So bringen Niederlagen wirklich etwas

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Wer hat hier die Verantwortung?

Jeder von uns kassiert hin und wieder eine Niederlage. Manche gestehen sich das ein, andere nicht. Wer scheitert hat allerdings die Chance es beim nächsten Mal besser zu machen. Allerdings wird diese Chance häufig leichtfertig vertan.

“Ich hatte mit meinem Unternehmen keine Chance! Die Umstände waren gegen mich und vor allen Dingen haben meine Mitarbeiter einen Bockmist nach dem anderen verzapft.” So der Unternehmer Gerd Mann* nachdem er gescheitert ist.

Verantwortungslos?

Wir leben in einer vielschichtigen Welt. Wenige Dinge lassen sich nur auf eine Ursache zurückführen. Wenn wir es also brauchen, können wir die Verantwortung für ein Ergebnis immer außerhalb finden.

Das klingt dann meist so: “Natürlich trage ich für die Misere eine Mitschuld. Ich habe mich ja schließlich geradezu fahrlässig von meinen Mitarbeitern täuschen lassen.”

Das klingt doch eigentlich so, als ob Mann zumindest einen Teil der Verantwortung übernimmt. Aber der Ex-Unternehmer ist natürlich nicht auf den Kopf gefallen. Damit die Selbsttäuschung funktioniert, übernimmt er nobel, wie er ist eine Teilschuld. Seine Verantwortung sei es, dass er sich habe täuschen lassen.

Entschuldigungen helfen uns nicht weiter

Was ist denn das für eine Verantwortung? Er hat also das Beste in den Menschen vermutet und die so geehrten Mitarbeiter haben sein Vertrauen missbraucht? Die Welt ist wirklich schlecht. 😯

Es stimmt, rein objektiv gesehen, gibt es immer zahlreiche Einflüsse, die auf unsere Ergebnisse wirken. Entschuldigungen hätten wir also immer parat. Nur wann helfen uns Entschuldigungen weiter?

Echte Macher sehen die Verantwortung immer bei sich

Sogenannte Macher heißen nicht so, weil sie die Füße still halten, sondern weil sie aktiv sind, wenn es darauf ankommt. Gerade bei einem Geschäft, wo es viele externe Einflüsse gibt und die Konkurrenten zahlreich sind, müssen wir das Heft des Handelns in der Hand behalten.

Macher haben verstanden, dass sie nicht alles unter Kontrolle haben können, aber sie sehen trotzdem die gesamte Ergebnisverantwortung bei sich. Wenn es viele Unwägbarkeiten gibt, müssen sie eben noch aktiver sein und gleich was da komme, immer gerüstet sein.

Echte Macher brauchen nur ihre eigene Anerkennung

Wenn sich der Erfolg dann einstellt, können sie es sich locker leisten zu sagen: “Das habe ich doch nicht allein geschafft! Ohne mein Team wäre das nie möglich gewesen.”

So bringen Niederlagen Erfolg

Wenn Macher dagegen einmal scheitern, dann finden sie jeden noch so kleinen Fehler, den sie gemacht haben und werden ihn nicht wiederholen.

Für mich macht so etwas eine Gewinnermentalität aus. Denn wenn wir so scheitern, gewinnen wir Erfahrung. Wer möchte das später noch als Fiasko bezeichnen? Ich kenne viele Menschen, die in ihren Niederlagen die Voraussetzung für ihre größten Erfolge sehen.

Ich glaube daher an den großen Nutzen, ausschließlich sich selbst in der Verantwortung zu sehen. Wir sollten dann alles tun, um erfolgreich zu sein und uns später nicht darauf berufen, dass “man” eben nicht alles unter Kontrolle habe.

Von Alpha bis Omega

Am Ende sind wir als Entscheider es, die eine Sache beginnen und es wäre schade, wenn wir nicht erkennen, dass derjenige, der etwas anfängt es auch zum Ende bringen muss. Das ist das A und O des Erfolgs.

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