haben.

Zwei Jahre lang nur “Nein”

Vielleicht sind Sie ja schon einmal an einem Kentucky Fried Chicken vorbei gefahren? Ihre Entstehungsgeschichte ist eng mit Colonel Sanders verbunden. Mit 65 Jahren bekam er eine so ärmliche Rente von der US Army, dass er auf Sozialhilfe angewiesen gewesen wäre. Doch das ließ sein Stolz nicht zu. Was sollte er machen? Das Einzige was er hatte, war ein Hähnchenrezept, das viele seiner Freunde mochten. Daraus entstand bei ihm eine Geschäftsidee. Er müsste einige Restaurants gewinnen, ihre Hähnchen nach seinem Rezept anzubieten. Als Gegenleistung wollte er nur eine kleine Umsatzbeteiligung an jedem verkauften Hähnchen.

Das war eine gute und simple Idee. Aber sie war unglaublich schwer umzusetzen. Denn wo Sanders auch hinkam, die Restaurantbetreiber hatten kein Interesse. Schließlich hatten sie  ihr eigenes Hähnchen-rezept! So ging das zwei Jahre lang.

Colonel Sanders lebte in dieser Zeit in seinem Auto und ernährte sich von den Proben, die er bei der Vorführung seines Rezepts kochte. Er musste sich genau 1009 Mal ein “Nein” anhören, bis er das erste Mal ein “Ja” hörte!

Volkssport: Aufgeben nachdem alles versucht wurde

Wie viele andere Menschen hätten bereits vorher aufgegeben? Das ist der Unterschied, ob ich etwas ansteuere, weil es sich gut anhört oder weil ich es unbedingt will.

Solange ich aber noch keine für mich passende Zukunft entwickelt habe, werde ich Letzteres nie erleben.

Die Menschheit braucht Leidenschaft

Stellen wir uns doch einmal vor, jeder Mensch würde sich  leidenschaftlich in alles investieren was er anfängt. Ob das jetzt Familie, Beziehungen, Geschäft oder Politik ist. Erst die Leidenschaft für die richtige Sache macht uns erfolgreich. Und was noch viel wichtiger ist: Wie als Gesellschaft brauchen diesen Erfolg.

Wir brauchen neue Edisons, die nicht aufgeben, bis sie neue Energieerzeuger erfunden haben, neue Ghandis, die nicht aufgeben, bis sie Freiheit für ihr Volk installiert haben, neue Adam Smiths, die nicht aufgeben, bis sie ein neues Lebens- und Arbeitsmodell entwickelt haben, bei dem wir die Lebensbedingungen unseres Planeten nicht mehr vernichten.

Mein Wunsch

Diese eine Sache wäre es, die ich mir für alle Menschen dieser Erde wünschen würde.