Sprengfalle für Gestaltungsspielräume

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“Was ich brauche, sind Aufträge, Geld und Freunde”, so die kürzlich gescheiterte Unternehmerin Karla Blockhaus*.

Die weitaus meisten Menschen, die am Ende ihrer Gestaltungsspielräume angelangt sind, verantworten dies selbst.

Viele der Kontakte und Freunde zu denen sie die Brücken über einen langen Zeitraum abgebrochen hat, könnten ihr heute aus der Notlage heraushelfen. Sie stehen aber nicht mehr zur Verfügung.

Dynamit für die Brückensprengung

Meist sind es kleine Dinge, wo der andere sich unbedacht geäußert hat und damit bei uns eine heftige Reaktion hervorruft. “Ich kann das nicht nicht persönlich nehmen”, denken wir dann vielleicht.

Möglichweise hat der andere unser Vertrauen hintergangen oder scheint uns einfach nicht zu respektieren. Als Person mag uns das privat treffen.

Privat ein Sprengsatz geschäftlich ein Knallkopf

Wie aber ist es mit unserem Geschäft oder Beruf?

Angenommen wir brauchen Geld für die Expansion unseres Geschäfts, aber der Banker ist uns unsympathisch. Nehmen wir das Geld dann nicht? Das wäre unvernünftig, werden Sie jetzt vielleicht sagen. Recht haben Sie!

Der einzige Unterschied zwischen dem unsympathischen Banker und unserem unleidlichen Geschäftsfreund liegt darin, dass Letzterer es durch Taten unter Beweis gestellt hat.

“Ja und das muss bestraft werden”, könnten wir denken.

Vorsicht Sprengfalle!

Aber was nutzt das? Entweder der andere war unabsichtlich ein Kotzbrocken oder unsere Geschäftsverbindung ist ihm nicht ganz so wichtig.

In beiden Fällen bringt die Eskalation nur uns einen Nachteil. Der andere dagegen zuckt mit den Schultern und zieht weiter.

Privat wählen wir unsere Freunde mit Vorsicht und wir stellen vielleicht hohe Anforderungen an sie. Aber im Geschäft ergibt das keinen Sinn.

Nutzen entsteht auch ohne Sympathie

Nennen wir es eine Nutzenpartnerschaft. Ich muss meine Partner nicht lieben, um den Nutzen zu haben.

Dabei geht es nicht darum, sich selbst zu verleugnen oder den anderen nicht fair zu behandeln. Vielmehr geht es um das Management unserer Erwartungen.

Wer Letztere zu hoch setzt, wird zwangsläufig enttäuscht. Der dabei entstehende Ärger gilt uns selbst, findet aber sein Ventil gegenüber demjenigen, der unsere Erwartungen enttäuscht hat. 😮

Alles eine Frage der Souveränität

Wenn der andere sich wie die Axt im Walde aufführt, sollten wir die innere Souveränität haben, das zu ignorieren.

Irgendwann, wenn wir darauf angewiesen sind, wird es sich vielleicht auszahlen, auch wenn wir das nicht erwarten.

2 Kommentare
  1. Ralf Hiltmann
    Ralf Hiltmann says:

    Es ist eine alte Weisheit (die Buddhisten nennen es das Karma-Gesetz), dass das, was wir heute erleben, das Ergebnis der Entscheidungen ist, die wir in der Vergangenheit getroffen haben.

    Alles Glück, alle Freude, all unsere Erfolge, ebenso aber auch unser Ärger, unser Unzufriedenheit und unser Scheitern resultieren aus dem, was wir in der Vergangenheit gedacht, gesagt oder getan haben.

    Ebenso hängt das, was wir künftig erfahren werden, von dem ab, was wir heute denken, sagen und tun. Daher sollten wir uns dessen bewusst sein, was wir gegenwärtig erleben, um die Weichen in eine Richtung zu stellen, die uns künftig von Vorteil sein wird.

    Lassen wir klugerweise das, was wir jetzt sind, nicht dem im Wege stehen, was wir sein könnten.

    Schöne Grüße
    Ralf

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