Nur ein Hauch mehr – Die Wurzel des Erfolgs

Feder

Oft sind kleine Entscheidungen alles, was Erfolg und Misserfolg trennt.

Das beste Beispiel für die Bedeutung von kleinen Entscheidungen er­le­ben wir beim Thema Ernährung und Gesundheit.

Da gibt es die einen, die jeden Tag gesund leben, nicht zu viel und ausgewogen essen, die Alkohol und Zigaretten meiden und ein ge­sun­des Maß an Fitness (Treppen steigen) in ihrem Leben haben.

Und es gibt andere, die sich gerne etwas “gönnen” und das Ge­gen­mo­dell leben, also rauchen und trinken, vielleicht auch übermäßige An­stren­gun­gen meiden. In ihrer Wahrnehmung leben sie auch gesund. Vielleicht werden hin und wieder Diäten eingeschoben und für ein halbes Jahr ein Fitness-Studio besucht. Das Leben ist schön!

Das Ergebnis

Beide fühlen sich damit wohl. Die Unterschiede entstehen erst spät, meistens wenn sich beide Gruppen dem Rentenalter nähern. Dann ist die erste Gruppe noch fit und wird es auf absehbare Zeit auch blei­ben, während die zweite Gruppe dazu neigt, das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen zu stellen.

Für ein Umsteuern ist es dann zu spät, weil der Schaden schon ent­stan­den ist.

Die täglichen kleinen Entscheidungen

Nicht anders ist es mit allen unseren Entscheidungen. Ich kann heute problemlos die eine oder andere Sache aufschieben. Das hat unmittelbar keine Auswirkung auf mich. Später hole ich alles mit in­ten­si­ver Arbeit unter Druck nach. Was ist schon das Problem dabei, so­lan­ge ich meine Zusagen einhalten kann?

Das Problem könnte zum Beispiel darin liegen, dass ich unter Druck andere Menschen nicht mehr in meine Arbeit einbeziehen kann, dass ich mit etwas mehr Zeit kreativer und schlauer vorgehen könnte. Vielleicht sind diese Unterschiede nur klein.

Wenn ich diese kleine Differenz allerdings in jeder meiner Arbeiten habe, dann hat das Folgen.

Denn die Unterschiede zwischen einer guten, einer exzellenten oder einer überragenden Arbeit sind marginal. Jeder erwartet von uns heute eine gute Arbeit. Daher gibt es für eine gute Arbeit auch nichts mehr. Wer exzellent arbeitet, gehört dann schon zu den Leuten, die man zumindest wahrnimmt.

Ein Hauch mehr

Und dann gibt es noch diejenigen, die einen Hauch mehr leisten, ein kleines Quäntchen nur. Sie fallen uns ins Auge. Sie sind diejenigen, die ständig die Extrameile gehen. Sie fallen deshalb auf, weil es so we­ni­ge von ihnen gibt.

Dabei ist es nicht weiter schwer, zu dieser Gruppe zu gehören. Wir müssten nur jeden Tag in den kleinen Entscheidungen unsere Richtung einhalten, diszipliniert sein.

Anders als im Falle von Gesundheit und Fitness müssen wir nicht 30 oder 40 Jahre warten, um ein Ergebnis zu sehen. Meist reicht dafür bereits ein Jahr. Wie wäre es? Genehmigen wir uns doch einfach mal ein solches Jahr.

Was beinhaltet diese kleine Extrameile? Das wissen wir ganz genau. Denn es gibt so viele Dinge, die wir eigentlich besser wissen, aber nicht für uns anwenden. Wie war das noch einmal mit Mentaltraining? Wie war das noch mit den drei Schlüsselelementen guter Ent­schei­dun­gen? Wie war das noch einmal mit dem Tagebuch führen? Wie war das noch einmal mit der persönlichen Mission und Vision?

All das, was wir problemlos machen könnten, aber heute nicht tun, fällt unter diese Kategorie.

Wann fangen Sie damit an?

Vielleicht fangen wir erst einmal mit zehn Tagen an. Gelingt es uns, zehn Tage diszipliniert jeden Tag die Extrameile zu gehen? Wenn ja, dann können wir danach entscheiden, ob wir daraus nicht einen Monat machen. Nach einem Monat machen wir vielleicht ein Vier­tel­jahr daraus. Oder ein halbes Jahr? Leben wir tatsächlich ein Jahr lang die Extrameile, ist der entsprechende Erfolg unausweichlich.

Ein kleiner Tipp: Führen Sie täglich (morgens und abends) Tagebuch. Damit klappt es dann schon viel besser.